Kai-Michael Thomsen Beiträge

Else ist wieder aufgetaucht

Seit dem 12. September hatten wir keine neuen Informationen wo sich Else befindet. Damals war side im Westjordanland. Nun ist sie wieder im Sudan östlich von Karthum aufgetaucht.

Am 13. September überflog sie Israel Richtung Sinai. Noch am Nachmittag übertquerte sie den Golf von Suez und verbrachte die Nacht auf der afrikanischen Seite des Golf direkt am Meer. Die nächste Etappe führte sie über mehr als 400 Kilometer bis nach Assuan, wo sie die Nacht mitten in der Wüste verbrachte. Am nächsten Morgen stattete sie einem bewässerten Feld noch einen kurzen Besuch ab und flog dann weiter nach Süden. Zwei Etappen über 470 und 270 Kilometer brauchte sie noch und sie hatte ihr erstes Rastgebiet im Sudan erreicht. Das Gebiet scheint für die Störche sehr attraktiv zu sein, denn die letzten Ortungen von Ole Einar kommen ebenfalls aus der gleichen Gegend.

Fritzi macht einen Ausflug

Immer nur Müll scheint Fritzi auch nicht zu schmecken. Deshalb machte er wohl Sonntag (18. September) einen Ausflug über 13 Kilometer nach Norden Richtgung Gironde. Hier suchte er auf den Wiesen nach Futter, um am Abend wieder zurückzufliegen.

Pauli ist weitergezogen

Pauli ist ein Stückchen nach Süden weitergezogen. Sie ist am Montag (19. September) in die Gegend von Sevilla geflogen und hält sich jetzt auf der Mülldeponie Dos Hermanas auf. Diese Deponie ist ein beliebter Rastplatz für Störche in Spanien. Dort gibt es mittlerweile auch ein Kompostwerk für den Biomüll. Dort hält sie sich meist auf. Daneben hat sie aber auch einige Abstecher in die nahen Reisfelder der Gegend gemacht.

Ole Einar ist aufgetaucht

Seit dem 24. August haben wir von Ole Einar nichts mehr gehört. Damals befand er sich noch in Ägypten auf dem Weg an den Nil. Heute gab es eine kurze Meldung von seinem Sender, der einige wenige Ortungen schickte. Ole Einar ist nicht in den Tschad gezogen, sondern in den Sudan. Er befindet sich etwa 180 Kilometer östlich von Karthum. Ich bin gespannt, ob der Sender in den nächsten Tagen weitere Ortungen schickt, damit wir den Zugweg von Ole Einar nachvollziehen können.

Pauli ist weitergezogen

Pauli ist am Freitag (16. September) bei Madrid gestartet und ist weiter gezogen. Seine Reise ging allderdings nur 280 Kilometer nach Süden bis nach Cordoba. Etwa neun Kilometer südlich der Stadt liegt ein Kompostwerk für Biomüll. Dort hält er sich seit Freitagabend auf.

Else hat Syrien durchquert

Am Montag (12. September) hatte Else Syrien hinter sich gelassen. Zwei Tagesetappen von mehr als 200 Kilometern waren dafür nötig. Sie erreichte Montagmorgen Jordanien und zog weiter in Richtung Westjordanland. Neuere Ortungen hat ihr Sender leider noch nicht geliefert.

Eva ist im Tschad angekommen

Früh am Samstagmorgen (10. September) verließ Eva die Insel vor Abu Simbel und zog zügig nach Südwesten. Zwei Tagesetappen von mehr als 500 Kilometern brauchte sie, um die Nubische Wüste zu überqueren. Die gute Thermik in der Wüste und Rückenwind sorgen dafür, dass die Störche hier gut vorankommen.

200 Kilometer südlich des Ennedi Gebirges erreichte Eva am Montag den Tschad und auch die nördliche Grenze des Sahel. Die Gegend scheint etwas dichter besiedelt zu sein, denn dadurch konnte wir ihre Ortungen über das Mobilfunknetz erhalten. Seitdem haben wir keinen Kontakt zu ihr. Das ist nicht ungewöhnlich. Auch unsere anderen Senderstörche Ole Einar, Sonja und Max müssten sich in der Region aufhalten. Leider noch ohne Kontakt zum Mobilfunknetz.

Else auf dem Weg nach Syrien

Else hat fast Syrien erreicht. Am Freitag (9. September) überquerte sie die Berge des Taurus und erreichte bei Mersin die Mittelmeerküste. Die Nacht verbrachte sie nahe des Golf von Iskenderun.

Max in Ägypten

Auch Max hat den Golf von Suez hinter sich gelassen. Spannend dabei ist, dass er wahrscheinlich im gleichen Trupp unterwegs war, wie Eva. Die Nacht hatten beide auf dem Sinai noch gut 10 Kilometer entfernt voneinander übernachtet. Am darauf folgenden Morgen überquerten die beiden in einem Abstand von etwa 10 Minuten den Golf. Später trennten sich ihre Wege wieder. Max landete am Abend unweit von Esna. Das lag mehr als 50 Kilometer von Evas Schlafplatz entfernt.

Eva bei Abu Simbel

Jetzt gab es endlich wieder neue Ortungen von Eva. Sie war am Dienstag (6. September) nachmittags über dem Toten Meer umgekehrt und am Schutzgebiet Einot Tzukim gelandet. Dabei handelt es sich um ein Feuchtgebiet mit Süsswasser – eine Rarität in der Region. Allerdings hat sich Eva nicht im Gebiet aufgehalten, sondern die Nacht an der wüstenhaften Uferzone des Toten Meeres verbracht und ist direkt am nächsten Morgen weitergezogen.

Bis zum Abend hatte sie 370 Kilometer zurückgelegt und dabei die Negev Wüste und den Sinai überquert. Nach einer Nacht nahe des Golf von Suez flog sie am Donnerstagmorgen parallel zu Küstenlinie gut 50 Kilometer nach Süden um dann bei El Tor den Golf zu überqueren. Dafür brauchte sie gut 40 Minuten. Am Abend landete sie nach 570 Kilometern in der Wüste westlich des Nilortes Edfu. Am Freitagnachmittag (9. September) landete Eva auf einer Insel im Assuanstausee in Sichtweite zu Abu Simbel.