Willkommen im neuen Winter-Wurm-Quartier

Auch unsere kleinen Würmchen lässt der Frost nicht kalt, weswegen sie vor kurzem von ihrem Salat-Wurm-Reaktor in ein wohlig warmes Winter-Domizil umsiedeln mussten.

Würmer sind nämlich stark abhängig von der Umgebungstemperatur und passen ihre Aktivität der Außentemperatur an, sind also wechselwarm. Sinken die Temperaturen draußen, verringert sich beispielsweise auch die Nahrungsaufnahmeaktivität oder die Bewegung der Tiere. Die Würmer verfallen dann in eine Winterstarre, bei der sie ihre Stoffwechselaktivität herunterfahren und somit für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr auf Nahrung angewiesen sind.

Allerdings muss auch hier beachtet werden, dass die kleinen Kriecher nur bis zu einem bestimmten Kältegrad überleben können und bei zu niedriger Außentemperatur, ohne ausreichenden Schutz, absterben.

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Also mussten wir unsere Fähigkeiten als Umzugshelfer unter Beweis stellen. Durch den praktischen Aufbau des Salat-Wurm-Reaktors konnten wir die Würmer ganz einfach transportieren. Der obere Kasten wurde abgenommen und der darunterliegende, mit den Würmern darin, zum Winterquartier transportiert.

Das neue, zeitlich begrenzte, Zuhause der Würmer sollte ein Komposthaufen sein. Der Vorteil dabei ist, dass dieser direkt mit dem Boden in Kontakt kommt. Der Salat-Wurm-Reaktor hingegen hat keinen unmittelbaren und ganzflächigen Bodenkontakt. Dadurch haben die Würmer keine Rückzugsmöglichkeiten, falls dieser durchfrieren sollte. Beim Kompost können die Würmer bei zu starker Kälte in den Boden kriechen und auf diese Weise überleben.

Letzten Endes haben unsere Würmchen den Umzug gut überstanden und sind gerüstet für kalte Temperaturen.

Der Winter kann kommen!

Jürgen Ehrhardt

Jürgen Ehrhardt

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim NABU Thüringen
Jürgen Ehrhardt

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