Eva Beiträge

Eva ist gestartet

Eva hat am 2. März ihr Winterquartier im Westen Tansanias verlassen uind hat den direkten Kurs Richtung Norden genommen. Am 5. März wurde sie in Kenia nordöstlich des Viktoria-Sees geortet.

Eva bleibt ihrem Standort treu

Eva rastet seit dem 10. Dezember im Westen Tansanias nahe der Stadt Tabora. Im Gegensatz zu  Ole Einar/Przygódka fliegt sie nicht weit umher, sondern hält sich zumeist in einem Gebiet von etwa 15 x 15 Kilometer Größe auf. Nur ausnahmweise hat sie mal einen längeren Ausflug über 70 Kilometer gemacht. Das Hochland bei Tabora liegt auf einer Höhe von 1.000 – 1.500 m über dem Meeresspiegel. Es gibt größere Wälder und Bereiche mit landwirtschaftlichen Nutzflächen auf denen Eva ihre Nahrung sucht. Ihre Schlafplätze liegen am Rande der Wälder oder auf Einzelbäumen.

Wo sind die Senderstörche zum Jahreswechsel

Lange Zeit gab es keine Berichte über unsere Senderstörche. Wir hatten auch nicht viel zu berichten. Die Mehrzahl unserer Störche haben sich leider lang nicht gemeldet. Von Ole Einar/Przygódka, Sportie, Sonja und Else haben wir teilweise seit September nichts mehr gehört. Sie hatten die Ostroute genommen und befinden sich nun wahrscheinlich im Sudan. Aufgrund des Bürgerkrieges gibt es von dort keine Meldungen, weil das Mobilfunknetz zusammen gebrochen ist. Erst wenn ihr Sender wieder eine Verbindung zum Mobilfunknetz erhält werden ihre Ortungen zu uns übertragen. Dann wissen wir, wo sie die ganze Zeit verbracht haben. Hoffen wir, dass es ihnen gut geht.

Seit Dezember 2025 haben wir auch keine Meldungen von unseren beiden Westzieherinnen Pauli (Marokko) und Fritzi (Frankreich) erhalten. Ihre letzten Meldungen die wir erhielten zeigten, dass die Batterien ihrer Sender nur noch eine geringe Batteriespannung hatten. Im Winter bekommen die Solarzellen ihrer Sender zu wenig Licht, um die Batterien ausreichend aufzuladen. Sie stellen dann automatisch die Datenlieferung ein. Wahrscheinlich wird sich Pauli noch immer bei Tétouan im Norden von Marokko auf halten und Fritzi im Medoc bei Bordeaux. Den vergangenen vergangenen Jahren hielten sie sich dort den gesamten Winter über auf.

Max meldete sich seit er die Sahara überquert hatte regelmäßig aus dem Tschad. Derzeit rastet er gut 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Djamena. Seine Ortungen kommen derzeit vor allen von der Umgebung des Flusses Logone, der den Tschadsee mit Wsser speißt.

Die größte Überraschung lieferte uns allerdings die Senderstörchin Eva. Bei uns, im Brutgebiet, meldete sich ihr Sender nur noch sporadisch und zum Ende der Brutsaison praktisch nicht mehr. Wir vermuteten, dass der Sender seine Arbeit endgültig eingestellt hatte. Jetzt aber erhalten wir seit einiger Zeit wieder regelmäßig die Daten von Eva. Und mehr noch, wir haben alle Ortungen seit ihrem Abzug aus Tielen bekommen. Die südliche Sonne hat die Batterien des Senders offenbar wieder aufgeladen und er konnte damit die gesammelten Daten übertragen.

Nun können wir ihre Reise nachzeichnen. Vom 8. September bis zum 25. November hielt sie sich im Osten des Tschad in der Umgebung der Stadt Abéché sowie im Westen des Sudan auf. Dann zog sie über den Süden des Sudan und Äthiopien weiter nach Süden. Seit dem 10. Dezember rastet sie im Westen von Tansania, in der Region westlich der Stadt Tabora. Diese landwirtschaftlich genutzte Region hatte sie schon in den Vorjahren aufgesucht und war von dort aus zur Heimreise gestartet.

Was ist mit Eva?

Einige Leser machen sich Sorgen um Eva, weil die letzten Meldungen von ihr schon einige Tage alt sind. Wir wissen, dass sie auf dem Weg in den Süden ist. Leider meldet sich ihr Sender nur noch sporadisch. Daher haben wir keine Informationen wo sie sich befindet. Vielleicht meldet sich der Sender wieder und es gibt einige Neuigkeiten von ihr zu berichten.

Der Aufbruch naht

In wenigen Tagen werden die erstenWeißstörche zum Zug in ihre Winterquartiere starten. Nach der langen Regenperiode ist wieder Sonne vorhergesagt. Für Störche ein ideales Wetter zum ziehen. Sie können sich in den warmen Aufwinden in die Höhe tragen lassen und so kraftsparend große Entfernungen zurücklegen.

Für die schleswig-holsteinischen Senderstörche geht damit eine erfolgreiche Brutsaison zu Ende. Else zog in Norderbrarup vier Junge erfolgreich auf. Max im benachbarten Schnarup-Thumby hatte drei Junge. Fritzi in Erfde und Eva in Tielen waren es zwei Jungvögel. Und auch Pauli in Hollingstedt (Dithmarschen) hatte mit vier Jungen einen sehr guten Bruterfolg. Außer bei Max wurden alle Jungvögel beringt. Vielleicht werden wir wieder von ihnen hören, wenn ihre Ringe irgendwo abgelesen werden.

Eva wieder in Tielen

Eva war eine Zeit lang verschollen. Wir bekamen ihre letzten Ortungen am 27. März aus Rumänien. Danach war Funkstille und wir machten uns Sorgen über ihren Verbleib. Am 6. April erreichte sie dann wohlbehalten ihr Nest in Tielen. Und dann lieferte auch ihr Sender viele Daten. Offenbar war sie von Funkloch zu Funkloch geflogen, so dass wir zwischendurch keine Daten erhielten.

 

Eva in Rumänien

Eva hatte am 19. März die Türkei erreicht und vier Tage später den Bosporus überquert. Am 27. März versuchte sie sich an der Überquerung der Karpaten bei Brassov, um Siebenbürgen zu erreichen. Sie musste offenbar umdrehen. Seitdem habe wir keine neuen Ortungen mehr von ihr erhalten.

Eva auf dem Sinai

Eva erreichte vorgestern (16. März) die Sinai Halbinsel. Die Nacht verbrachte sie auf dem Sinai mitten in der Wüste. Am nächsten Abend (17. März) hatte sie das Westjordanland nahe Ramallah erreicht.

Eva ist auf dem Heimweg

Eva ist am 26. Februar von ihrem Rastgebiet in Tansania zur Heimreise gestartet. Am Abend des nächsten Tages hatte sie schon über 600 Kilometer zurückgelegt und verbrachte die Nacht gute 60 Kilometer südlich von Eldoret mitten in Kenia.

Eva in Tansania

Eva hielt sich bis zum 8. Dezember in der Savanne im Südwesten des Sudan auf. Dann startete sie, wie schon in den Vorjahren, Richtung Süden. Ihre Reise führte sie über den Südsudan, Uganda und Kenia bis nach Tansania. Am 19. Dezember hatte sie ihr endgültiges Rastgebiet mitten in Tansania nahe der Stadt Tabora erreicht. Das liegt gut 280 Kilometer südlich des Victoriasees. In 11 Tagen hatte sie damit mehr als 3.000 Kilometer zürückgelegt.