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Eva ist gestartet

Eva hat am 2. März ihr Winterquartier im Westen Tansanias verlassen uind hat den direkten Kurs Richtung Norden genommen. Am 5. März wurde sie in Kenia nordöstlich des Viktoria-Sees geortet.

Sportie in Israel

Sportie ist schon vor einiger Zeit wieder aufgetaucht und sein Sender lieferte all die Daten, die zeigten wo er sich in den vergangenen Monate aufgehalten hatte. Wie vermutet verbrachte er den gesamten Winter im Sudan. Nach seiner Ankunft dort Ende September rastete er zunächst mehr als zwei Monate lang östlich von Khartum. Die Landschaft wird dort mit dem Wasser des Nil bewässert und landwirtschaftlich intensiv genutzt.

Ab dem 10. Dezember packte Sportie wieder die Zugunruhe und er zog weiter Richtung Südwesten nach Kordofan. Hier, nahe der Grenze zum Südsudan, rastete er für den Rest des Winters. Am 14. Februar startete er seinen Heimzug. Die Reise führte ihn direkt nach Norden. Mal entlang des Nils, mal quer über die Wüste, um die Flussschleifen des Nils abzukürzen. Nach 10 Tagen hatte er den Assuan-Stausee erreicht und am 26. Februar verlies Sportie den Nil, um mit Kurs Nordosten Richtung Golf von Suez zu fliegen. Am 1. März hatte der Sinai erreicht und zog weiter in Richtung Israel.

Max am Golf von Suez

Max hat vorgestern (7. März) den Golf von Suez erreicht. Gestern hatte er den Meeresarm überquert und die Sinaihalbinsel erreicht.

Für die Etappe über die Sahara, vom Tschad bis zum Nil brauchte er ungewöhnlich lange. Am 16. Februar meldete er sich noch aus dem Tschad, südlich des Ennedi Gebirges. Er hatte dort den Kurs Richtung Nordosten eingeschlagen. Aber kurz darauf, gerade als er die Grenze zum Sudan hinter sich gelassen hatte, flog er zwei Tagesetappen und über 200 Kilometer nach Süden. Vermutlich wehte ein ungewöhnlich heftiger Nordost-Passatwind, der den normalen Zug über die Sahara für ihn zu beschwerlich machte.

Max nahm einen östlichen Kurs auf und konnte endlich am 25. Februar den Nil südlich von Dongula erreichen. Neun Tage hatte er insgesamt für diesen Umweg gebraucht. Seine Reise folgte nun dem Lauf des Nil nach Norden. Am 2. März lag der Assuan-Stausee vor ihm, den er im Westen passierte. Die Nacht auf den 4. März verbrachte er in den Bewässerungsfeldern südlich der Toshka Lakes. Wahrscheinlich hat er dort auch ausgiebig nach Futter gesucht.

Am 5. März überflog Max bei Edfu den Nil, um weiter nach Nordosten zu ziehen. Kurz vor dem Golf von Suez landete er an der Oase El Malacha, um dort die Nacht zu verbringen. Am nächsten Morgen startete er sehr früh, um den anstrengenden Flug über die Meeresenge hinter sich zu bringen. Drei Stunden später war er über der Sinaihalbinsel.

Fritzi ist angekommen

Das ging schnell: Gestern Abend hat Fritzi ihr Nest in Erfde erreicht. Sie war am 20. Februar im Medoc gestartet und ist ohne lange Pausen über Westfrankreich, Belgien und die Niederlande zurück nach Schleswig-Holstein gezogen. In sieben Tagen hat sie 1.300 Kilometer zurückgelegt. Das waren durchschnittlich 185 Kilometer am Tag. Gestern Morgen war sie in den Niederlanden bei Zwolle gestartet und war ohne Pause nach 310 Kilometern in Erfde gelandet.

Fritzi ist gestartet

Auch Fritzi hat sich auf den Weg gemacht zurück in ihr Brutgebiet. Am Freitag (20. Februar) ist sie gestartet und hat die Gironde überquert, um dann weiter noch Nordosten zu ziehen. Zwei Tage später befand sie sich schon nördlich von Tours.

Der Heimzug beginnt

Max hat sich Dienstag (10. Februar) auf dem Heimzug begeben. Er ist aus dem Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun Richtung  Nordosten gestartet. Gestern (16. Februar) befand er sich wenige Kilometer südlich des Ennedi-Gebirges an der Grenze zum Sudan. Da hatte er schon mehr als 1.000 Kilometer zurückgelegt.

Zwischen Tschad und Kamerun

Max rastet immer noch im Grenzgebiet zwischen dem Tschad und Kamerun. Der Logone Fluss bildet hier die Grenze zwischen beiden Ländern. Max wurde links und rechts des Flusses geortet. Er war zur Nahrungssuche im Überschwemmungsgebiet unterwegs. Teilweise auf Feldern teilweise auf savannenartigen Flächen.

Eva bleibt ihrem Standort treu

Eva rastet seit dem 10. Dezember im Westen Tansanias nahe der Stadt Tabora. Im Gegensatz zu  Ole Einar/Przygódka fliegt sie nicht weit umher, sondern hält sich zumeist in einem Gebiet von etwa 15 x 15 Kilometer Größe auf. Nur ausnahmweise hat sie mal einen längeren Ausflug über 70 Kilometer gemacht. Das Hochland bei Tabora liegt auf einer Höhe von 1.000 – 1.500 m über dem Meeresspiegel. Es gibt größere Wälder und Bereiche mit landwirtschaftlichen Nutzflächen auf denen Eva ihre Nahrung sucht. Ihre Schlafplätze liegen am Rande der Wälder oder auf Einzelbäumen.

Ole Einar/Przygódka in Tansania

Die Reise von Ole Einar/Przygódka Richtung Süden ging weiter. Vom Turkanasee aus flog sie bis zum 25. Januar nach Nairobi, wo sie einen kurzen Zwischenstopp auf einer Mülldeponie machte. Die Nacht verbrachte in einer Baumgruppe in der Nähe des Ngong Flusses, der der Stadt durchquert. Am nächsten Tag überquerte sie schon die Grenze zu Tansanie und landete am nordwestlichen Rand des Kilamanjaro. Die Landschaft am Fuß des Kilamanjaro ist landwirtschaftlich geprägt und hier verbrachte sie einen Tag lang, bevor sie am 28. Januar weiterzog. Einen Tag später rastete sie schon gut 150 Kilometer südöstlich nahe des Manyarasees. Gestern befand sich Ole Einar/Przygódka in der Region Dodoma, noch einmal 300 Kilometer weiter südlich .

Seit dem 22. Januar zog Ole Einar/Przygódka gut 1.300 Kilometer weit durch Ostafrika. Wie schon in den vergangenen Jahren verfolgte sie im Vergleich zu den anderen Senderstörchen eine ganz andere Strategie. Sie zieht weit umher, rastet meist nur kurz an einem Ort und fliegt nach kurzer Zeit weiter, während andere Störche, wie z. B. Eva lange in einer Region bleiben.

Ole Einar/Przygódka ist wieder aufgetaucht

Ole Einar/Przygódka hat sich nach langer Sendepause wieder aus Kenia gemeldet. Wie wir vermuteten, verbrachte sie die meister Zeit seit September 2025 im Sudan. Da das Mobilfunknetz infolge des Bürgerkrieges zusammengebrochen ist, haben wir leider keine akutellen Positionsdaten von ihr erhalten. Der Sender speichert aber die Daten und jetzt konnten sie übertragen werden.

Ole Einar/Przygódka hielt sich seit September vor allem östlich und südöstlich von Karthum auf. Dabei rastete sie in einem Gebiet mit einer Größe von 100 x 150 Kilometer östlich des Blauen Nil. Die Region wird landwirtschaftlich genutzt, wie das rechteckige Muster der Satellitenaufnahmen verrät. Am 11. Dezember verlies sie das Gebiet, um Richtung Südosten weiterzuziehen. Zwei Tage später überquerte sie die Grenze zu Äthiopien. Einen Monat lang rastete sie im Hochland südlich des Tanasees.  Dann startete sie am 18. Januar wieder, um weiter nach Süden zu ziehen. Gestern (22. Jan.) wurde sie in Kenia südlich des Turkanasees geortet.