Michael ist jetzt genau auf halber Strecke zwischen dem Lac Fitri und dem Tschadsee. Er hat noch 200 Kilometer vor sich, aber er scheint es nicht eilig zu haben.
Gustav ist ca. 180 km nördlich des Lac Fitri auf Nahrungssuche.
Liebe Storchenfreunde!
Unsere Senderstörche haben fast alle ihr erstes Winterquartier erreicht. Auch ich werde mich für eine Zeit lang verziehen und für vier Wochen Urlaub machen. Während dieser Zeit müssen Sie aber nicht auf Neuigkeiten aus dem Storchenleben verzichten! Jörg Heyna, NABU-Storchenbetreuer aus Schleswig-Holstein wird mich vertreten.
Ich wünsche Ihnen viele Interessante Beiträge aus dem Storchenleben!
Kai-M. Thomsen
Ronja ist nun schon mehr als drei Wochen im spanischen Winterquartier. Mittlerweile sucht sie ihr Futter wieder auf der Müllkippe von Vaciamadrid und am Rande des Rio Manzanares. Aber vielleicht ruht sie sich am Fluss nur aus. Die Nacht verbringt sie auf den Antennen der Nationalen Radiostation oder im flachen Wasser der Teiche von El Porcall.
Also alles wie immer bei Ronja. Oder wird sie uns noch überraschen und eine Reise nach Süden antreten?
Während die meisten unserer Senderstörche im Tschad täglich meist nur geringe Stecken zurücklegen, zeigt Gustav ein gänzlich anderes Verhalten. Er fliegt kreuz und quer durch die Savanne.
Beispielsweise am Samstag (16. September) flog er gut 70 Kilometer nach Norden, blieb einen Tag dort, um dann wieder nach Süden zu ziehen. Ein Blick auf das Satellitenfoto zeigt Wüste! Was macht er dort? Gibt es Heuschrecken?
Von Lilly erhalten wir nur sporadisch neue Ortungen. Die letzten stammen vom Montag (18. September). Da war sie noch gut 230 Kilometer vom Lac Fitri entfernt.
Sie nimmt eine etwas weiter nördlicher gelegene Route als die anderen Senderstörche. Und offenbar ist dort das Mobilfunknetz sehr lückenhaft.