Bleimunition Beiträge

Wissenschaftler fordern Verbot bleihaltiger Jagdmunition

In einem offenen Brief fordern 75 Wissenschaflter aus Europa und der ganzen Welt das Ende bleihaltiger Jagdmunition. Adressaten sind aktuell vor allem die Mitgliedsstaaten der Europäischen Unition, die am 3. September über ein Verbot von Bleischrot in Feuchtgebieten abstimmen. Den offenen Brief können Sie auf dieser Internetseite (http://www.europeanscientists.eu/open-letter-2020) im englischen Original lesen, hier veröffentlichen wir eine deutsche Übersetzung.

Bleihaltige Jagdmunition endlich verbieten!

Bleihaltige Jagdmunition endlich verbieten!

+++ Update: Abstimmung auf den 3. September verschoben! +++

Durch den Druck des NABU und anderer Verbände auf die Bundesregierung im Vorfeld der geplanten Abstimmung über ein EU-weites Verbot von Bleimunition für den 15. Juli 2020 hat Julia Klöckner ihre Blockadehaltung aufgegeben. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) wollte dem Verbot aber nur zustimmen, wenn sich das Bundesumweltministerium bereit erklärt, die Übergangsfrist für die neue Regelung von zwei Jahren auf drei Jahre zu verlängern. Zähneknirschend hatte Svenja Schulze dem Kompromiss zugestimmt.

Blei auch in Jagdmunition verbieten!

Blei auch in Jagdmunition verbieten!

Am 27. Juli hat Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes vorgelegt, der unter anderem „die Bleiabgabe an die Umwelt verringern“ soll. Warum denn nur verringern und nicht vollständig verbieten? Wie schon bei der Diskussion um ein EU-weites Verbot von bleihaltiger Schrotmunition, das aufgrund der lange von Klöckners Ministerium erzwungenen Enthaltung Deutschlands um weitere Monate verschleppt wird, wird auch hier wieder der Tierschutz als Begründung vorgeschoben.