Anmerkungen zum Storchenzug
In den Kommentaren gab es mehrere Fragen zum Zugverhalten der Störche. Das Zugverhalten ist den Störchen angeboren. Da die Jungstörche zumeist zwei Wochen früher als ihre Eltern losziehen können sie die Route nicht von ihnen erlernen. Die Jungen „wissen“ aber dass sie nach Süden ziehen müssen. Dann Treffen sie auf Weißstörche die bereits unterwegs sind, z. B. weil sie nicht gebrütet haben oder ihre Brut verloren haben. In einer solchen Gemeinschaft gelangen sie in ihre Winterquartiere im Westen oder im Osten und „erlenernen“ den genauen Zugweg. In Deutschland brüten west- wie ostziehende Störche. Deshalb kann es vorkommen, dass der Nachwuchs von ostziehenden Eltern auf die Westroute gelangt und umgekehrt.
Bei Altstörchen ist der Zugweg festgelegt. Dennoch kann es wie im Falle von Eva passieren, dass ein ostziehender Storch zunächst in einer Gruppe von Westziehern ein kleines Stück auf der „falschen“ Route mitzieht. Nach kurzer Strecke wechseln sie die Richtung und sie fliegen in ihre „richtige“ Zugrichtung.
Weißstörche ziehen meist in Gruppen, die aus einigen hundert Individuen bestehen können. An den sog. Flaschenhälsen ihrer Zugroute, wie am Bosporus, an der Straße von Gibraltar oder in Israel können diese Trupps einige zehntausend Individuen stark sein.

