Milchviehbetrieb Beiträge

Ein Tag in Ellershausen – Einblick in Milchviehbetrieb und Imkerei

Nach der ersten erfolgreichen Nacht auf der Burg machten wir uns früh auf den Weg nach Ellershausen. Willi mag Ellershausen, aber wandern nicht. Dennoch ging es zu Fuß los um die sieben Kilometer hinter uns zu bringen. Einmal von der Burg Hessenstein quer durch das Naturschutzgebiet, hatten wir Zeit uns besser kennen zu lernen. Schnell begann eine große Rätselrunde die einige Teilnehmer noch bis zum Ende des Tages beschäftigte.

Wanderns durchs Lengeltal

Nach einer Lunchpause in der Nähe der Streuobstwiesen erreichten wir um ca. 13.00 den Hof von Judith. Sie betreibt einen konventionellen Milchbetrieb, der aber mit relativ wenig Kühen und alternativen Methoden einen etwas unkonventionellen Weg einschlägt. Sie verarbeitet Ihre Milch zu Käse, hält nur so viele Kühe wie ihr Land versorgt und arbeitet ständig an Verbesserungen für die Kühe. Zum Abschluss der ausgiebigen Hofführung gab es für uns dann noch eine Käsekostprobe, bevor es weiter zur Imkerin Karin ging.

Kälber streicheln

Bei Karin hatten wir erst einen kurzen Einblick in ihre Arbeit bekommen, bevor es zu den Bienenvölkern ging. Sie zeigte uns den Aufbau von Bienenwaben und lud uns zu einer Honigkostprobe ein. Dann ging es in den Garten um noch die Bienenvölker zu bestaunen.

Honigverkostung

Vielen Dank noch an Karin für den Honig und an Judith für den Käse und die Milch!

Dienstag ist Draußen-Tag

Liebes Tagebuch,

nachdem wir uns beim Frühstück gestärkt hatten und uns in den Bus gepflanzt haben sind wir zum Bauernhof gefahren. Die Hauptattraktion des Milchviehbetriebs war die Katze. Die Milch und der Käse waren aber auch ganz nice, die Kühe waren chillig drauf und sind übrigens 1,55m groß.

Nachdem wir uns mit dem Käse gestärkt hatten sind wir zur Streuobstwiese gewandert. Die Wiese war allerdings weniger eine Wiese und mehr ein Abhang. Für die Pause hat es aber gereicht.

Danach ging es ans Äpfelpflücken und auf Bäume klettern. Eine Stunde und 8 Säcke Äpfel später haben wir uns dann auf den langen, steinigen und schweren Weg zurück zur Burg gemacht. Auf dem Weg gab es einige Komplikationen. Ein Schaf, Kreuzungen und Bäume. Schon nach kurzer Zeit war die Gruppe zerrissen. Dennoch kamen alle mehr oder weniger an.

Die Säcke und Körbe sind voller Äpfel

Spaß beim ernten

Gestärkt von der Erholungspause, begann der lange, schwierige und kernige Prozess des Apfelsaftpressens. Waschen, Schreddern, Pressen und ABKOCHEN. Letzteres zog sich bis in den späten Abend und raubte uns den letzten Nerv. Nach dieser schweren Geburt wurden uns die Apfesaftbeutel einfach entrissen – wie die Kälber den Milchkühen. (Update: Drei Tage später und wir wissen immer noch nicht wo die Beutel hin sind.)

Apfelsaft erwärmen und umfüllen in Bag-in-Boxes

Vollkommen erschöpft von diesem emotional auslaugenden Tag, fielen wir alle ins Bettchen.

Deine Hemdenhexenhelden.

(Update #2: Die Beutel lagen die ganze Zeit unter dem Tisch.)