Ronja und Michael sollten sich beeilen

Michael hatte am Montag (12. März) den Fuß der Kaparten erreicht. Er will die Berge im Süden überqueren und dann über Siebenbürgen weiter nach Norden ziehen. Er hat noch gut 1.500 Kilometer vor sich, bis er sein Nest erreicht hat. Von Ronja wissen wir derzeit leider nichts. Ich vermute, dass ihr Sender aufgegeben hat. Die letzte Ortung stammten noch aus Spanien.

Die Beiden sollten sich allerdings beeilen, denn seit einigen Tagen hat ein anderes Storchenpaar ihr Nest besetzt. Das Weibchen trägt einen schwedischen Ring – das Männchen ist unberingt. Eigentlich müsste Ronja zuerst in Bargen ankommen. Dann wird es sicherlich spannend.

Kai-Michael Thomsen

Kai-Michael Thomsen

NABU-Storchenexperte

4 Kommentare

Gabi Rauch

17.03.2018, 10:45

Ich drücke den beiden fest die Daumen, dass sie bald gemeinsam ihr Nest beziehen werden!!

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jjens v bruun

16.03.2018, 17:18

kommen doch bald

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Wolfgang Thoms

16.03.2018, 15:13

Sehr geehrter Herr Thomsen, mit großem Interesse lesen wir seit letztem Jahr Ihre Berichte und freuen uns jedes mal über Ihre Ausführungen. Eine Sache ist für uns allerdings nicht ganz nachvollziehbar und bitten deshalb um "Aufklärung". Wenn Ronja und Michael ein Paar sind - und unseres Wissens nach bleiben Störche auch ein Leben lang zusammen - warum fliegen die Beiden getrennt in ein Winterquartier, das auch noch tausende Kilometer voneinander entfernt liegt. Es wäre doch sicherlich einfacher, gemeinsam das Winterquartier zu beziehen und gemeinsam wieder ins Nest zurück zu kehren. Dann hätten sie doch sicherlich auch keinen so Stress, der jetzt auf die Beiden zukommt, da ihr Nest besetzt ist. Es wäre sehr schön, wenn Sie uns, lieber Herr Thomsen, "aufklären". Vielen Dank schon vorab. Weiterhin Ihnen und Ihrem Team viel Erfolg und uns allen tolle Berichte. Mit freundlichen Grüßen aus dem Schwabenländle von den Nabu-Mitgliedern Christa und Wolfgang Thoms

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Kai-Michael Thomsen

Kai-Michael Thomsen

19.03.2018, 09:42

Hallo Familie Thoms, Störche führen keine lebenslange Ehe, sondern nur eine Saisonehe und trennen sich nach der Brutsaison. Sie sind allerdings zumeist ihrem Nest treu und suchen dies über viele Jahre immer wieder auf. Dann kommen häufig das Männchen und das Weibchen des Vorjahres wieder zusammen und wir Menschen denken, dass sie sich treu bleiben. Die Saisonehe macht Sinn, weil der lange Zug dazu führen kann, dass einer der beiden verunglückt. Dann kann sich der verbliebene Partner rasch wieder einen neuen suchen. Dass wir hier ein Paar aus Ost- und Westziehern haben, ist für Deutschland nicht ungewöhlich, da wir in einem, Mischgebiet leben, in denen Vögel beider Zugrichtungen vorkommen. Weiter östlich in Polen oder dem Baltikum ist das nicht so. Dort kommen nur Ostzieher vor. Gruß Kai

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