Nun sind die Nashörner dran…

Heute ist es sehr hektisch hier: Wir wirbeln über die Flure, hetzen von Committee zu Committee, besuchen wichtige Side Events. Unter anderem konzentrieren wir uns auf die Nashorn-Events – die Dickhäuter kommen wohl ziemlich zeitgleich mit den Elefanten nächste Woche zur Verhandlung.
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Foto: Ann und Steve Toon

Ein Antrag von Swasiland liegt vor – es geht um den Verkauf von Lagerbeständen und die Enthornung von Nashörnern. Aber wir sind vorbereitet und gut munitioniert dank unserer Kollegin Dr. Barbara Maas, die kurz vor der Eröffnung der CITES-Konferenz die neueste NABU-Studie (Pointless: A quantitative assessment of supply and demand in rhino horn and a case against trade) vorgestellt hat.

Diese Analyse zeigt, dass die weltweite Nashorn-Population nicht annähernd ausreichen würde, um die enorme Nachfrage an Horn durch solche Maßnahmen, wie Swasiland sie vorschlägt, zu befriedigen. Den Markt mit legalem Horn zu fluten ist aber eines der Hauptargumente der Handelsbefürworter. Die Ergebnisse der Studie zeigt aber eindeutig: Ein solches Szenario ist nicht realistisch!! Damit möglichst viele Delegierte, Mitstreiter und Medienvertreter davon erfahren, haben wir die Studie hier in Johannisburg drucken lassen und verteilen seit Tagen, was das Zeug hält. Wir hoffen, dass Barbaras Berechnungen auch die letzten Zweifler überzeugen können!
Claudia Praxmayer

Claudia Praxmayer

Expertin Internationaler Artenschutz
Claudia Praxmayer

2 Kommentare

Silvia Klein

07.10.2016, 12:00

Hallo liebe NABU-Mitstreiter, es erschüttert mich, wenn ich lese auf welche abstrusen Ideen Menschen kommen um die Gier nach Geld und Macht zu befriedigen. Es treibt mir Tränen in die Augen und lässt mein Herz bluten bei dem Anblick von getöteten Elefanten und Nashörnern. Der "Ausverkauf" der "Big Five" scheint bereits beschlossene Sache zu sein für die Großen und Mächtigen Männer und Frauen an der Spitze der verantwortlichen Regierungen. Was können wir tun um diesen Wahnsinn zu stoppen? Der Mensch ist ja noch nicht einmal bereit im eigenen "Lager" Friede zu halten, wie soll es dann Friede mit der Natur geben können? Wir haben nur diese eine Erde die uns trägt und uns allen ob Mensch, Tier oder Pflanze alle Möglichkeiten für ein gutes Leben bietet. Kämpfen wir gemeinsam dafür, dass es zu einem Umdenken kommt bevor der Mensch sich selbst seinen Lebensraum und den von Tieren und Pflanzen unwiederbringlich zerstört hat. Ich möchte Euch allen danken , die Ihr Euch für den Erhalt unserer Natur mit allem einsetzt was Ihr einbringen könnt. Ich bin auch Mitglied des NABU und werde vor Ort mein bestes tun um Euch zu unterrstützen. Herzliche Grüße und ein gutes Gelingen für alle weiteren Projekte wünscht Euch Silvia Klein

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Claudia Praxmayer

Claudia Praxmayer

07.10.2016, 15:43

Hallo Silvia, danke für Deine netten Worte! Es IST erschütternd - Du hast absolut Recht! Dennoch durften wir auf dieser Konferenz auch Vieles erleben, das Hoffnung macht. Zum Beispiel die Zusammenarbeit von NGOs aus der ganzen Welt. Alle ziehen an einem Strang, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Oder das Umdenken (und Umschwenken) einiger Nationen: Der Umweltminister von Botswana kam angereist um den Delegierten zu berichten, dass Botswana, egal wie die offizielle Entscheidung zum Elfenbeinhandel ausgehen würde, für weitere 20 Jahre den Handel freiwillig aussetzt! Dieses Statement von einer Nation, die wir früher eher als "Nutzer", denn als Schützer gesehen haben... DAS sind die Dinge, die zuversichtlich stimmen, dass wir es doch irgendwie schaffen können. Gemeinsam. Danke für Deine Unterstützung! Liebe Grüße Claudia

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