„Land-unter“ zum ersten, zum zweiten, zum …

Man sagt ja, aller guten Dingen wären drei. Aber was ist mit sieben? Und muss das immer gut sein? Für die Brutvögel der Salzwiese war es sicherlich nicht gut, denn am Wochenende gab es wieder einmal hohe Wasserstände. Dieses Mal mit neuem Rekord für die Saison bis zu 70 cm über mittlerem Hochwasser. Doch die Bilder gleichen sich.

Doch springen wir noch einmal zurück. Es soll nicht der Anschein entstehen, dass das Wetter hier nur schlecht wäre. Schön- und Schlechtwetterphasen wechseln sich gerade ungefähr im Halbwochenrhythmus ab. In der letzten Woche gab es auch hier ein paar sehr sommerliche Tage (noch vor Sommeranfang): nahezu windstill, sonnig, wolkenlos und bis zu 30°C warm.

Doch das währte nicht lang. Am Donnerstagvormittag fegten Gewitter auch über Trischen hinweg und brachten beeindruckende Bilder, Sturmböen und 14 l/qm Regen (in einer Stunde). Als das Gewitter plötzlich hereinbrach, flogen alle Vögel, v. a. die Brandgänse, auf und suchten ein sicheres Plätzchen. Nach einer Stunde war der Spuk auch schon wieder vorbei.

Doch die nächsten Tage wurden nicht besser. Starker Wind aus westlichen Richtungen, Nieselregen und schließlich wieder einige hohe Hochwasser machten den Vögeln zu schaffen. Inzwischen komme ich für Juni auf sieben Hochwasser mit Wasserständen mindestens 50 cm über mittlerem Hochwasser, in den letzten Tagen vom 23. bis 26. Juni mindestens einmal am Tag. Entsprechend oft stand die untere Salzwiese unter Wasser und das Hochwasser 70 cm über dem Mittel stieg bis in die obere Salzwiese. Es hat vermutlich auch Gelege und kleine Küken getroffen, die bislang verschont geblieben sind.

Allein die Dünen wurden bislang nicht überspült. Die Vögel dort hatten nur mit dem Dauerregen zu kämpfen. Für die Küken einer Flussseeschwalbenkolonie war das wohl zu viel. Sie sind in den letzten Tagen wohl verklammt und unterkühlt. Die Altvögel haben für dieses Jahr wohl aufgegeben und die Insel größtenteils bereits verlassen.

Tore

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Naturschutzwart Trischen 2017