Internationaler Tag der Bio-Logischen Vielfalt

Luchs – Foto: Leo/fokus-natur.de

Bio-Logische Vielfalt hilft nicht nur dem Luchs, sondern ist auch für das Überleben der Menschheit wichtig 

Heute anlässlich des internationalen Tages der Bio-Logischen Vielfalt ist es uns ein selbstverständliches Anliegen zu unterstreichen, dass unsere Welt nur ein Chance auf ein gesundes Fortbestehen hat, wenn der Mensch sich ausdrücklich und intensiv für die Natur und seine Umwelt nachhaltig einsetzt. Zu einer für den Menschen lebenswerten und gesunden Umwelt gehört selbstverständlich eine größtmögliche und möglichst natürliche Bio-Logische Vielfalt. Bei der heutzutage sehr intensiven Nutzung fast aller natürlicher Lebensräume durch den Menschen jedoch wird die Artenvielfalt und die Zahl der Vorkommen besonders gefährdeter Arten regelmäßig beeinflusst. Bei einer Überbeanspruchung der Ressourcenausbeutung kann dies dazu führen, dass seltene und sensible Arten ganz und für immer von unserem paradiesischen Planeten verschwinden. Noch nie war das hauptsächlich durch den Menschen verursachte Artensterben so groß, wie heute. Deshalb müssen wir unser Handeln und unsere Bemühungen für eine intakte Natur und für den Artenschutz so weit entwickeln, dass sie einen mindestens genau so großen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben, wie unser tägliches Wohnen, Schlafen, Essen und Trinken – denn das müssen unsere Tiere und Pflanzen auch. Mit unserem Engagement und zahlreichen Projekten – wie zum Beispiel mit unserem tollen Luchsprojekt PLAN P – setzen wir uns dafür ein, dass einst durch den Menschen ausgerottete und heute noch international bedrohte Arten eine zweite Chance auf eine möglichst schonende und konfliktarme Rückkehr in unsere Heimat bekommen. Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir es wollen und auch zulassen.  Unsere Wildtiere brauchen häufig keine Wildnis, sondern lediglich ungestörten Lebensraum und unsere Akzeptanz! Dafür setzen wir uns ein, mit unserem Luchsprojekt PLAN P.

Der Luchs war lange Zeit aus weiten Teilen Mittel- und Westeuropas verschwunden. Nun kommt der Luchs mit der Hilfe des Menschen z.B. in die Schweiz, nach Spanien und Frankreich, sowie auch nach Deutschland zurück. Dennoch hat er es schwer. Verkehr und illegale Jagd führen dazu, dass der Luchs auch heute noch eine gefährdete und bedrohte Art ist. Wir wollen dem Luchs dabei helfen, eine sichere Heimat bei uns zu finden. Wenn es uns gelingt, dass sich Luchse wieder gefahrlos durch unsere Wälder und über unsere Straßen bewegen können, dann wird das schöne Pinselohr in Mittel- und Westeuropa auch langfristig eine zweite Chance bekommen, sich untereinander zu „vernetzen“, sich genetisch auszutauschen und zu überleben. Von unseren Bemühungen für den Luchs profitieren letztlich auch zahlreiche andere Arten. Die Bio-Logische Vielfalt wird insgesamt reicher.

Silvester Tamás

Silvester Tamás

Koordinator Luchsprojekt bei NABU Thüringen
Silvester Tamás

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