Michael erreicht Europa

Das ging aber schnell. Michael hat die Türkei in zwei Tagen durchquert und erreichte Europa am Mittwoch (8. März). Dann machte er es ein wenig gemächlicher, denn bis Samstag (11. März) flog er gerade einmal 200 Kilometer weit und erreichte Bulgarien.

Bis jetzt sieht es so aus, dass auch ein großer Teil der Ostzieher sehr früh ins Brutgebiet zurück kommt. Das ist bei Michael allerdings auch nötig, denn bei seiner Partnerin Ronja hat sich wieder ein Nebenbuhler eingefunden.

Kai-Michael Thomsen

Kai-Michael Thomsen

NABU-Storchenexperte

5 Kommentare

jens v. bruun

13.03.2017, 20:58

das ist ja schön

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Anka Mari

13.03.2017, 18:10

Hallo Kai-Michael, ist der Nebenbuhler 0X027 schon ständig auf dem Horst von Ronja und Michael? Bei Jörg Heyna wurde er am 06.03. und 12.3. auf der Website eingetragen. Wird es zu Kämpfen kommen? Wie ist Ihre Einschätzung? Lieben Gruß Anka P.S. wissen Sie, auf welchem Horst der Storch 0X027 bisher "zuhause" war? Danke für eine Antwort!

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Kai-Michael Thomsen

Kai-Michael Thomsen

14.03.2017, 08:48

Hallo Anka Mari, der Nebenbuhler trieb sich im vergangen Jahr in der Gegend herum, ohne dass er ein Nest besetzt hatte. Wahrscheinlich wird es einen Kampf bei der Rückkehr von Michael geben. Meist setzen sich aber die alten Nestbesitzer durch. Es kommt in Schleswig-Holstein häufiger vor, dass traditionelle Neststandorte von westziehenden Störchen früh besetzt werden und die später heimkehrenden Ostzieher die Nester erkämpfen müssen. Eine Folge des veränderten Zugverhaltens. Gruß Kai

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Stefan Kroll

13.03.2017, 15:19

Bewundernswert, wie zielstrebig und schnell Michael und Gustav unterwegs sind! Aber sind die beiden ein geeigneter Maßstab für eine allgemeine Prognose? Beides sind alte, erfahrene Männchen, die auch in den letzten Jahren fast immer unter den ersten zehn Prozent der Ostzieher waren, die im Brutgebiet eintrafen. Das war auch im Vorjahr so. Aber letztlich wurde 2016 ein Ostzieher-Störungsjahr mit verbreitet später Rückkehr. In diesem Winter gab es in großen Teilen Ostafrikas eine ausgeprägte Trockenheit. Haben sich die vielen dort überwinternden Störche rechtzeitig genug gestärkt für den langen Zug nach Europa? Oder sind sie in den Süden Afrikas ausgewichen? Zu wünschen wäre eine verbreitet frühe Ostzieher-Rückkehr wie zuletzt 2010 und 2014 auf jeden Fall, aber es bleiben Zweifel.

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Kai-Michael Thomsen

Kai-Michael Thomsen

13.03.2017, 15:47

Hallo Herr Kroll! Sicher können unsere Senderstörche nur für den Teil der Ostpopulation stehen, die im östlichen Sahel überwintert haben. Die Störche, die in Ostafrika oder in Südafrika überwintert haben, sind traditionell später. Aber die scheinen auch auf dem Weg zu sein, wie Senderstorch Albert vom Storchenhof Loburg zeigt. Außerdem wissen wir nicht wie viele Vögel weiter in den Süden gezogen sind. Das kann sich von Jahr zu Jahr unterscheiden. Ich fand es recht ungewöhnlich dass Michael und Gustav Anatolien in zwei Tagen überquerten. Im Frühjahr eine doch herausfordernde Etappe. Beste Grüße Kai-M. Thomsen

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