Wattenmeer Beiträge

Sensation am Spülsaum: Ein Gruß von der „Gottfried“?

Moin zusammen,

Nachdem es hier im Blog lange ruhig war, geht es jetzt Schlag auf Schlag und ich muss direkt von einer Sensation berichten!

Bei meinem heutigen morgendlichen Kontrollgang am Nordweststrand ist mir schon von Weitem etwas aufgefallen, das im ersten Sonnenlicht seltsam golden schimmerte. Als ich näher heranging, traute ich meinen Augen kaum: Halb im Schlick vergraben lag ein massiver, quaderförmiger Block aus gelbem Sandstein, übersät mit verwitterten Zeichen, die selbst für mich als Laien eindeutig wie Hieroglyphen anmuten.

Ich wusste bereits aus Erzählungen von Axel von der „Gottfried“, einem Schiff, das 1822 mit einer Ladung ägyptischer Altertümer direkt vor unserer Küste versank. Es scheint, als hätte das Wattenmeer nach über 200 Jahren nun tatsächlich einen Teil dieser Schätze wieder freigegeben.

Ich habe sofort Fotos an die Expert:innen in Kairo geschickt. Die Rückmeldung kam prompt: Der Fund wurde soeben offiziell bestätigt! Es handelt sich zweifelsfrei um ein Stück aus der Ladung der Gottfried. Da die deutschen Behörden bei der Rückführung von Kolonialgütern – der Freiherr nannte sie damals ja diskret „Geschenke“ – oft etwas zögerlich agieren, stehe ich bereits in direktem Kontakt mit dem Antikenministerium in Ägypten für eine unbürokratische Heimkehr des Fundes.

Ich werde euch über den weiteren Verbleib und das Vorgehen selbstverständlich auf dem Laufenden halten!

Nachtrag 13:08 Ich hoffe sehr, dass sich die Bergung dieses Artefakts nicht mehr länger verzögert. Seit ich den Sarkophag berührt habe, geschehen auf der Insel merkwürdige Dinge und die Vögel verhalten sich äußerst seltsam, so konnte ich sogar Möwen aufnehmen, die angefangen haben, rückwärts zu rufen.

In meinem Hinterkopf hallt ständig die Warnung von Axel wider: „Fass nichts an, von dem du nicht sicher weißt, was es ist!“

Trischen, den 1. April 2026