BFD Beiträge

Seminar zur politischen Bildung im Bayerischen Wald

Eine Woche lang trafen sich 70 Bundesfreiwillige im Natur- und Tierschutz im Bildungsszentrum Spiegelau, um gemeinsam das politische Bildungsseminar zu besuchen. Für die meisten war der erste Tag mit einer langen Anreise verbunden und jeder war froh, als er pünktlich zum Abendessen im Haus ankam. Den ersten Abend verbrachten wir mit Kennenlernspielen und einem NABU-Quiz, wo vier Gruppen um den Sieg kämpften und allerhand Wissenswertes rund um den NABU, die NAJU und den BFD erfuhren.

Kennenlernspiele

Kennenlernspiele in der Großgruppe.

 

Mitmachen beim großen NABU-Quiz.

 

Während der nächsten Tage konnten sich die Bundesfreiwilligen für vier verschiedene Themenbereiche unterscheiden, mit welchen sich dann beschäftigt wurde. Zur Auswahl standen: „Natur Natur sein lassen“ – Nachhaltiges Wirtschaften am Beispiel Nationalpark Bayerischer Wald, Nachhaltiges Leben – was heißt das für uns? Auch International gesehen, Prima Klima und Nachhaltiges Leben – ökologisch und ökonomisch. Jede Gruppe erarbeitete sich ihre Themenschwerpunkte und beschäftigte sich dann damit.

Abends gab es dann immer ein vielfältiges Freizeitangebot. So standen jede Menge Tischkicker, Billardtische, Spiele und auch Fernseher zur Verfügung. Wer wollte konnte einen Fotokurs besuchen und in der Hauseigenen Dunkelkammer Fotos entwickeln lernen. Auch das Tanzbein wurde geschwungen, so führte uns einer der Refernenten in die Kunst des Tango tanzens ein. Der „Storchenkoffer“ der NAJU wurde an einem Abend vorgestellt und einige Stationen konnten selbst ausprobiert werden.

Ausflüge in den Nationalpark, mit viel Wissenswerten Informationen standen ebenfalls auf dem Tagesprogramm.

 

Auf der Suche nach Luchsen im Freiwildgehege des Nationalparks.

 

Auch die Wölfe bekamen wir zu Gesicht.

 

Auf winterlicher Exkursion im Nationalpark.

 

Zum Abschied bauten einige noch eine kleine Schneekatze am Bahnhofsgelände. So ging eine Ereignis- und schneereiche Woche zu Ende.

 

Mein BFD im Naturschutz-Zentrum Bergstraße

Naturschutzzentrum Bergstraße – jeder, egal ob groß oder klein, hat etwas anderes im Kopf, wenn er den Namen meiner Einsatzstelle hört.

Für die kleinen Menschen unter uns ist es ein Ort, an dem wunderbare Dinge geschehen, ein Ort an dem sie Abenteurer erleben dürfen, ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, neue Dinge dazulernen und dabei  die Natur in ihrer ganzen Schönheit erleben.

Ihre Eltern, Omas und Opas treffen auf einen Raum zur Erholung und Entspannung, lehnen sich zurück, während ihre Kinder und Enkelkinder herumtoben und genießen die Natur bei einer Tasse Kaffee.

Aber auch interessierte und engagierte Leute finden im Naturschutzzentrum ihren Platz.  Mit interessanten Kursangeboten, Fortbildungen und Vorträgen ist für jeden Kenner und Neugierigen etwas geboten.

NZB mit Luftballons

Ich darf Teil des Ganzen sein. Ein Jahr lang begleite ich, schaue zu, lerne, organisiere und plane mit.

Der wohl größte und spannendste Teil meiner Arbeit liegt in der Teilnahme bei den Ferienspielen.  Während der hessischen Ferien kommen jede Woche viele Kinder zu uns, die von morgens bis nachmittags, begleitet von Ritualen, freien Spielen und Tagesangeboten, betreut werden. Jeden Morgen wird ein schönes Frühstück gerichtet, anschließend folgt eine kurze Besprechung für den Tag und dann geht es für die Kleinen mit ihren Abenteuern los. Während sich die einen auf unserem Außengelände austoben, verschwinden andere in unserem Werkraum, wieder andere gehen an unserem kleinen Teich keschern oder finden sich an unserer Feuerstelle ein, um einen Löffel zu schnitzen. Die ganz Fleißigen kommen zu mir in die Küche und helfen beim Kochen des Mittagessens. Nach einer wohlverdienten Stärkung gibt es noch eine Auszeit mit kleinen Geschichten,  bevor die Kinder wieder ihrem Belieben nachgehen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ehe die Eltern ihre Jungen und Mädchen  abholen findet noch eine Abschlussrunde statt, bei der jeder von seinen schönsten Erlebnissen des Tages berichten darf.

Abgesehen von den Ferienspielen werden im Naturschutzzentrum auch zahlreiche Kindergeburtstage veranstaltet, bei denen ich meine eigens zusammengestellten Angebote anbieten darf,  um das Geburtstagskind und dessen Gäste  zu erfreuen.

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Viele bekannte Gesichter begegnen mir auch wenn sich Schulklassen oder Kindergartengruppen zu einem Programm anmelden. Wenn eine solche Gruppe auf unserem Gelände zu Besuch ist, bekommt sie passend zu ihrem ausgewählten Thema ein pädagogisches Programm. In diesem Rahmen unterstütze ich häufig die Referenten bei ihrem Vorhaben und lerne dabei selbst immer wieder noch etwas dazu.

Auch gibt es, auf das ganze Jahr verteilt, Feste und Aktionstage für die gesamte Öffentlichkeit. Wir vermieten aber auch das Haus und das Gelände für besondere Anlässe,  zum Beispiel  für eine Hochzeit oder ein besonderes Jubiläum, bei denen ich als Servicemitarbeiterin mitarbeiten oder im Voraus zum Organisieren und  zur Unterstützung tätig sein darf. Im Büro gibt es für mich immer etwas zu tun. Gerade beispielsweise sitzen wir an unserem neuen Programm für 2016, wobei ich helfe Kontakte herzustellen, Termine zu koordinieren und vieles mehr. Aber auch außerhalb des Programms gibt es stets etwas zu organisieren, an welcher Stelle ich gerne mitarbeite.

Im Großen und Ganzen bietet meine Einsatzstelle eine weite Bandbreite an Möglichkeiten und ich bin immer noch sehr froh hier sein zu dürfen.

Bilder und Text: Janina Hördt

BFD-Kurs „Praktischer Natur- und Tierschutz“

Die Pflege von Biotopen und konkrete Hilfen zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten stehen im Mittelpunkt des BFD-Kurses „Im Einsatz für die Natur – Praktischer Natur- und Tierschutz“ vom 9.-13. November 2015 auf der Jugendburg Hessenstein. Wir bauen Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten und erfahren, wie man blumenreiche Wiesen durch praktische Pflegearbeiten erhalten kann.

BFD-Kurs "Praktischer Natur- und Tierschutz" - Foto: Sebastian Weigand

BFD-Kurs „Praktischer Natur- und Tierschutz“ – Foto: Sebastian Weigand

Bei einem Besuch im Wildtierpark Edersee lernen wir die Bedeutung von Öffentlichkeitsarbeit für den Schutz wilder Tiere kennen. Eine NABU-Wolfsbotschafterin erzählt uns von der Rückkehr der  Beutegreifer nach Deutschland. Bei einer Exkursion in die Arche-Region Frankenau erhalten wir einen Einblick in die Planung der Landschaftspflege. Wir erfahren auch, was Naturschutz mit Regionalvermarktung zu tun hat und warum Gifteinsatz in der Landwirtschaft der biologischen Vielfalt schadet.

Wir berichten nächste Woche im Blog „live“ von der BFD-Fortbildung im waldreichen Nordhessen.