
Moin!
Mein Name ist David Grupp und ich habe das große Glück, 2026 als Naturschutzwart auf der Insel Trischen arbeiten zu dürfen. Die Möglichkeit, an diesem besonderen Ort zu leben und tätig zu sein, bedeutet für mich eine große persönliche, aber auch fachliche Bereicherung.
Meine Faszination für das Wattenmeer und die Küste hat sich vor allem durch meine mehrjährige Mitarbeit im Artenhilfsprojekt für die Lachseeschwalbe im Neufelderkoog entwickelt. Dort habe ich das Wattenmeer als dynamischen und zugleich äußerst sensiblen Lebensraum intensiv kennen- und schätzen gelernt.
Nach einem holprigen akademischen (Nicht-)Werdegang war ich in verschiedenen Bereichen des praktischen Naturschutzes, der Forschung und der Umweltplanung tätig. Besonders wichtig ist mir dabei die direkte, naturschutzfachliche Arbeit in und mit der Natur.
Neben der Vogelwelt interessieren mich vor allem Nachtfalter, mit deren Bestimmung ich mich auch in meiner Freizeit sehr gerne beschäftige. Außerdem begeistern mich Citizen-Science-Ansätze („Bürger:innenwissenschaft“) sowie moderne Methoden der Tier- und Pflanzenerfassung, die ich als große Chance für den Naturschutz sehe.
Trischen empfinde ich als einen einzigartigen Ort, an dem sich Schutz, Forschung und das Leben und Arbeiten in der Natur auf besondere Weise verbinden. Ich freue mich sehr darauf, meinen Beitrag zum Erhalt dieses besonderen Lebensraums zu leisten und meine Zeit in den Dienst dieser Insel und ihrer tierischen Bewohner zu stellen – und natürlich darauf, wenn ihr mich in dieser spannenden Zeit über den Trischen-Blog begleitet.
Zur Insel Trischen: Die Insel gilt als „Perle des Nationalparks“ und liegt etwa 10 km vom Dithmarscher Festland entfernt, mitten in der Nationalparkzone 1 des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeers. Das Besondere an Trischen ist, dass sich die dort vorkommenden Organismen und ihr Lebensraum, ganz nach dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“, frei und ungestört entfalten können – ein Zustand der weltweiten Seltenheitswert erreicht hat. Um dies zu gewährleisten, bedarf es zum Betreten Trischens einer Ausnahmegenehmigung. Nur einem*einer Vogelwart*in ist es gestattet von Mitte März bis Mitte Oktober auf dem kleinen sichelförmigen Eiland zu leben.
Ich freue mich sehr über euer Interesse an meiner Arbeit und diesem faszinierenden Ort. Falls euch bestimmte Themen rund um Trischen besonders interessieren oder ihr Fragen habt, schreibt sie mir gerne ins Gästebuch oder in die Kommentare der kommenden Beiträge – ich werde versuchen darauf einzugehen!