Eva Beiträge

Eva am Nil

Von Eva gibt es wieder einige Meldungen. Von Kenia aus hat sie seit dem 4. März fast 1.800 Kilometer auf dem Weg nach Norden zurückgelegt. Gestern wurde sie etwa 125 Kilometer nördlich von Karthum geortet.

Eva in der Serengeti

Am Mittwoch (1. März) ist Eva zum Heimflug gestartet. Am ersten Tag ist sie gleich 230 Kilometer direkt nach Norden gezogen. Am Donnerstag erreichte sie nach 130 Kilometern die Serengeti. Da will sie offenbar keine längere Rast machen, denn am nächsten Morgen ging ihre Reise gleich weiter.

Kein Ostzieher ist unterwegs

Alle Ostzieher sind noch immer in ihren Rastgebieten, in denen sie schon seit Wochen umherfliegen. Auch bei ihnen ist noch keinerlei Zugunruhe zu bemerken.

Eva in Tansania

Während Ole Einar die große Rundreise durch Ostafrika macht, sehen wir bei Eva das Kontrastprogramm. Sie hält sich schon seit dem 27. Dezember in Tansania in der Region Tabora auf. Diese Region ist durch eine kleinbäuerliche Landwirtschaft geprägt. Auf den zahlreichen Feldern sucht Eva nach Futter. Seit mehr als einem Monat nutzt Eva ein Gebiet von nur 15 x 10 Kilometer Größe.

Zum Jahreswechsel an den Äquator

Kurz vor Jahresende hat Eva doch noch einmal das Reisefieber gepackt. Am 8. Dezember hat sie ihr Rastgebiet bei Al Faschir im Sudan verlassen und ist zügig nach Süden gezogen. Fünf Tage später überquerte sie bei Malakal im Südsudan den Weißen Nil Richtung Osten, um dann parallel zum Nil südwärts nach Uganda zu ziehen. Ihre täglichen Etappen waren gut 200 Kilometer lang.

Am 18. Dezember erreichte sie Kenia und ist dann am nächsten Tag über den Maasai Mara Nationalpark in die Serengeti in Tansania gezogen. Hier machte sie in den weiten Savannenlandschaften einige Tage Rast. Am zweiten Weihnachtstag verlies sie das angrenzende Wildreservat und flog über 200 Kilometer nach Süden.

Eva und Sonja im Sudan

Eva und Sonja sind im Süden des Sudan und halten sich nahe der Stadt Nyala auf. Dabei befindet sich Eva gut 75 Kilometer weiter nördlich als Sonja. Die Landschaft  ist von Flussläufen durchzogen, die wahrscheinlich während der Trockenzeit kein Wasser mehr führen. Aber entlang dieser Flüsse stehen Bäume und viele grüne Felder lassen sich erkennen. Außerdem wird das Wasser in kleinen Gewässern aufgestaut. Insgesamt also ein attraktiver Rastplatz für unsere Störche.

Eva und Sonja ziehen in den Sudan

Es ist Mitte November und bei den Weißstörchen macht sich wieder eine Unruhe breit. Sie verlassen ihre bisherigen Rastgebiete und ziehen in weiter entfernte Regionen. So haben sich Sonja und Eva fast gleichzeitig im Tschad aufgemacht und sind Richtung Osten in den Süden des Sudan gezogen. Dabei legen sie täglich eine Strecke von 150 bis 200 Kilometer zurück. Eva hatte gestern (14. November) schon die Gegend von Nyala erreicht.

Auch Eva und Sonja sind wieder aufgetaucht

Nachdem Max schon seit dem 16. Oktober wieder regelmäßig seine Positionen liefert, folgten ihm auch jetzt Eva und Sonja. Alle drei befinden sich nun in der Savanne nördlich der Straße von N’Djamena nach Abéché. Ihre Positionen liegen etwa 170 Kilometer weit auseinander.

Alle drei haben eine ähnliche Route genommen. Max und Eva erreichten den Tschad am 12. September. Sonja schon am 5. September. Sie rasteten zunächst gut 200 Kilometer südwestlich des Ennedi-Gebirges. Nachdem die Trockenzeit vorangeschritten ist, sind sie 400 Kilometer in den Süden geflogen, wo sie wohl bessere Bedingungen vorfinden.

Der Zugweg von Sonja (grün), Eva (violett) und Max (gelb) im September bis Oktober 2022 im Tschad.

Eva ist im Tschad angekommen

Früh am Samstagmorgen (10. September) verließ Eva die Insel vor Abu Simbel und zog zügig nach Südwesten. Zwei Tagesetappen von mehr als 500 Kilometern brauchte sie, um die Nubische Wüste zu überqueren. Die gute Thermik in der Wüste und Rückenwind sorgen dafür, dass die Störche hier gut vorankommen.

200 Kilometer südlich des Ennedi Gebirges erreichte Eva am Montag den Tschad und auch die nördliche Grenze des Sahel. Die Gegend scheint etwas dichter besiedelt zu sein, denn dadurch konnte wir ihre Ortungen über das Mobilfunknetz erhalten. Seitdem haben wir keinen Kontakt zu ihr. Das ist nicht ungewöhnlich. Auch unsere anderen Senderstörche Ole Einar, Sonja und Max müssten sich in der Region aufhalten. Leider noch ohne Kontakt zum Mobilfunknetz.

Eva bei Abu Simbel

Jetzt gab es endlich wieder neue Ortungen von Eva. Sie war am Dienstag (6. September) nachmittags über dem Toten Meer umgekehrt und am Schutzgebiet Einot Tzukim gelandet. Dabei handelt es sich um ein Feuchtgebiet mit Süsswasser – eine Rarität in der Region. Allerdings hat sich Eva nicht im Gebiet aufgehalten, sondern die Nacht an der wüstenhaften Uferzone des Toten Meeres verbracht und ist direkt am nächsten Morgen weitergezogen.

Bis zum Abend hatte sie 370 Kilometer zurückgelegt und dabei die Negev Wüste und den Sinai überquert. Nach einer Nacht nahe des Golf von Suez flog sie am Donnerstagmorgen parallel zu Küstenlinie gut 50 Kilometer nach Süden um dann bei El Tor den Golf zu überqueren. Dafür brauchte sie gut 40 Minuten. Am Abend landete sie nach 570 Kilometern in der Wüste westlich des Nilortes Edfu. Am Freitagnachmittag (9. September) landete Eva auf einer Insel im Assuanstausee in Sichtweite zu Abu Simbel.