Noah auf dem Heimweg

Endlich!
Das Männchen Noah, das im vergangenen Jahr bei Ulrichstein brütete, hat sich am am Vormittag des 14.02.1017 auf den Heimweg gemacht und die Extremadura verlassen. Dort hielt er sich seit dem 14. Oktober 2016 auf. Am 14. Februar legte er rund 160, am 15. Februar knapp 70 Kilometer zurück.
Die ersten Rotmilane konnten zuletzt wieder in Hessen festgestellt werden, so dass es langsam für alle unsere Sendervögel (Isolde, Neptun und eben Noah) Zeit wird, in das Brutgebiet zurückzukehren.
Ob Noah weiß, dass im Vogelsberg derzeit noch immer Schnee liegt?

 

Rotmilan-Männchen Noah am Tag seiner Besenderung am 22.06.2016. Um die Fotos zu vergrößern, klicken Sie bitte auf eines der Bilder.

Maik Sommerhage

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Referent für Vogelschutz
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5 Kommentare

Gerda Schwack

17.02.2017, 20:07

Auch in meinem Heimatort Meßkirch und Umgebung sind die Rotmilane wieder da. Im Landkreis Sigmaringen und im angrenzenden Kreis Tuttlingen beobachte ich in den letzten Jahren eine steigende Population dieser wundervollen Vögel. Es würde mich interessieren wo die Rotmilane den Winter verbringen und würde mich über eine Information sehr freuen!

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Maik Sommerhage

Maik Sommerhage

18.02.2017, 10:20

Guten Morgen! Schön, dass die Milane auch bei Ihnen langsam wieder zurückkehren. Ein ganz überwiegender Teil der Rotmilan-Population überwintert in Spanien, daher vermutlich auch die aus dem Raum Sigmaringen. Wo genau jedoch "Ihre" Vögel überwintern, wird man wohl nur herausbekommen, wenn man die Vögel auch besendert.

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Amy C. Schenk

20.02.2017, 10:48

Dann bin ich gespannt, wann wir wieder Rotmilane hier in der Vorrhön (Umgebung von Bad Hersfeld, Hessen) sehen dürfen! Ich sehe aber mit Sorge, dass die Population der Krähen und Kolkraben ins Unermäßliche steigt. So große Schwärme von ihnen hatten wir bisher nicht. Sie machen auch den Raubvöglen das Leben schwer und attackieren sie.

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Charlie Meyer

21.02.2017, 15:08

Sehr geehrte Damen und Herren, ich find es ganz nett, zu wissen, wo die Vögel gerade sind und wie es ihnen geht, bin aber der Meinung, dass das zu weit geht. Der Sender scheuert bestimmt auch. Unter dem Sender könnte sich Wasser sammeln und so auch Schimmel. Obendrein finde ich, dass die Forschung die Tiere nicht stören darf, und dass man NIEMALS einen Horst erklimmen und JUNGVÖGEL HERAUSNEHMEN DARF. Wie leicht gehen eigentlich die Sender ab (hat der Vogel die Möglichkeit, den Sender abzustreifen? Ich bin gespannt auf Antworten. (wenn welche kommen.) Charlie Meyer

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Maik Sommerhage

Maik Sommerhage

21.02.2017, 23:10

Guten Abend, vielen Dank für Ihre Nachricht! Allerdings geht es nicht einzig und allein darum zu wissen, wo die Vögel gerade sind, sondern vielmehr vielfältige Informationen zu sammeln, die das Leben der Rotmilane betreffen. Das ist einzig durch Sichtbeobachtungen oder aber Beringungen nicht möglich. Im ersten Beitrag zum Blog aus dem August 2016 wird beschrieben, um welche Fragestellungen es im Rahmen des Projekts geht. Der Fang der Altvögel, keine Jungvögel, wurden von einer Tierschutzkommission genehmigt, also detailliert zum Wohle der Vögel über Für und Wider diskutiert. Und zu guter Letzt: Das Verfahren der Besenderung, das sich in den letzten Jahren auch bei weiteren Vogelarten etabliert hat, hat bis dato zu keinerlei Verlusten bedingt durch die Sender geführt. Natürlich werden im Rahmen des Blogs zunächst einmal Informationen präsentiert, wo sich die Vögel gerade aufhalten, die wissenschaftlichen Auswertungen folgen im Detail, wenn alle Vögel wieder im Brutgebiet sind. Mit freundlichen Grüßen M. Sommerhage

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