Kai-Michael Thomsen Beiträge

Fritzi und Hans Albert bei Madrid

Fritzi und Hans Albert rasten immer noch bei Vaciamadrid. Dabei ist es spannend zu sehen, wie räumlich unterschiedlich beide die Gegend nutzen. Während Fritzi ausschließlich die große Deponie bei Vaciamadrid zur Nahrungssuche nutzt, fliegt Hans Albert einige Kilometer nach Süden, um auch um eine Kompostierungsanlage herum sein Futter zu finden.

Beide wurden im Flusstal des Rio Manzanares geortet. Hier dürften sie tagüber nur gerastet haben. Nachts finden sich Ortungen der beiden auf den Bäumen entlang des Flusses. Fritzi hat einen neuen, mir nicht bekannten Schlafplatz, nördlich der Mülldeponie entdeckt. Er befindet sich in nur 1,5 Kilometer Entfernung auf einem Hallendach. Hans Albert übernachtet hin und wieder in einem Gewerbegebiet südlich der Deponie. Das machte er aber bereits auch schon in den Vorjahren.

Robert macht länger Pause

Robert rastet noch immer im Westjordanland. Offenbar findet  ert sein Futter auf einer kleinen Mülldeponie. Sein Schlafplatz in einem 700 m entfernten Wasserreservoir. Ich bin gespannt, wann er sich wieder aufmacht um weiter Richtung Afrka zu ziehen – oder ist das schon sein Winterquartier?

Arthur im Tschad

Arthur hat in drei Tagen die Sahara überquert und gestern (20. Sept.) den Tschad erreicht. Er hat allerdings noch einige hundert Kilometer vor sich, bis er sein erstes Rastgebiet in der Sahelzone erreicht hat.

Gustav hat die Sahelzone erreicht

Gustav war in den letzten Tagen Stück für Stück nach Süden gezogen. Dabei hatte er täglich Strecken zwischen 50 und 200 Kilometern zurückglegt. Am Donnerstag (17. Sept.) erreichte er die Region um die Stadt Oum Hadjer, in der er sich seitdem aufhält. Im Satellitenbild ist eine baumbestandene Savanne zu erkennen.

Arthur bei Assuan

Arthur hat gestern (16. Sept.) den Assuanstausee erreicht. Dabei überflog er direkt den Staudamm südlich der Stadt Assuan.

Am Sonntag (13. Sept.) hatte er die Küste des Golf von Suez erreicht. Er flog aber nicht direkt über den Golf nach Afrika, sondern zog entlang der Küste der Sinai Halbinsel weiter nach Süden, bis es nicht mehr weiterging. Am nächsten Tag setzte er bei Ras Mohamed nach Afrika über. Das waren immerhin eine Strecke von 80 Kilometern über das Wasser. Er nutzte aber mehrere Wüsteninseln, um durch Thermik wieder an Höhe zu gewinnen. Dann hatte er Afrika erreicht und überquerte Hurgada, um dann weiter Richtung Nil zu ziehen. Gegen Dienstagmittag erreichte Arthur den Nil nördlich von Luxor, von dort aus ging es den Nil entlang nach Assuan.

Gustav am Ziel?

Gustav ist am Montag (14. Sept.) gut 400 Kilometer weiter nach Südwesten gezogen. Seit seiner abendlichen Landung macht er Pause. Eigentlich ziemlich weit nördlich. Seine Ortungen kommen aus einem baumbestandenen aber sonst trocken Wadi. Wahrscheinlich findet Gustav dort reichtlich Nahrung.

Gustav hat den Tschad erreicht

Gestern früh (14. Sept.) hat Gustav den Tschad erreicht. Südlich des Ennedi Massivs in der Sahara hatte er die Grenze überflogen. In zwei Tagesetappen mit gut 480 und 550 Kilometern hat er die Sahara auf direktem Weg von Assuanstausee aus überquert. Nachts schlief er auf dem Boden. Bis er sich das erste Mal wieder den Bauch vollschlagen kann, muss er allerdings noch gut 400 Kilometer weiter nach Süden fliegen. Dann endet die Sahara und die Sahelzone mit ihren Savannen beginnt.

Keine Meldungen von Fred

Seit dem 6. September haben wir keine Ortungen von Fred mehr erhalten. Das sollte uns aber nicht beuruhigen. An seiner letzten Position am Assuanstausee machte er sich auf, um die Wüste Richtung Sahelzone zu zu überqueren. Über der Sahara gibt es kein Mobilfunknetz, ebenso im Norden der Sahelzone. Da wir Fred das erste Mal bei seinem Zug nach Afrika begleiten dürfen, wird es spannend sein, wo er demnächst auftaucht. Hat er den direkten Weg nach Süden in den Sudan gewählt oder ist er nach Südwesten in den Tschad abgebogen? Wir werden uns wohl noch ein wenig gedulden müssen, bis wir von ihm neue Meldungen erhalten.

Arthur ist schon viel weiter

Arthur’s letzte Ortung auf der Karte im Blog stammt vom Donnerstag (10. Sept.) aus der Türkei. Aber Arthur ist mittlerweile schon viel weiter gezogen und es geht im gut. Er war gestern (13. Sept.) schon im Sinai. Offensichtlich hatte er bei seiner Reise durch Syrien und Israel nicht immer ein Mobilfunknetz, so dass seine Daten nicht übertragen werden konnten.

Robert trödelt

So kennen wir es von Robert: er lässt sich Zeit auf dem Herbstzug. Am Donnerstag (10. Sept.) hatte er Israel erreicht. Er flog westlich des See Genezareth entlang nach Süden und landete gegen Abend auf einem Feld nördlich von Bet Sche’an. Vermutlich schlief er auf einem Baum nahe eines kleinen Gewässers. Am frühen Morgen flog er zunächst auf ein kreisrundes Bewässerungsfeld, um nach Nahrung zu suchen. Danach ging es 50 Kilometer weiter nach Süden ins Westjordanland, um die nächste Rast an einem Wasserreservoir einzulegen.