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Alles etwas anders als sonst

Die Trischensaison wird in diesem Jahr etwas anders als gewohnt ablaufen. Der NABU hat in Einverständnis mit der Nationalparkverwaltung beschlossen, dass ein regulärer Aufenthalt auf der Insel momentan nicht machbar ist. Stattdessen werde ich immer wieder mal für einen oder mehrere Tage die Insel aufsuchen. Dann werde ich dort nach dem Rechten sehen und die Tier- und Pflanzenwelt erfassen.

Dann werde ich hier wie gewohnt von meinen Aktivitäten und Erlebnissen auf Trischen berichten. Ich hoffe Sie haben bis dahin noch Geduld. Denn wann das Sein wird, kann ich heute leider noch nicht sagen.

Nach der anfänglichen Enttäuschung bin ich jetzt ganz zuversichtlich und freue mich auf den ersten Einsatz.

 

Ich wünsche Ihnen vorerst einen wundervollen Frühling und freue mich, wenn Sie demnächst mit mir Trischen entdecken. Auch, wenn in diesem Jahr Alles etwas anders ist als sonst.

Eine Insel mit dem Namen „Zuhause“

Liebe LeserInnen, Sie vermuten schon richtig: Ich bin immer noch zuhause in Mildstedt und noch nicht auf Trischen.

Nach den anfänglichen Problemen mit der Schleuse, führen in der Zwischenzeit die Einschränkungen durch den Coronavirus zu einer erneuten Verzögerung. Der Hafenbetrieb ist vorerst bis Ende April eingestellt.

Das bedeutet, dass das Versorgungsschiff „Luise“ nicht ausfahren kann und ich entsprechend nicht nach Trischen komme.

Zur Zeit ist noch nicht ganz klar, wie die Trischensaison in diesem Jahr aussehen wird. Der NABU, die Nationalparkverwaltung und einige ehemalige TrischenwartInnen stehen dazu in engem Austausch. Wir werden hoffentlich in den kommenden Tagen zu einer sinnvollen Entscheidung und einem guten Ergebnis kommen. Denn ein Aufenthalt auf Trischen ist eben maßgeblich von einer zuverlässigen Versorgung vom Festland abhängig.

Und so bleibe auch ich vorerst auf der kleinen Insel mit dem Namen „Zuhause“.

Diesmal bleibe ich lieber zurückhaltend mit meinen Voraussagen von welcher Insel aus ich das nächste Mal schreiben werde. Ich halte Sie aber wie gewohnt auf dem Laufenden und wünsche Ihnen bis dahin wunderbare Frühlingstage und natürlich gute Gesundheit!

Ein paar Tage…

…wird sich die Überfahrt nach Trischen wohl noch verzögern.

Die letzten Tage vor der Überfahrt sind wohl für alle Vogelwarte und Vogelwartinnen äußerst spannend. Wann ist es soweit? Schon Morgen? Oder doch erst später?

Meistens erfolgt die Überfahrt einige Tage nach dem offiziellen Beginn am 15. März. Schließlich muss alles passen: wenig Wind, günstige Tidezeiten, Schleusenbetrieb, Einsatzbereitschaft der „Luise“ usw. Auch ich sitze gespannt auf gepackten Taschen und muss mich wohl noch etwas gedulden. Diesmal ist der Grund, dass die Schleuse in Meldorf noch nicht einsatzbereit ist.

Die Versorgungsfahrten hat Axel Rohwedder bisher immer von Friedrichskoog aus erledigt. Der Hafen dort wird jedoch seit 2015 nicht mehr ausgebaggert, so dass er mittlerweile stark versandet ist. So kam Axel im letzten Jahr oft nicht mehr gut aus dem Hafen raus bzw. rein. Daher wird die Trischenversorgung ab diesem Jahr komplett vom Meldorfer Hafen aus passieren, wo die „Luise“ schon abfahrtbereit im Wasser liegt.

Und so kann ich noch einige Tage die Meisen, Stare und Feldsperlinge in meinem Garten beim beziehen der Nistkästen beobachten und mich weiter auf die bevorstehende Zeit auf Trischen freuen.

Das nächste Mal, und hoffentlich sehr bald, melde ich mich dann aus der Hütte…

Es kann losgehen