Michael Beiträge

Rast am Lac Fitri

Wie ich vermutet habe, ist Michael in Richtung Lac Fitri weitergezogen. Ein richtiger Vogelzug findet jetzt aber nicht mehr statt, sondern Michael legt meist nicht mehr als 50 Kilometer am Tag zurück. Stattdessen ist fressen angesagt.

Michael im Tschad gelandet

Michael ist neben Gustav unser „dienstältester“ Senderstorch. In jedem Jahr hat er eine fast identische Zugroute genutzt. So ist er auch dieses Jahr wieder in den Tschad geflogen. In drei Tagen hat er die gut 1200 Kilometer lange Etappe über die Nubische Wüste geschafft. Jetzt kann er sich in der Sahelzone erst einmal satt fressen und langsam Richtung Südwesten ziehen. In ein paar Tagen hat er dann die Umgebung des Lac Fitri erreicht.

Michael hat den Nil erreicht

Michael hat am Mittwoch (30. August) in den Morgenstunden den Golf von Suez überquert und Afrika erreicht. Der Golf von Suez ist mit seiner Breite von 30 Kilometern die größe Wasserfläche, die unsere Störche zu bewältigen haben. Dazu kommen noch stetige Winde, die den Überflug zusätzlich erschweren. Bis zum Abend flog Michael in Richtung Nil weiter, den er bei Luxor erreichte. Die Nacht auf Donnerstag verbrachte er in der Wüste nahe Edfu. Gut 360 Kilometer hatte er da an diesem Tag geschafft. Am Donnerstag flog er weiter Richtung Assuan Stausee.

Vor dem Sprung nach Afrika

Michael hat jetzt bereits Syrien, Israel und die Sinaihalbinsel hinter sich gelassen. Am Montag (28. August) überflog er Israel und verbrachte die folgende Nacht in der Negev-Wüste. Dienstagabend hatte er schon die Sinaihalbinsel durchquert und war nahe der Küste bei El Tor gelandet. Am nächsten Tag soll es über den Golf von Suez gehen.

Wenn unsere Störche die Türkei hinter sich gelassen haben, nehmen sie während ihrer Pausen kaum noch Futter auf. Auf diese Weise können sie die nun folgenden Etappen über die Wüstengebiete überwinden. Sie nehmen während dieser Zeit natürlich an Gewicht ab. Das kommt ihnen aber als Segelflieger sehr entgegen, denn leichtere Vögel können auch besser segeln. Sobald sie die Sahelzone im Sudan oder Tschad erreicht haben fressen sie sich wieder ein Fettpolster an.

Michael ist auf dem Weg nach Israel

Michael hat die Türkei in zwei Tagen hinter sich gelassen. Am Donnerstag (24. August) hat er den Bosporus überquert und ist noch 260 Kilometer weit nach Zentalanatolien geflogen. Am nächsten Tag ließ er das Taurus Gebirge hinter sich, um nahe der Mittelmeerküste die Nacht zu verbringen. Am Abend war er schon in Syrien nahe Hama. Am Sonntagmittag (27. August) überflog Michael gerade Damaskus mit Kurs auf den Golan.

Diese Störche starteten am Sonntag bei Gemlik am Südostende des Marmarameeres zum Weiterflug nach Anatolien. Zu Tausenden in großen Trupps überfliegen unsere Störche den Bosporus und das Marmarameer (Foto: F. Arici).

Michael am Schwarzen Meer

Michaels Sender liefert leider nur sehr lückenhafte Daten. Das liegt einerseits daran, dass die Verbindungen zum Satelliten auf diesem Teil der Route in Südosteuropa aus technischen Gründen relativ schlecht sind, aber andererseits an seinem Sender, der schon sieben Jahre alt ist und langsam an Leistung verliert. Michael und Gustav sind unsere „dienstältesten“ Senderstörche. Nun gab es gestern (24. August) wieder eine Ortung von Michael und zwar aus Bulgarien von der Küste des Schwarzen Meeres. Hier ziehen die Störche an der Küste entlang in die Türkei und überqueren dann den Bosporus. Gestern Vormittag dürfte er die Türkei erreicht und im Laufe des Tages auch schon den Bosporus überflogen haben.

Ronja in Frankreich

Am Freitag (18. August) machte Ronja 40 Kilometer von Reims einen Tag lang Pause, offenbar um sich dort auf den abgeerneten Feldern zu stärken. Von Samstag auf Sonntag übernachtete sie östlich von Paris. Am Sonntag flog sie dann eine über 300 Kilometer lange Etappe nach Südwesten bis an den Nordrand des Zentralmassivs. Bis an die Atlantikküste ist es nur noch eine Tagesetappe.

Michael in Polen

Michael fliegt nur langsam nach Südosten. Michael ist zwei Tage lang im Oderbruch geblieben. Am Donnerstag (17. August) ist er dann gut 160 Kilometer südöstlich in Polen geortet worden. Und am Sonntag (20. August) befand er sich in der Nähe von Lodz. Das waren im zwei Tagen nur 200 Kilometer.

Auch Michael ist früh dran

Ohne Partnerin hat es Michael  auch nicht mehr lange in Bargen gehalten. Am Sonntag (13. August)  ist er in Richtung Südosten gestartet. Am Montag (14. August) überflog er Berlin und und landete nachmittags zur Rast im Oderbruch. Dieses Jahr ist Michael fünf Tage früher als im Vorjahr gestartet.

Ronja ist gestartet

Die Jungstörche haben schon vor Tagen die Brutgebiete verlassen. Sie ziehen gut zwei Wochen vor ihren Eltern nach Süden, die meist noch bis Ende August bei uns bleiben.

Nun beginnt auch der Storchenzug für unsere Senderstörche. Als Erste ist Ronja am Donnerstag (10. August) gestartet. Sie startet meist früher als andere Altstörche. Vermutlich hat sie einige Jungstörche im Schlepptau. Zunächst einmal ist sie bis vor die Tore von Bremen geflogen, um dort auf den feuchten Wiesen im Blockland am Flüsschen Wümme einige Zeit zu rasten. Am Montag (14. August) ist sie dann weiter nach Südwesten gezogen. Am Abend hatte sie Belgien erreicht und verbrachte die Nacht wenige Kilometer südlich von Genk.

Michael dagegen ist immer noch in Bargen. Er machte zwar längere Ausflüge, ist aber abends immer am Nest.