Rückblick auf das vergangene Seminar „Aktionen für die Umwelt“

Straßenaktion zur Rückkehr von Wolf und Bär

Eine Woche ist es nun her, dass wir in der Gießener Innenstadt eine Straßenaktion mit Infostand zur Rückkehr der großen Beutegreifer Wolf und Bär nach Deutschland durchgeführt haben. Während unserer Seminarwoche in der Jugendherberge Wetzlar, haben wir die Aktion akribisch vorbereitet. Mit Filmen und Recherche wurde das Thema vertieft, sodass die Bürger umfassend über die scheuen Wildtiere aufgeklärt werden konnten. Die Gießener zeigten sich interessiert und offen gegenüber der Rückkehr der großen Prädatoren.

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Fleißiges Recherchieren für die Aktion

Wir haben für euch nun ein paar Infos zusammengestellt:

Vor 150 Jahren wurden die Wölfe in Deutschland ausgerottet. Seit etwa 16 Jahren siedeln sie sich wieder in ihrer alten Heimat an. Derzeit leben 40 Rudel – insgesamt um die 350 Einzeltiere – vorwiegend im Osten des Landes. Doch auch Hessen wurde schon von einzelnen Wölfen durchstreift. Im Jahr 2011 wurde ein Wolf bei Gießen angefahren und später im Westerwald illegal von einem Jäger geschossen. Auf der A5 bei Frankfurt am Main wurde 2015 ein Wolf überfahren. Die Bundesfreiwilligendienstler klärten auf, dass der Wolf sich in der Kulturlandschaft des Menschen zurechtfindet und daher keine großen zusammenhängenden Waldgebiete zum Überleben braucht.

Der letzte Bär in Deutschland seit über 170 Jahren war 2006 Bär „Bruno“. Das Tier hielt sich in Bayern auf und wurde durch das Anfüttern der Menschen zum „Problembären“ deklariert und bereits nach kurzer Zeit zum Abschuss freigegeben. Bisher kam kein weiterer Bär nach Deutschland, doch eine Zuwanderung von Braunbären ist durch größere Populationen in Italien und der Schweiz möglich.

Fleißiges Flyerverteilen

Fleißiges Flyerverteilen

An unserem Stand  wurde Infomaterial und eigens gestaltete Flyer ausgegeben. Für Kinder gab es kindgerechte Wolfscomics, Buttons und Kinderschminken. Einige Freiwillige machten in Kostümen als Wolf, Bär und Rotkäppchen auf die Aktion aufmerksam. Mit Kamera und Tongerät wurden Interviews geführt und aufgezeichnet. Insgesamt wurde die Aktion von der Bevölkerung gut angenommen, sodass wir ein positives Fazit ziehen konnten.

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Interssierte Bürger an unserem Stand

 

Vera Börner

Vera Börner

BFD-Fortbildungsleiterin
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