Max Beiträge

Max am Golf von Suez

Max hat vorgestern (7. März) den Golf von Suez erreicht. Gestern hatte er den Meeresarm überquert und die Sinaihalbinsel erreicht.

Für die Etappe über die Sahara, vom Tschad bis zum Nil brauchte er ungewöhnlich lange. Am 16. Februar meldete er sich noch aus dem Tschad, südlich des Ennedi Gebirges. Er hatte dort den Kurs Richtung Nordosten eingeschlagen. Aber kurz darauf, gerade als er die Grenze zum Sudan hinter sich gelassen hatte, flog er zwei Tagesetappen und über 200 Kilometer nach Süden. Vermutlich wehte ein ungewöhnlich heftiger Nordost-Passatwind, der den normalen Zug über die Sahara für ihn zu beschwerlich machte.

Max nahm einen östlichen Kurs auf und konnte endlich am 25. Februar den Nil südlich von Dongula erreichen. Neun Tage hatte er insgesamt für diesen Umweg gebraucht. Seine Reise folgte nun dem Lauf des Nil nach Norden. Am 2. März lag der Assuan-Stausee vor ihm, den er im Westen passierte. Die Nacht auf den 4. März verbrachte er in den Bewässerungsfeldern südlich der Toshka Lakes. Wahrscheinlich hat er dort auch ausgiebig nach Futter gesucht.

Am 5. März überflog Max bei Edfu den Nil, um weiter nach Nordosten zu ziehen. Kurz vor dem Golf von Suez landete er an der Oase El Malacha, um dort die Nacht zu verbringen. Am nächsten Morgen startete er sehr früh, um den anstrengenden Flug über die Meeresenge hinter sich zu bringen. Drei Stunden später war er über der Sinaihalbinsel.

Der Heimzug beginnt

Max hat sich Dienstag (10. Februar) auf dem Heimzug begeben. Er ist aus dem Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun Richtung  Nordosten gestartet. Gestern (16. Februar) befand er sich wenige Kilometer südlich des Ennedi-Gebirges an der Grenze zum Sudan. Da hatte er schon mehr als 1.000 Kilometer zurückgelegt.

Zwischen Tschad und Kamerun

Max rastet immer noch im Grenzgebiet zwischen dem Tschad und Kamerun. Der Logone Fluss bildet hier die Grenze zwischen beiden Ländern. Max wurde links und rechts des Flusses geortet. Er war zur Nahrungssuche im Überschwemmungsgebiet unterwegs. Teilweise auf Feldern teilweise auf savannenartigen Flächen.

Zwischen Tschad und Kamerun

Von Max erhalten wir derzeit regelmäßig Positionsdaten aus dem Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun. Er hält sich dort entlang des Logone Flusses auf, der hier die Grenze zwischen den beiden Ländern bildet. Der Fluss fließt Richtung Norden und mündet bei N’Djamena in den Chari-Fluss, der wiederum in den Tschadsee fließt. Er sucht auf den Feldern und der angrenzenden Savanne nach Nahrung. Die Landschaft erscheint im Satellitenbild grün. Hier scheint er ausreichend Nahrung zu finden.

Wo sind die Senderstörche zum Jahreswechsel

Lange Zeit gab es keine Berichte über unsere Senderstörche. Wir hatten auch nicht viel zu berichten. Die Mehrzahl unserer Störche haben sich leider lang nicht gemeldet. Von Ole Einar/Przygódka, Sportie, Sonja und Else haben wir teilweise seit September nichts mehr gehört. Sie hatten die Ostroute genommen und befinden sich nun wahrscheinlich im Sudan. Aufgrund des Bürgerkrieges gibt es von dort keine Meldungen, weil das Mobilfunknetz zusammen gebrochen ist. Erst wenn ihr Sender wieder eine Verbindung zum Mobilfunknetz erhält werden ihre Ortungen zu uns übertragen. Dann wissen wir, wo sie die ganze Zeit verbracht haben. Hoffen wir, dass es ihnen gut geht.

Seit Dezember 2025 haben wir auch keine Meldungen von unseren beiden Westzieherinnen Pauli (Marokko) und Fritzi (Frankreich) erhalten. Ihre letzten Meldungen die wir erhielten zeigten, dass die Batterien ihrer Sender nur noch eine geringe Batteriespannung hatten. Im Winter bekommen die Solarzellen ihrer Sender zu wenig Licht, um die Batterien ausreichend aufzuladen. Sie stellen dann automatisch die Datenlieferung ein. Wahrscheinlich wird sich Pauli noch immer bei Tétouan im Norden von Marokko auf halten und Fritzi im Medoc bei Bordeaux. Den vergangenen vergangenen Jahren hielten sie sich dort den gesamten Winter über auf.

Max meldete sich seit er die Sahara überquert hatte regelmäßig aus dem Tschad. Derzeit rastet er gut 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Djamena. Seine Ortungen kommen derzeit vor allen von der Umgebung des Flusses Logone, der den Tschadsee mit Wsser speißt.

Die größte Überraschung lieferte uns allerdings die Senderstörchin Eva. Bei uns, im Brutgebiet, meldete sich ihr Sender nur noch sporadisch und zum Ende der Brutsaison praktisch nicht mehr. Wir vermuteten, dass der Sender seine Arbeit endgültig eingestellt hatte. Jetzt aber erhalten wir seit einiger Zeit wieder regelmäßig die Daten von Eva. Und mehr noch, wir haben alle Ortungen seit ihrem Abzug aus Tielen bekommen. Die südliche Sonne hat die Batterien des Senders offenbar wieder aufgeladen und er konnte damit die gesammelten Daten übertragen.

Nun können wir ihre Reise nachzeichnen. Vom 8. September bis zum 25. November hielt sie sich im Osten des Tschad in der Umgebung der Stadt Abéché sowie im Westen des Sudan auf. Dann zog sie über den Süden des Sudan und Äthiopien weiter nach Süden. Seit dem 10. Dezember rastet sie im Westen von Tansania, in der Region westlich der Stadt Tabora. Diese landwirtschaftlich genutzte Region hatte sie schon in den Vorjahren aufgesucht und war von dort aus zur Heimreise gestartet.

Max ist ein Stückchen nach Süden geflogen

Mehr als einen Monat lang rastete Max nordwestlich des Lac Fitri. In dieser Zeit dehnte sich sein Rastgebiet 25 Kilometer von Ost nach West und 11 Kilometer von Nord nach Süd aus. Offenbar hat er in diesem Gebiet reichlich Futter gefunden, denn sonst wäre er weiter umher gestreift. Ich habe mich in das Satellitenbild hineingezoomt und interessante Landschaftstrukturen entdeckt. Die Landschaft scheint von großen Sanddünen geprägt zu sein, die sich etwas 10 Kilometer von Nord nach Süd erstecken. Zwischen diesen Dünen liegen Senken, die nach der Regenzeit feucht und sogar überschwemmt sind. Und hier liegen die meisten Ortungspunkte von Max. Er hat sich also zumeist in diesen feuchten Bereichen aufgehalten und seine Nahrung gesucht.

Am 18. Oktober hat sich Max wieder aufgemacht und ist gut 95 Kilometer nach Südwesten geflogen. Hier scheint die Savanne sehr eben zu sein und ist von Bäumen locker bewachsen. Auch hier finden sich einige flache und feuchte Senken.

Meldung aus dem Tschad

Seit mehr als drei Wochen hatten wir keine Informationen von Max erhalten. Damals zog er gerade durch Ägypten. Jetzt gab es wieder neue Meldungen von ihm aus dem Tschad. Am 5. September zog Max entlang des Assuanstausees und des Nils nach Süden. Am nächsten Tag drehte er auf einen südwestlichen Kurs um über die Wüste Richtung Tschad zu ziehen. Für die Wüstenquerung brauchte er drei Tage, dann hatte er die Sahelzone im Tschad erreicht. Dabei legte er täglich über 400 Kilometer zurück.

Ab dem 10. September rastete er mehrere Tage an verschiedenen Orten in der nördlichen Sahelzone. Seit dem 17. September hält er sich gut 50 Kilometer nördlich des Lac Fitri auf. Hier rastete er schon im vergangenen Jahr für längere Zeit

Max in Ägypten

Am 2. September  zog Max weiter zum Golf von Akaba ubnd erreichte die Sinai Halbinsel. Am Abend in einem Wadi nahe des Coloured Canyon, einem Wandergebiet auf dem Sinai. Am nächsten Tag überquerte er den Golf von Suez und erreichte Afrika. Am Abend hatte er insgesamt 340 Kilometer zurückgelegt. Dann ging es weiter Richtung Nil. Am Donnerstagmittag segelte er über der Niloase in der Nähe von Luxor.

Max in Jordanien

Am Samstagabend (30. Aug.) landetete Max nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus. Am Sonntag erreichte er die Grenze zu Jordanien. Ähnlich wie Sportie zog Max auf einer mehr östlichen Route über Jordanien weiter.

Max kommt voran

Einen Tag lang machte Max noch Rast in der Slowakei, bevor er am 23. August über Siebenbürgen weiter zog. Und nun ging es schnell. Schon am nächsten Tag erreichte er bei Burgas die Küste des Schwarzen Meeres. Am 26. August überquerte er das Marmarameer nahe Istanbul. Dreieinhalb Stunden dauerte der anstrengende Flug über das Wasser.  Drei Tage später am 29. August hatte er die Türkei durchquert und umflog den Golf von Iskenderun. Syrien lag vor ihm.