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Max ist weiterhin im Tschad

Max ist weiter im Tschad geblieben. Sein Rastplatz liegt etwa 150 Kilometer östlich der Hauptstadt N’Djamena. Dort hält er sich in einem Gebiet auf, dass vermutlich in der Regenzeit eine Überschwemmungfläche ist. Jetzt in der Trockenzeit wird es vermutlich trocken gefallen sein.

Max macht eine Seeumrundung

Max hatte die letzten Wochen in der Savanne nordwestlich des Lac Fitri verbracht. Am Sonntag ist er gut 70 Kilometer nach Osten geflogen. Gestern hat er dann den Kurs Richtung Süden eingeschlagen und ist am Ostufer des Lac Fitri entlang gesegelt. Jetzt befindet er sich südwestlich des Sees. So hat er den Lac Fitri einmal umrundet.

Ein Abstecher nach Süden

Am Montag (31. Oktober) hat Max einen Abstecher von gut 130 Kilometern nach Süden gemacht.  Die Nacht verbrachte er an einem Überschwemmungsebiet, dass während der Regenzeit Wasser führen wird. Am nächsten Tag ging es dann wieder 80 Kilometer nach Norden. Auch hier lohnt sich der genauere Blick auf die Satellitenaufnahme. Max rastet in einer locker mit Bäumen bestandenen Savannenlandschaft. Zwischen den trockenen Bereichen finden sich zeitlich überschwemmte Bereiche, die Max offenbar zur Nahrungssuche besucht hat. Man kann sogar den Baum lokalisieren, auf dem er eine Nacht verbracht hat.

Auch Eva und Sonja sind wieder aufgetaucht

Nachdem Max schon seit dem 16. Oktober wieder regelmäßig seine Positionen liefert, folgten ihm auch jetzt Eva und Sonja. Alle drei befinden sich nun in der Savanne nördlich der Straße von N’Djamena nach Abéché. Ihre Positionen liegen etwa 170 Kilometer weit auseinander.

Alle drei haben eine ähnliche Route genommen. Max und Eva erreichten den Tschad am 12. September. Sonja schon am 5. September. Sie rasteten zunächst gut 200 Kilometer südwestlich des Ennedi-Gebirges. Nachdem die Trockenzeit vorangeschritten ist, sind sie 400 Kilometer in den Süden geflogen, wo sie wohl bessere Bedingungen vorfinden.

Der Zugweg von Sonja (grün), Eva (violett) und Max (gelb) im September bis Oktober 2022 im Tschad.

Max ist wieder aufgetaucht.

Seit Max vor mehr als einen Monat Ägypten verlassen hatte, haben wir keine neuen Ortungen mehr von ihm erhalten. Nun ist er wieder aufgetaucht. Er befindet sich seit zwei Tagen gut 50 Kilometer nördlich vom Lac Fitri. Auch wenn die Mobilfunkverbindung noch nicht gut ist, hat sein Sender einen ganzen Satz von Daten geliefert, die uns davon erzählen, wo er die vergangenen Wochen verbracht hatte.

Die erste Ortung von Max aus dem Tschad stammt vom 13. September. Er befand sich nahe der Ortschaft Iriba unweit der Grenze zum Sudan und gut 200 Kilometer südlich des Ennedi Gebirges. Auch unsere Senderstörchin Eva hatte sich einige Tage zuvor in der Region aufgehalten. Hier befindet sich die Grenze zur Sahara, in der meist nur sehr wenig Regen fällt. Aber in diesem Jahr ist es anders. Es scheint in der Region gut geregnet zu haben, so dass die Vegetation ergrünt ist und sich viele Insekten entwickeln konnten.  Schon im vergangenen Jahr hielten sich unsere Senderstörche im Tschad relativ weit nördlich auf. Ein gutes Zeichen, denn in der Regenzeit ist die Regenfront sehr weit nach Norden vorgerückt und hat für ordentlich Feuchtigkeit gesorgt.

Mit der zunehmenden Trockenheit ist Max dann ab 3. Oktober Stück für Stück nach Süden gezogen. Er befindet sich jetzt etwa 350 Kilometer weiter südlich in der Region wo in der Vergangenheit die meisten unserer Senderstörche gerastet haben.

Max in Ägypten

Auch Max hat den Golf von Suez hinter sich gelassen. Spannend dabei ist, dass er wahrscheinlich im gleichen Trupp unterwegs war, wie Eva. Die Nacht hatten beide auf dem Sinai noch gut 10 Kilometer entfernt voneinander übernachtet. Am darauf folgenden Morgen überquerten die beiden in einem Abstand von etwa 10 Minuten den Golf. Später trennten sich ihre Wege wieder. Max landete am Abend unweit von Esna. Das lag mehr als 50 Kilometer von Evas Schlafplatz entfernt.

Max auf dem Sinai

Auch Max hatte am Dienstag (6. September) Syrien hinter sich gelassen und das Jordantal südlich des See Genezareth erreicht. Dann zog er am Jordantal entlang bis zum Nordufer des Toten Meeres. Hier verbrachte er die Nacht. Am nächsten Morgen ging es weiter über die Negev Wüste und den Sinai. Am späten Nachmittag landete er offenbar. Da hatte er fast den Golf von Suez erreicht.

Max in Syrien

Max durchquerte Anatolien in zwei Etappen von gut 230 bzw. 260 Kilometern. Am Freitagabend (2. September) erreichte er den Rand des Taurus-Gebirges. Am Samstagmorgen ging es über die Berge und weiter nach Iskenderun. Die folgende Nacht verbrachte er im seichten Wasser einer Lagune vor dem Golf von Iskenderun. Den Golf überquerte Max am nächsten Morgen direkt. Die meisten anderen Störche umfliegen die Meeresbucht. Max brauchte für die 32 Kilometer gut 45 Minuten. Zuvor schraubte er sich auf etwa 450 Meter, um die nötige Höhe für den Überflug zu haben. Am gegenüberliegenden Ufer waren es dann nur noch gut 80 m Höhe. Dann lang die syrische Grenze vor ihm.

Max hat den Bosporus überquert

Am Dienstag (30. August) kam Max unweit der Hafenstadt Warna an die Küste des Schwarzen Meeres. Bis zum Abend zog er gut 280 Kilometer weit bis in die Türkei und erreichte die Küste des Marmarameeres. Auf den Feldern nördlich der Küstenstadt Silivri. Am nächten Morgen zog er weiter entlang der Küstenlinie und über die Prinzeninseln bis nach Izmit. Dort verbrachte er in der Nähe der Stadt die Nacht, bevor es am nächsten Morgen nach Anatolien weiterging.

Max in Rumänien

Max erreichte am Donnerstag (26. August) die Karpaten. Am nächsten Tag überquerte er die Berge umweit des Wintersportortes Zakopane. Seine weitere Reise sollte über die Slowakei, Ungarn und Siebenbürgen weiter nach Südosten gehen. Gestern Abend erreichte er Brasov. Wahrscheinlich wird er heute die Karpaten wieder überqueren, um dann Kurs auf die Küste des Schwarzen Meeres zu nehmen.