Michael Beiträge

Die Heimreise beginnt

Bei uns erreichen schon die ersten Weißstörche ihre Nester. Dabei kann man nur vermuten, wo sie den größten Teil des Winters verbracht haben. Vielleicht gehören sie auch zur immer größer werdenden Zahl der Störche, die im Brutgebiet überwintern. Zumindest waren sie nicht in Afrika. Vielleicht waren sie auch nur einige hundert Kilometer nach Süden geflogen und haben in Frankreich überwintert. Eines ist sicher – ihre Zahl nimmt offenbar stetig zu.

So mancher wird sich bei Blick aus dem Fenster fragen: Wie kommen die bei Eis und Schnee hier bei uns durch. Kälte macht den Störchen nichts aus. Nur die Futtersuche wird schwierig. Aber die Störche können ohne Probleme eine Zeit lang hungern. Und wenn es zu lange so kalt bleibt, ziehen sie einfach wieder ein Stück nach Süden.

Die ersten unserer Senderstörche sind zum Heimzug gestartet. Sie werden noch gut 6 Wochen benötigen, bis wir sie auf ihren Nestern begrüßen können.

Michael bleibt im Tschad

Zunächst schien es so, dass sich Michael schon auf den Heimflug gemacht hatte. Er flog vom Logone Fluss gut 260 Kilometer nach Osten, ganz in die Nähe des Lac Fitri. Aber für den Heimzug ist es noch zu früh. Er ist einige Kilometer nach Südwesten umgekehrt und hält sich seit Montag (22. Jan.) gut 120 Kilometer südwestlich des Fitri auf. Das ist eine von trockenen Flusstälern durchzogenen Savannenlandschaft.

Michael und Arthur im Tschad See

Michael und Arthur waren eine lange Zeit lang gemeinsam im nördlichen Teil des Tschad Sees. Ob sie im gleichen Trupp herumvagabundiert sind, kann ich aus den Daten nicht erkennen. Ihre Ortungen vom 4. Januar lagen immerhin nur 8 Kilometer weit auseinander. Wahrscheinlich fliegen dort mehrere große Storchentrupps umher.

Arthur verließ das Gebiet bereits am 7. Januar und zog nach Süden. Am Dienstag meldete er sich dann 30 Kilometer nordöstlich von Maiduguri. Das ist die Provinzhauptstadt der nigerianischen Provin Borno, die eine traurige Berühmtheit erlangt hat. Hier hält er sich in einer feuchten Flussniederung auf.

Michael zog es erst vorgestern (17. Januar) nach Süden. Er flog zunächst 180 Kilometer nach Süden, um dann am nächsten Tag nach Südost abzubiegen und den Nordzipfel von Kamerun zu überqueren. Gestern ist er am Logone Fluss gelandet. Hier ist es schon sehr grün.

Nichts Neues bei Michael

Michael befindet sich wie in jedem Jahr im nördlichen Teil des Tschadsees. Auch Arthur dürfte sich dort noch immer befinden, obwohl wir keine Meldungen von ihm bekommen. Aber das kennen wir ja schon aus den Vorjahren. Das nördliche Tschadseebecken scheint ein sehr guter Rastplatz für unsere Störche zu sein, denn sie müssen nicht so weit umher streifen, um an Futter zu gelangen.

Michael und Arthur im gleichen Schwarm?

Michael und Arthur scheinen sich im gleichen Schwarm aufzuhalten. Vorgesten (22. Nov.) um 9:00 Uhr lagen ihre Ortungen nur gut 40 Meter auseinander. Danach flogen offenbar beide parallel nach Norden. Allerdings allein werden sich die beiden dort nicht getroffen haben, vielmehr rasten wahrscheinlich hunderte, wenn nicht tausende Störche im gleichen Gebiet.

Nichts Neues von Michael

Michael hält sicher weiter im nördlichen Teil des Tschadsees auf.

Michael in Nigeria

Michael ist weiterhin in seinem Überwinterungsgebiet unterwegs. Heute hat er sich mal wieder gemeldet, diesmal aus Nigeria, ca. 40 Kilometer von der Grenze zum Tschad entfernt.

Michael ist Ortstreu

Michael hat sich wie Lilly kaum in der Gegend bewegt und ist weiterhin nordwestlich des Tschadsee. Hier ist sein traditionelles Überwinterungsgebiet.

Michael weiter in Nigeria

Von Michael kann ich nicht viel berichten. Er hält sich etwa 90 Kilomter westlich von Arthur mit der Nahrungssuche auf.

Michael in Nigeria

Michael hat sich erneut gemeldet und befindet sich rund 120 Kilometer von der Grenze zum Tschad in Nigeria.