Gustav Beiträge

Gustav erreicht den Nahen Osten

gustav_iconAm Montagmorgen (29. Februar) startete Gustav und überquerte den Golf von Suez. Dazu brauchte er gut eine Stunde. Am Abend machte er dann nach gut 150 Kilometern in der Wüste Pause. Erst am Mittwoch (2. März) erreichte er Israel und verbrachte die Nacht in einem Wäldchen bei Aschkelon. Bis zum Freitag blieb Gustav in Israel, bevor er nach Norden weiterzog. Einen Tag und eine Nacht brauchte er, um Syrien hinter sich zu lassen. Dienstag (8. März) hatte er schon fast Anatolien überquert und er schlief in der Nähe der Stadt Eskesehir.

Gustavs letzte Nacht in Afrika

gustav_iconGustav hatte am Donnerstag (25. Februar) den südlichsten Zipfel des Assuan-Stausees erreicht. An nächsten Tag zog er dann Richtung Norden weiter, flog an der Stadt Assuan vorbei und landete am Abend in einem bewässerten Feld bei Om Kombo. Nach der notwendigen nächtlichen Pause ging es gleich am nächsten Tag weiter nach Norden. Er verließ den Verlauf des Nils und verbrachte die nächste Nacht in der Wüste. Seine Tagesetappen waren in den letzten Tagen jeweils etwa 200 Kilometer lang.

Am Sonntagnachmittag hatte er den Golf von Suez erreicht. Für eine Überquerung des Meeres war es wohl schon zu spät. So wird er hier wohl seine letzte Nacht in Afrika verbracht haben. Neuere Ortungen habe ich noch nicht. Er dürfte aber, jetzt wo ich das schreibe, in Israel sein.

Gustav macht Pause am Nil

gustav_iconGustav ist bis Freitagabend (19. Februar) bis zur Ortschaft Soleib am Nil geflogen. Dann machte er erst einmal bis Dienstag Pause. Viele Ortungen stammen von einer Sandbank im Nil und von den Feldern am Rande des Flusses. Also hat Gustav sich vor seiner Weiterreise am Dienstag erst einmal gestärkt.

Gustav am Nil

gustav_iconGustav hatte am Mittwochabend (17. Februar) die Wüstenetappe beendet und wieder den Nil bei der Stadt Al Dabbah erreicht. Mit dieser Etappe wird von den Störchen auf ihrem Flug gen Norden die Nilschleife zwischen Meroë und Dongola abgeschnitten. Die Nacht verbrachte Gustav offenbar auf einer Insel im Nil. Endlich durfte er wieder trinken und fressen. Am Mittwoch flog Gustav dann gut 170 Kilometer am Nil entlang nach Norden. Am nächsten Tag waren es 130 Kilometer. Die beiden letzten Nächte schlief Gustav in der Wüste, denn es gibt keine Ortungen aus der Niloase.

Gustav kommt nur langsam voran

gustav_iconGustav kommt scheinbar nicht so rasch voran. Von Sonntag bis Dienstagabend (16. Februar) schaffte er gerade mal 190 Kilometer. So musste er jeweils mitten in der Wüste übernachten.

Die Heimreise beginnt!

140808-nabu-weissstorch-frank-derer4

Die Weißstörche Michael und Gustav sind auf dem Weg Richtung Norden. – Foto: Frank Derer

Der Heimzug unserer Senderstörche ist gestartet. Michael und Gustav haben sich auf die Reise gemacht, während Ronja und Adele in Spanien noch keinerlei Anstalten zu einem Aufbruch machen. In den letzten Wochen war nicht viel passiert. Es wurde zwischen Nahrungsgebiet und Schlafplatz hin und her geflogen. Nicht nur bei den beiden in Spanien, sondern auch bei Michael und Gustav in Afrika.

Nun gibt es bei uns schon zahlreiche Meldungen von zurückgekehrten Störchen – da scheinen unsere Senderstörche doch spät dran zu sein. Das können einerseits schon frühe Rückkehrer aus Spanien sein. Anderseits ist es wahrscheinlicher, dass es sich um Vögel handelt, die gar nicht so weit gezogen sind, sondern sich vielleicht in Frankreich oder Südwestdeutschland aufgehalten haben. Diese sogenannten Winterflüchter fliegen nur so weit, dass es frostfrei ist und sie genug Futter finden. Sobald es milder wird, kehren sie an die Nester zurück.

So kennen wir mittlerweile neben den typischen Zugvögeln unter den Weißstörchen, die bis nach Afrika ziehen, auch Zugvögel mit einem kurzen Zugweg nach Spanien oder eben Winterflüchter. Daneben gibt es dann auch noch Überwinterer, die überhaupt nicht mehr ziehen. Das Zugverhalten ist eben nicht statisch und kann sich verändern. So können sich Zugvögel auf eine veränderte Umwelt anpassen. Manchmal allerdings ist der Mensch der Auslöser dieser veränderten Umweltbedingungen. Unsere Senderstörche sind rechtzeitig unterwegs! Wenn das Wetter auf der Heimreise mitspielt, sind sie Anfang April auf ihren Nestern.

Gustav – Kurs Richtung Norden

gustav_iconGustav ist schon der Heimat ein ganzes Stück näher als Michael. Das ist allerdings keine Kunst, denn er hatte sein Rastquartier im Sudan aufgeschlagen. So musste er am Donnerstag (11. Februar) nur 170 Kilometer nach Osten ziehen um den Weißen Nil zu erreichen. Von da an ging es schon in kleinen Etappen über das Bewässerungsgebiet von Wad Madani nach Norden. Hier bot sich für Gustav am Abend immer noch die Möglichkeit viel Futter zu finden und sich für die Reise über die Nubische Wüste zu stärken. Am Sonntag (14. Februar) hatte er schon Khartum erreicht. Von da an sind es mehr als 700 Kilometer Wüste bis zum Assuanstausee.

Langsam wird es spannend!

ronja_icongustav_iconmichael_iconAdeleLangsam steigt die Spannung, denn ab Anfang Februar rüsten sich unsere Störche für ihren Heimzug. Aber noch ist nichts zu bemerken. Gustav, Ronja und Adele sind noch in ihren Rastgebieten. Glücklicherweise hat sich Michaels Sender am 4. Februar wieder mit GPS Ortungen gemeldet. Er befindet sich immer noch im nördlichen Teil des Tschadsees. Der Sender arbeitet also wieder normal. Hoffentlich auch von Dauer!

Von Gustav nichts Neues

gustav_iconBei Gustav gibt es keine Veränderungen – er ist noch immer in Süd-Kordofan. Auf dem Satellitenbild kann man gut das regelmäßige Muster von landwirtschaftlichen Feldern erkennen. Es ist interessant zu sehen, dass der Weißstorch nicht nur bei uns ein Kulturfolger ist, der seine Nahrung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen findet, sondern auch zum großen Teil im Winterquartier.

Gustav in Kordofan

gustav_iconGustav nutzt derzeit ein kleines Gebiet in der sudanesischen Provinz Kordofan als Rastplatz. Es ist nicht mal 20 mal 20 Kilometer groß. Es handelt sich dabei um eine Kulturlandschaft mit vielen Feldern und einigen Dörfern, die von unbefestigten Straßen durchzogen wird. Auch lassen sich einige trockene Flussläufe erkennen.