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Was ist mit Ronja?

In der vergangenen Woche glaubte ich noch, dass der Sender von Ronja defekt sei, weil es nur wenige Ortungen von einem Standort in Spanien gab. Am Wochenende gab es dann eine Menge neuer Meldungen vom Sender. Alle vom gleichen Standort in Spanien. Daraus muss ich leider schließen, dass sie tot ist. Anderenfalls hätten die Ortungen weit auseinander liegen müssen, selbst wenn sie dort nur gerastet hätte. Eine Kollegin in Spanien habe ich angeschrieben. Sie will sich darum kümmern. Das kann allerdings einige Tage dauern, weil an diesem Ort noch Schnee liegt.

Michael steckt fest

Die Wahl der Route über die Karpaten hinweg nach Siebenbürgen war offenbar keine so gute Entscheidung von Michael. Am Montag (12. März) startete er zur Überquerung der Berge. Er kam aber nur 85 Kilometer weit und er musste in einem Tal beim Dorf Oeștii Pământeni landen. Der Grund dafür dürfte wahrscheinlich schlechte Witterung gewesen sein. Seine vorerst letzte Ortung stammt vom Mittwoch aus der gleichen Gegend. Auf diese Weise hat Michael wohl den Spitzenplatz unserer Störche an Arthur verloren.

Gustav an den Karpaten

Gustav hatte am Mittwoch (14. März) die Küste des Schwarzen Meeres bei Warna verlassen. Er hatte dann Kurs auf die Karpaten genommen. Er folgte der Route von Arthur – östlich entlang des Karpatenbogens.

Entlang der Karpaten

Wie vermutet, nimmt Arthur den Weg östlich des Karpatenbogens nach Norden. Dabei scheint er gut voranzukommen, denn er hatte gestern (17. März) fast die Ukraine erreicht. Damit ist er bisher am weitesten von allen Senderstörchen vorangekommen.

Lilly nimmt Kurs auf den Golf von Suez

Lilly hatte fast den gleichen Kurs durch die Sahara Richtung Assuan Stausee genommen wie Robert. Sie erreichte den Stausee am Freitagabend (16. März). Am Samstag ging es parallel zum Lauf des Nil nach Norden. Die Nacht verbrachte sie mitten in der Wüste. Bei der letzten Ortung am Sonntag (18. März) gegen 11:00 Uhr hatte sie noch 45 Kilometer bis zur Küste zurückzulegen.

Robert hat auch den Sinai erreicht

Robert hat am Samstag auch den Golf von Suez überquert, ganz wie es Gudrun Holgerloh in ihrem Kommentar vorausgesagt hatte. Robert brauchte für die gut 28 Kilometer breite Meerenge etwa 50 Minuten. Am Tag zuvor hatte gegen 12:00Uhr er die Küste am Gabal Zayit erreicht. Er kreiste dort ein wenig umher, aber wagte noch nicht die Überquerung. Wahrscheinlich war es zu windig für die anstregende Tour.

Ich habe einmal die genauen Zugrouten von Michael, Arthur, Gustav und Robert vor dem Hintergrund eines Satellitenbildes dargestellt. Natürlich sind bei Michael und Gustav nur wenige Ortungen dargestellt, weil ihr Sender nicht so viel liefert. Bei Arthur und Robert kann man die Route dagegen genau verfolgen.

Weil es am Gabal Zayit immer kräftig weht, wurde hier ein großer Windpark errichtet. Dieser Zugkorridor wird nicht nur von tausenden Weißstörche genutzt , sondern auch von vielen Greifvögeln. Deshalb wurde ein risikoarmer Standort gewählt. Zudem wurde eine Radaranlage installiert, die herannahende Vogelschwärme meldet. Dann werden die Turbinen abgeschaltet.

Die Zugrouten von vier Senderstörchen über den Golf von Suez 2018 (lila=Robert, gelb=Arthur, blau=Michael, orange=Gustav).

Lilly bei Karthum

Lilly ist die Nachzüglerin unter unseren Störchen. Das ist aber nicht weiter verwunderlich, denn sie hat auch den längsten Weg zurückzulegen. Am Dienstag (13. März) befand sie sich noch in der Nähe von Karthum. Danach gab es keine weiteren Meldungen von ihr. Aber keine Sorge, denn jetzt geht es über die Sahara und da gibt es nur wenige Mobilfunkmasten, die Ortungen empfangen könnten.

Robert am Nil

Robert hat die Sahara fast hinter sich gelassen. Er war noch am Sonntag (11. März) am Marawi-Stausee im Sudan. Dann verließ er den Nil und zog direkt über die Wüste nach Norden. Am Mittwoch (14. März) erreichte er den Assuan Stausee. Dann ging es in einiger Entfernung zum Nil weiter nach Norden. Heute wurde er bereits nahe des Golf von Suez, kurz vor dem Sprung auf die Sinai-Halbinsel, geortet.

Gustav hat Europa erreicht

Auch Gustav hat Europa erreicht. Im Gegensatz zu Arthur und Michael hat er aber nicht die Route über Istanbul genommen, sondern ist Montag (12. März) um etwa 10:00 Uhr von Mudanya über das Marmarameer geflogen. Der Weg mag ein wenig beschwerlich sein, doch damit kürz er den Weg nach Europa  um einige Kilometer ab. Am nächsten Tag erreichte Gustav Bulgarien.

Arthur in Rumänien

Arthur ist etwa genauso weit gezogen wie Michael. Er nimmt allerdings eine andere Route und umfliegt denKapartenbogen östlich. Von Istanbul aus war er zunächst an der Küste des Schwarzen Meeres entlanggezogen und nahm dann ab Burgas in Bulgarien einen nördlichen Kurs. Am Dienstag (13. März) erreiche er Rumänien.