Von Geiern und Elefanten

Gestern noch auf einem Side-Event unserer Partnerorganisation Birdlife zum Thema „Die letzten afrikanischen Geier“ gewesen. Interessanter Vortrag über die bedrohten Vögel, der zudem gezeigt hat, wie sehr in der Natur alles miteinander verwoben ist: Werden Elefanten mit Cyanid an den Wasserlöchern vergiftet (damit Wilderer „bequem und ungefährlich“ an die wertvollen Stoßzähne kommen können) sterben durch das Gift auch unzählige Geier.

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Werden Elefanten an Wasserlöchern mit Cyanid vergiftet, hat das oft auch gefährliche Auswirkungen auf Geier – Foto: NABU/Barbara Maas

Das ist nicht ganz ungewollt, denn die Vögel könnten die Ranger auf die Wilderer aufmerksam machen. Zwischen 2012 und 2014 und wurden in sieben afrikanischen Ländern elf solcher Fälle dokumentiert – dabei wurden 155 Elefanten und 2044 (!!) Geier vergiftet!!

Deshalb ist es auch für andere Tiere wie z.B. Geier enorm wichtig, dass Elefanten strengstens geschützt werden und die Wilderei unterbunden wird. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist gestern getan worden: Der Versuch von Namibia, Südafrika und Zimbabwe einen speziellen Mechanismus zu installieren, der in Zukunft unlimitierten Elfenbeinhandel ermöglicht hätte, ist vom Tisch. Zumindest vorerst, denn der Antrag kann im Plenum noch mal kommen.

Die eigentlichen „großen“ Elefanten-Anträge stehen aber erst noch auf dem Programm. Auch um den Schutz einer Reihe anderer Vögel wie z.B. den Wanderfalken und den Graupapagei wird es hier bald gehen…

Claudia Praxmayer

Claudia Praxmayer

Expertin Internationaler Artenschutz
Claudia Praxmayer

1 Kommentar

Kaarina Böckmann

27.09.2016, 23:11

Noch wild lebende Tiere zu töten, mit heutigem Situation , fast 8 Milliarden Menschen , ist einfach nicht akzeptabel . Die Menschen alleine können hier nicht überleben!

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