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Ronja trödelt

ronja_iconRonja kommt langsam voran. Sie macht immer wieder einmal einen Tag lang Pause. Fast könnte man denken, dass sie sich deshalb Zeit nimmt, weil ihr Partner Michael erst die Sinai Halbinsel erreichte und somit noch einige Tage Heimflug vor sich hat. Das ist natürlich Quatsch. Wie sollten sie von einander wissen. Außerdem halten Störche nichts von Partnertreue und trennen sich nach der Brutsaison, um sich im nächsten Frühjahr wieder neu zu verpaaren. Da Störche aber ihrem Nest treu sind, finden sich aber häufig die gleichen Partner über Jahre wieder zusammen.

Übrigens wird wahrscheinlich Ronja als erste auf dem Nest in Bargen landen. Also nicht das Männchen ist in diesem Fall zuerst am Nest. Es ist eben nicht immer das Männchen, dass zuerst zurückkommt und auf das Weibchen wartet. Wäre ja zu schön gewesen. Am Dienstag (8. März) war Ronja noch südlich der Loire.

Michael erreicht Sinai

michael_iconMichael hatte am Donnerstag (3. März) endlich den Assuan Stausee erreicht. Dann machte er einen Tag lang wenige Kilometer nördlich von Abu Simbel am Ufer des Stausees Pause, bevor es weiterging. Am Montagabend (7. März) landete Michael wenige Kilometer vom Ufer des Roten Meeres entfernt. Am nächsten Tag gegen Mittag machte er sich an die Überquerung des Golf von Suez und nach einer Stunde war er auf der Sinai Halbinsel.

Gustav erreicht den Nahen Osten

gustav_iconAm Montagmorgen (29. Februar) startete Gustav und überquerte den Golf von Suez. Dazu brauchte er gut eine Stunde. Am Abend machte er dann nach gut 150 Kilometern in der Wüste Pause. Erst am Mittwoch (2. März) erreichte er Israel und verbrachte die Nacht in einem Wäldchen bei Aschkelon. Bis zum Freitag blieb Gustav in Israel, bevor er nach Norden weiterzog. Einen Tag und eine Nacht brauchte er, um Syrien hinter sich zu lassen. Dienstag (8. März) hatte er schon fast Anatolien überquert und er schlief in der Nähe der Stadt Eskesehir.

Adele in Bergenhusen angekommen

AdeleDann ging alles ganz schnell. Von Paris aus ist Adele in drei Tagen nach Bergenhusen geflogen. Am Dienstag (1. März) ist sie nur gut 115 Kilometer weit geflogen und verbrachte die Nacht im Nordosten Frankreichs. Aber am nächsten Tag überquerte sie Belgien und die Niederlande und landete am Abend nach mehr als 460 Kilometern in Ostfriesland. Danach war es nur noch ein Katzensprung, und sie erreichte am Donnertag (3. März) um 15 Uhr ihr angestammtes Nest in Bergenhusen. Jetzt wartet sie, dass auch ihr Partner zurückkommt.

Gustavs letzte Nacht in Afrika

gustav_iconGustav hatte am Donnerstag (25. Februar) den südlichsten Zipfel des Assuan-Stausees erreicht. An nächsten Tag zog er dann Richtung Norden weiter, flog an der Stadt Assuan vorbei und landete am Abend in einem bewässerten Feld bei Om Kombo. Nach der notwendigen nächtlichen Pause ging es gleich am nächsten Tag weiter nach Norden. Er verließ den Verlauf des Nils und verbrachte die nächste Nacht in der Wüste. Seine Tagesetappen waren in den letzten Tagen jeweils etwa 200 Kilometer lang.

Am Sonntagnachmittag hatte er den Golf von Suez erreicht. Für eine Überquerung des Meeres war es wohl schon zu spät. So wird er hier wohl seine letzte Nacht in Afrika verbracht haben. Neuere Ortungen habe ich noch nicht. Er dürfte aber, jetzt wo ich das schreibe, in Israel sein.

Ronja in Südfrankreich

ronja_iconRonja hatte am Freitag (26. Februar) die Pyrenäen überquert. Dann machte sie erst einmal zwei Tage lang auf einer Wiese am Fluss Marquèze Pause. Am Montag (29. Februar) ging es dann nur 15 Kilometer weiter nach Norden. Aber Dienstag waren es dann 150 Kilometer bis an die Ufer der Dodogne, östlich von Bordeaux.

Adele über Paris

AdeleAdele nähert sich langsam Deutschland. In kleinen Trippelschritten flog sie in den Vergangenen Tagen nach Norden. Am Montag (29. Februar) überflog sie offenbar Paris, um am Abend 50 Kilometer nordöstlich der Metropole in einem Wäldchen an der Marne zu übernachten.

Michael auf Nordkurs

michael_iconMichael ist am Donnerstag nach Norden abgebogen, um den Nil bei Dongola zu erreichen. Immer noch ist seine Reise beschwerlich, weil er wohl mit Gegenwind zu kämpfen hat. Diese Tagesetappen sind dann nicht viel mehr als 100 Kilometer weit.

In den Kommentaren wurde häufig danach gefragt, ob Michael und unsere anderen Störche allein oder in großen Trupps ziehen. Störche ziehen in großen Trupps. Aber man darf sich den Zug nicht wie bei Gänsen oder Kranichen vorstellen, die in Formationen fliegen. Störche fliegen als Segelflieger ungeordnet. Sie schrauben sich in einer Thermik in die Höhe und segeln dann bis zum nächsten Thermikschlauch. Und diese Thermiken nutzen dann meist viele hundert Störche auf einmal. An den Flaschenhälsen des Zuges, wie in Israel oder am Bosporus, können dann Storchentrupps von mehreren tausend bis zehntausend Vögel beobachtet werden. Unsere Senderstörche stehen sozusagen für eine Vielzahl anderer Störche.

Ronja ist endlich gestartet

ronja_iconNun ist auch Ronja endlich gestartet. Am Montag (22. Februar) flog sie von Vaciamadrid 190 Kilometer nach Nordwesten. Am nächsten Tag erreichte sie nach nur 70 Kilometern den Ebro und blieb dort über Nacht. Am nächsten Morgen flog sie dann nur 50 Kilometer weiter. Eilig hat sie es offenbar nicht.

Michael ist immer noch nicht am Nil

michael_iconMichael kommt weiter nicht so recht voran. Seit Samstag (20. Februar) ist er insgesamt nur 490 Kilometer nach Osten geflogen. Am Samstag war seine Etappe sogar nur 55 Kilometer lang. Am Montag flog er an den Vulkanbergen von Malha Wells vorbei, die aus der flachen Wüstenlandschaft herausragen. Noch hat er gut 340 Kilometer bis zum Nil. Ob er das bis zum Ende des Wochenendes schafft?