Nisthilfen mit zusätzlichem Platz

Die Nisthilfen-Größe wird viel diskutiert …

Es lässt sich aus zwölf Jahren Erfahrung mit unserer Kemptener Webcam sagen, dass sich zusätzlicher Platz sehr auszahlt. Das Weibchen verbringt die ersten beiden Wochen mit den Jungen im Nistkasten – sofern dies platztechnisch möglich ist – und schützt in dieser Zeit den Nachwuchs.

WaldkauzkastenAuch später, wenn die Jungkäuze heran wachsen, brauchen diese Platz, um sich zu bewegen und die Flügel mal auszustrecken.

Unsere Arbeitsgruppe Waldkauz hat deswegen zusammen mit der Firma Schwegler zwei neue Nisthilfen für den Waldkauz entwickelt:

Diese können wir absolut empfehlen, auch was die Haltbarkeit betrifft.

 

Thomas Blodau

Thomas Blodau

LBV-Kreisgruppenvorsitzender Kempten
Thomas Blodau

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11 Kommentare

Inke

21.03.2017, 15:02

Hallo Thomas, wollte mal vorsichtig an meine Frage vom 17. erinnern, für den Fall, das sie "durchgerutscht" ist :o)

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Thomas Blodau

Thomas Blodau

21.03.2017, 19:01

Hallo Andrea, sorry für die späte Antwort ... Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall, gearde wenn es dort viele alte Bäume gibt. Die Dohle ist natürlich auch an solchen Nistplätzen interessiert. Da die Käuze aber ihren Brutplatz schon sehr früh besetzen, werden sie sich gegen ein Dohlenpaar normalerweise durchsetzen. Sie haben einfach die besseren "Argumente" ;) ... Die Nachbarschaft zu einer Krähenkolnie - Saatkrähen nehme ich an - ist dabei kein Problem. Die Jungen müssen nicht zwingend auf den Brutbaum klettern, wenn es in der Nähe andere Möglichkeiten gibt. VIEL ERFOLG!!!

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Inke

21.03.2017, 21:06

Danke :o)

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Inke

09.04.2017, 21:55

Hallo Thomas, der Schwegler-Kauzkasten in unserer Zeder(aufgehängt am 25. März) ist bereits von Dohlen entdeckt worden und sie tragen eifrig Zweiglein ein. Frage: Sollten wir den Kasten im Herbst vom Dohlennest befreien oder wäre den Käuzen das egal? Gibt es da Erfahrungen?

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Thomas Blodau

Thomas Blodau

17.04.2017, 18:17

Hallo, das ist ja in der kurzen Zeit auch ein sehr schöner Erfolg! Ja bitte das Nistmaterial der Dohlen im Herbst entfernen und darauf achten, dass die Einstreu im Kasten bleibt bzw. erneuert wird (Rindenmulch eignet sich hier auch sehr gut).

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Inke

19.04.2017, 12:53

Hallo Thomas, danke für die Antwort!

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Sabine

10.03.2017, 13:05

Wenn ich an den Waschbärfilm denke - kann die Sitzstange nicht auch Räubern dienen ? Ist die Höhle tief genug, um das Weibchen und die Jungen zu schützen ? Und vielen vielen Dank für die Webcams !

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Inke

10.03.2017, 14:19

...ist auch meine Frage :o)

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Thomas Blodau

Thomas Blodau

13.03.2017, 21:18

Hallo Sabine, der Einflug des Nistkastens ist mit 11x12 cm recht eng gehalten ... Es empfiehlt sich jedoch die Nisthilfen an glattstämmigen Buchen anzubringen, die schwerer zu erklettern sind. Die Waldkauzröhre bietet die Möglichkeit, Duftstoffe zur Marder-, Waschbär- und Katzenabwehr - mittles Einsatzmulde am Einflug - einzusetzen. Ansonsten leistet auch der früher schon erwähnte Katzengürtel gute Dienste ... Auch eine vom NABU-Berlin verwendete Manschette aus Kunstoff um den Stamm ist ein sehr guter Schutz. Stehen die Bäume eng beieinander sollte eine Manschette unter- und oberhalb des Kastens angebracht werden.

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Inke

17.03.2017, 15:04

Hallo Thomas, aufgrund der Lebensdauer und des relativ großen Aufwandes, den Kasten in den Baum zu bekommen, überlege ich den Kasten für mein "Friedhofsprojekt anzuschaffen. Mir stellt sich jetzt noch die Frage, wie groß die Gefahr ist, den Kasten an Dohlen "zu verlieren"? Wer würde sich im Zweifelsfall durchsetzen? Und wie verträgt sich der Waldkauz mit einer Krähenkolonie? Ich höre Herrn Waldkauz ab und zu auch im Pastoratswäldchen rufen, in dem sich einige Krähennester in den Wipfeln befinden, und frage mich, ob es sinnvoll ist, dort auch einen Kasten anzubringen. Zu den Schutzmanschetten/Katzengürtel: Klettern nicht die Jungvögel durchaus auch den Stamm wieder rauf, wenn sie runter fallen? Wären diese Schutzmaßnahmen dann nicht ein Problem für sie?

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Andrea Mrozeck

10.03.2017, 10:02

Hallo zusammen! Da in den diskutierten Nisthilfen jeweils erfolgreich für Nachwuchs gesorgt wird, denke ich, daß unsere Wildtiere recht flexibel und opportunistisch sind ( und auch sein müssen). LG Andrea

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