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Lilly ist gestartet

Nun ist auch Lilly zu ihrer ersten Reise mit Sender gestartet. Über ihre ursprüngliche Herkunft ist uns leider nichts bekannt, weil sie keinen Ring trug. Sie brütete erstmals gemeinsam mit Robert bei Gribbohm nahe des Nordostseekanals. Die Nisthilfe war erst vor kurzer Zeit von den Anwohnern aufgestellt worden und gleich in diesem Jahr angenommen. Leider haben die beiden ihre Jungen nicht erfolgreich aufgezogen.

Jetzt wisssen wir, dass Lilly ist Ostzieherin ist. Am Dienstag (22. August) war sie verschwunden. Es gab keine Positionsdaten von ihr. Dann nach zwei Tagen gab endlich neue Daten. Es war alles in Ordnung mit ihr. Sie war gleich am ersten Tag über 250 Kilometer nach Südosten bis an die Elbe nach Tangermünde geflogen. Die nächste Etappe war 330 Kilometer lang und führte sie in die Nähe von Breslau. Auch sie überquerte schon die Karpaten in Polen, jedoch weiter östlich als Arthur. Ihre vorerst letzten Positionsdaten kamen aus Transkarpatien in der Ukraine.

Arthur kommt gut voran

Arthur hat am Donnerstag (24. August) die Karpaten bei Zakopane überquert, um die Route durch Rumänien über Siebenbürgen zu nehmen. Dann flog er westlich entlang des Karpatenbogens weiter.

Ronja hat den Ebro erreicht

Ronja hat, ohne vorher eine längere Pause zu machen, am Mittwoch (23. August) die Pyrenäen in zwei Tagesetappen überquert. Zunächst ist sie gut 30 Kilomerter über die Hügelketten in die Bergen geflogen, um im Tal des Flusses Nive die Nacht zu verbringen. Am nächsten Tag hatte sie dann die Berge hinter sich gelassen. Dann überflog sie Pamplona bis sie am Abend gut 30 Kilometer südlich der Stadt landete. Danach hatte sie es offenbar nicht mehr eilig. Sie zog das Tal des Ebro entlang, ließ Alfaro hinter sich und landete am Samstag (26. August) unterhalb von Tudela.

Ronja nimmt Kurs auf die Pyrenäen

Ronja hat am Montag (21. August) mit Kurs Südwest die Umgebung von Bordeaux erreicht. Von dort aus ging es dann am Dienstag (22. August) mit südlichen Kurs direkt auf die Pyrenäen zu. Am Abend hatte sie dann 170 Kilometer zurückgelegt und landete am Fuß der Pyrenäen, in der Nähe der Stadt Pau.

Michael am Schwarzen Meer

Michaels Sender liefert leider nur sehr lückenhafte Daten. Das liegt einerseits daran, dass die Verbindungen zum Satelliten auf diesem Teil der Route in Südosteuropa aus technischen Gründen relativ schlecht sind, aber andererseits an seinem Sender, der schon sieben Jahre alt ist und langsam an Leistung verliert. Michael und Gustav sind unsere „dienstältesten“ Senderstörche. Nun gab es gestern (24. August) wieder eine Ortung von Michael und zwar aus Bulgarien von der Küste des Schwarzen Meeres. Hier ziehen die Störche an der Küste entlang in die Türkei und überqueren dann den Bosporus. Gestern Vormittag dürfte er die Türkei erreicht und im Laufe des Tages auch schon den Bosporus überflogen haben.

Arthur schon bei Kattowitz

Nun ist auch Arthur unterwegs. Aufgrund seines modernen Senders bekommen wir eine große Datenmenge. So können wir seine Route genau nachvollziehen, zumindest wenn ein gutes Mobilfunknetz zur Datenübertragung vorhanden ist. Arthur ist am Dienstagmorgen (22. August) zu seinem Herbstzug gestartet. Er flog über den Norden Hamburgs und südlich an Berlin vorbei, bevor er am Abend unweit von Cottbus landete. Das waren gleich 380 Kilometer. Am nächten Tag ging es weiter Richtung Südosten über die polnische Grenze. Seine Zugroute ist total geradlinig – keine Kurven und Umwege. Nach gut 280 Kilometern landete er südlich von Oppeln. Ohne Pause flog er gestern weiter. Seine letzte Ortung von 9:00 Uhr lag wenige Kilometer südlich von Kattowitz.

Ronja in Frankreich

Am Freitag (18. August) machte Ronja 40 Kilometer von Reims einen Tag lang Pause, offenbar um sich dort auf den abgeerneten Feldern zu stärken. Von Samstag auf Sonntag übernachtete sie östlich von Paris. Am Sonntag flog sie dann eine über 300 Kilometer lange Etappe nach Südwesten bis an den Nordrand des Zentralmassivs. Bis an die Atlantikküste ist es nur noch eine Tagesetappe.

Michael in Polen

Michael fliegt nur langsam nach Südosten. Michael ist zwei Tage lang im Oderbruch geblieben. Am Donnerstag (17. August) ist er dann gut 160 Kilometer südöstlich in Polen geortet worden. Und am Sonntag (20. August) befand er sich in der Nähe von Lodz. Das waren im zwei Tagen nur 200 Kilometer.

Auch Michael ist früh dran

Ohne Partnerin hat es Michael  auch nicht mehr lange in Bargen gehalten. Am Sonntag (13. August)  ist er in Richtung Südosten gestartet. Am Montag (14. August) überflog er Berlin und und landete nachmittags zur Rast im Oderbruch. Dieses Jahr ist Michael fünf Tage früher als im Vorjahr gestartet.

Ronja ist gestartet

Die Jungstörche haben schon vor Tagen die Brutgebiete verlassen. Sie ziehen gut zwei Wochen vor ihren Eltern nach Süden, die meist noch bis Ende August bei uns bleiben.

Nun beginnt auch der Storchenzug für unsere Senderstörche. Als Erste ist Ronja am Donnerstag (10. August) gestartet. Sie startet meist früher als andere Altstörche. Vermutlich hat sie einige Jungstörche im Schlepptau. Zunächst einmal ist sie bis vor die Tore von Bremen geflogen, um dort auf den feuchten Wiesen im Blockland am Flüsschen Wümme einige Zeit zu rasten. Am Montag (14. August) ist sie dann weiter nach Südwesten gezogen. Am Abend hatte sie Belgien erreicht und verbrachte die Nacht wenige Kilometer südlich von Genk.

Michael dagegen ist immer noch in Bargen. Er machte zwar längere Ausflüge, ist aber abends immer am Nest.