Schwarzkopfmöwen sind wieder da

Seit einigen Tagen sind auf Trischen wieder Schwarzkopfmöwen (Larus melanocephalus) von der Hütte aus zu beobachten. 

Man muss schon genau hinschauen und hinhören, denn die Schwarzkopfmöwe sieht der Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus) beim flüchtigen Hinschauen zum Verwechseln ähnlich. Im Vergleich zur eher braun-schwarzen Kapuze der Lachmöwe ist die Kapuze der adulten Schwarzkopfmöwen im Prachtkleid aber Pech-schwarz. Das beste Bestimmungsmerkmal sind jedoch die rein weißen Schwungfedern.

Die Schwarzkopfmöwe breitete sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vom Schwarzen und Asowschen Meer nach West-, Mittel- und Nordeuropa aus. Mittlerweile brüten in Deutschland mehr als 350 Brutpaare dieser Art. Die Nester sind in der Regel in Lach- oder Sturmmöwen-Kolonien zu finden. Den Winter verbringen Schwarzkopfmöwen überwiegend im Mittelmeerraum.

Auf Trischen konnte erstmals im Jahr 2000 ein Schwarzkopfmöwen-Brutpaar entdeckt werden. Seitdem wurde in fünf weiteren Jahren je ein Brutpaar beobachtet.

Derzeit halten sich sogar zwei Paare hier auf. Sie sind regelmäßig von der Hütte aus zu hören und zu sehen. Hoffentlich bleiben sie!

Jonas

Jonas

Naturschutzwart Trischen 2018