Sonja Beiträge

Sonja auf dem Sprung nach Europa

Sonja hatte es am Freitag (22. April) endlich geschafft Anatolien zu durchqueren. Nun sollte es über den Bosporus nach Europa gehen. Dabei nahm sie nicht die kürzeste Verbindung über Istanbul, sondern wollte offenbar das Marmarameer überqueren. Sie musste aber zunächst auf der kleinen Insel Imrali Adasi landen und dort die Nacht verbringen. Am nächsten Tag flog sie nach Westen weiter und traf bei der Stadt Bandirma wieder auf das Festland. Dann versuchte sie über die vorgelagerten Insel das Marmarameer zu überqueren. Sie flog aber über das Wasser weiter nach Westen. Gestern befand sie sich dann nahe den Dardanellen. Hier ist eine weitere Meerenge, die einfach überflogen werden kann.

Die Rückkehr von Sonja verzögert sich immer mehr. Ob sie noch rechtzeitig wieder in Deutschland zurück ist, um erfolgreich zu brüten?

Sonja ist weitergezogen

Sonja ist am Samstag (16. April) nach gut 6 Tagen Rast weitergezogen und hat das Taurusgebirge überquert. Am Abend hatte sie mehr als 220 Kilometer zurückgelegt. Am nächsten Tag waren es dann nur gut 30 Kilometer. Dann machte sie auf Feldern wieder eine Pause.

Sonja hat die Türkei erreicht

Nun gab es wieder neue Ortungen von Sonja. Sie hatte bereits am Sonntag (10. April) die Türkei erreicht. Seitdem rastet sie auf den Feldern östlich der Stadt Hassa. Das liegt gut 40 Kilometer nordöstlich von Iskenderun. Warum sie nicht weiterzieht ist nicht zu erkennen, weil das Wetter in der Region derzeit warm und sonnig ist – also ideal zum Weiterflug.

Endlich ging es weiter

Sonjas Zwangspause am Golf von Sues hatte am Montag (4. April) endlich ein Ende. Sie flog in Richtung Norden und überquerte den Suezkanal. Eine sehr ungewöhnliche Route, die aber durch die schlechten Witterungsverhältnisse zu erklären ist. Nach den uns vorliegenden Informationen von örtlichen Ornithologen herrschte in der Region Ende März bis Anfang April Sturm und Nebel. Das machte den Weiterzug der Störche unmöglich.

Sonja verbrachte die Nacht unweit des Suezkanals bevor es am Dienstag über die Sinaihalbinsel weiter ging. Am Abend hatte sie dann Israel erreicht. Hier rastete sie unweit der Dörfer. Wahrscheinlich suchte sie auf bewässerten Feldern am Rande des Negev nach Futter. Am nächsten Tag zog sie über 430 Kilometer weit bis nach Syrien. Ihre letzte Ortung  stammt vom Sonntag (10. April). Da hatte sie nur noch ein kurzes Stück bis zur türkischen Grenze vor sich.

Sonja steckt fest

Sonja brauchte fast 10 Tage um die gut 1.000 Kilometer von ihrem Rastgebiet im Sudan bis an den Assuanstausee zurückzulegen, den sie am 25. März erreichte. Hier hielt sie sich gut 4 Tage lang auf und suchte in den Bewässerungsgebieten nach Nahrung. Am Dienstag (29. März) zog sie dann weiter über den Nil an den Golf von Suez. Meist überqueren die Störche dann rasch das Meer, um auf die Sinai Halbinsel zu gelangen. Nicht so Sonja! Seit dem 1. April hält sie sich immer noch auf der afrikanischen Seite des Golf auf. Sie ist lediglich ein Stück nach Norden Richtung Suezkanal gezogen. Ein komisches Verhalten. Wird sie von widrigen Winden am Weiterflug gehindert?

Kein Aufbruch von Sonja

Sonja war einige hundert Kilometer nach Norden gezogen und ich hatte schon mit dem Beginn des Heimzuges gerechnet. Doch jetzt hält sie sich schon seit vier Tagen in der Gegend um Al Fashir auf. Wir müssen also noch warten.

Zugunruhe bei den Ostziehern

Auch unsere beiden Ostzieherinnen Sonja und Eva scheint die Zugunruhe gepackt zu haben. Eva hatte bereits am Freitag (4. März) ihr Rastgebiet in Tansania verlassen und war gut 120 Kilometer nach Norden geflogen.

Sonja hatte am 3. März die Gegend um Nyala im Süden Sudans verlassen und war bis Samstag (5. März) in kleinen Etappen 180 Kilometer nach Norden geflogen.

Noch kein Aufbruch im Osten

Bei unseren Ostzieher sind noch immer keine Anzeichen für einen Aufbruch Richtung Heimat zu erkennen. Von Gustav gibt es einige Ortungen aus der Gegend von Gerida im Süden des Sudan. Sonja war einige Tage „verschwunden“, d. h. wir bekamen keine Ortungen von ihr. Aber sie ist wohlauf und befindet sich ebenfalls im Süden des Sudan, nur wenige Kilometer östlich von Gustav.

Eva rastet weiter im Westen von Tansania. Sie scheint ein besonders nahrungsreiches Gebiet gefunden zu haben, denn ihr Aktionsradius beträgt nur etwa 5 Kilometer.

Sonja im Süden des Sudan

Sonja hielt sich zunächst in der Umgebung von Al Fashir im Bundesstaat Schamal Dafur auf. In der Stadt leben über 200.000 Menschen. Sie liegt an einem Flusslauf, der periodisch Wasser führt. Im Satellitenbild sind auch kleinere und größere Stauseen zu erkennen, die wohl der Bewässerung von Felder dienen. Am 10. Dezember machte sie sich weiter nach Süden auf. Nach gut 150 Kilometern erreichte sie die Umgebung von Nyala der Hauptstadt des Bundesstaates Dschanub Dafur. Ihr Rastgebiet hat seitdem eine Größe von 140 x 100 Kilometern. Etwas weiter südlich geht die Trockensavanne in die deutlich grünere Feuchtsavanne über. Auch Senderstorch Gustav hält sich in dieser Region auf.

Zwischenrast am Assuanstausee

Da lag ich falsch. Ich vermutete dass Sonja vom Assuanstausee aus gleich weiter über die Wüste in den Sahel ziehen würde. Stattdessen machte sie eine sechstägige Pause in einem Bewässerungsgebiet in der Wüste, dass wenige Kilometer westlich des Stausees liegt. Die grünen kreisrunden Bewässerungsfelder sind auf der Satellitenaufnahme gut zu erkennen.

Am 16. Oktober ist Sonja endgültig nach Südwesten weitergeflogen. Seitdem haben wir keine Ortungen mehr von ihr erhalten. Wahrscheinlich hält sie sich im gleichen Gebiet wie Eva und Joe auf.