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NABU-Vogel-Webcams – Vögel live beobachten

Mit den NABU-Vogel-Webcams können Sie verschiedene Vögel live beobachten – beim Fressen, Dösen oder Fliegen. Ein Naturerlebnis für Groß und Klein.

Neu: Unser Wintervogel-Webcam zeigt einen tollen Blick auf den Futterplatz im Garten des NABU-Shops. Wir freuen uns auf Meisen, Finken, Rotkehlchen und Co. – und mit etwas Glück kommt vielleicht auch ein seltener Gast herbeigeflattert.

Weiterhin werfen wir einen Blick in das Wohnzimmer des Waldkauzes – Vogel des Jahres 2017. Die Webcam ist in Berlin-Reinickendorf eingerichtet und wir haben eine grandiose Außen- und Innenansicht.

Wir wünschen gute Unterhaltung!

Waldkauz Berlin außenWaldkauz Berlin innenWintervogel-Webcam

Wintervogel-Webcam

Die Snackbar ist eröffnet! Wenn im Winter das Nahrungsangebot geringer wird, nehmen Vögel gerne zusätzliches Futter vom Menschen an. Beobachten Sie mit uns, welche Arten an den Futterplatz im Garten des NABU-Shops kommen. Wir freuen uns auf Meisen, Finken, Rotkehlchen und Drosseln. Mit etwas Glück kommt vielleicht auch ein seltener Gast herbeigeflattert. Mit der Webcam können Sie die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Wir wünschen allen Zuschauern ein schönes Naturerlebnis!

Was geschah mit Bilbo?

Viele Besucher und Besucherinnen unserer Waldkauz-Webcam erinnern sich sicherlich an den dramatischen Tod von Bilbo, dem jüngsten der vier Berliner Waldkauz-Küken Anfang Mai dieses Jahres. Das Waldkauz-Junge wurde urplötzlich von einem größeren Geschwister attackiert und anschließend von ihm aufgefressen – Bilbo wurde 28 Tage alt.

Bilbo verstarb völlig unvermittelt. Er war vier Tage jünger als die beiden ältesten Jungen und zog bei vielen Fütterungen den Kürzeren.

Alle drei Jungkäuze wohlauf

Es gibt gute Neuigkeiten von Charlie, Kauzi und Paule:

Gestern um 2.00 Uhr in der Nacht (Montag, 31. Mai) wurde Hans-Jürgen-Stork vom NABU-Reinickendorf, der ganz in der Nähe des Nistkastens wohnt, durch unsere drei Jungkäuze geweckt. Sie saßen mindestens eine Stunde lang laut rufend in den Buchen seines Gartens. Das ist nach den jüngsten Videoaufnahmen von zwei der Jungen die erste Bestätigung, dass sogar alle drei überlebenden Jungkäuze weiterhin gesund und munter sind.

Drei junge Waldkäuze (Symbolbild – es sind nicht unsere). Foto: W. Borok

Ihre Bettelrufe zeigen an, dass sie auch 24 Tage nach dem Ausfliegen noch von den Eltern gefüttert werden. Das ist so üblich.

Andere Nachbarn melden zudem immer wieder Eulenflüge mit Fröschen aus ihren Tümpeln in die hohen Laub- und Nadelbäume. Vielleicht sind das die ersten eigenen Jagdversuche der jungen Eulen.

Endlich: Ästlinge vor der Kamera

Eben haben wir noch geschrieben, dass wir leider seit dem Ausfliegen noch keine Aufnahme der Jungkäuze haben. Jetzt erst haben wir dank einer aufmerksamen Zuschauerin (vielen Dank!) entdeckt, dass gestern Abend einer der Ästlinge tatsächlich dem Nistkasten einen kurzen Besuch abgestattet hat. Hier ist ein erstes Standbild, das Video reichen wir bald nach.

Erste Webcam-Aufnahme eines unserer Jungkäuze seit dem Ausfliegen am 7. Mai.

Ganz schön groß ist das Junge inzwischen, aber man erkennt, dass es noch fast vollständig im Daunenfederkleid ist und die endgültigen Deckfedern noch fehlen. Die Schwungfedern sind aber schon alle da, auch wenn sie noch ein bisschen wachsen müssen.

Neues von unseren Ästlingen

Am 7. Mai waren Kauzi, Charlie und Paule aus dem Nistkasten gesprungen. Seitdem haben wir sie nicht einmal mit der Außenkamera entdecken können. Der erste Flattersprung ging in die Tiefe. Dort gibt es aber noch einige Äste, so dass wir davon ausgehen können, dass sie nicht wie das Trio in unserem Beispielbild auf dem Boden gelandet sind.

Die Kollegen vom NABU Reinickendorf haben inzwischen ein paar Mal vor Ort nachgesehen und -gehört und dazu mit den Nachbarn gesprochen. Was sie herausgefunden haben, freut uns sehr: Zumindest das Weibchen und mindestens einer der drei Jungkäuze ist noch ganz in der Nähe des Nestes unterwegs. Beide sind regelmäßig zu hören. Natürlich kann es sein, dass auch die anderen beiden Jungkäuze noch dabei sind. Einmal konnte ein Nachbar einen der Jungkäuze sogar in der Fichte sitzen sehen, in der Papa Kauz gerne rastete, bevor er später am Morgen den Kasten anflog.

Drei Waldkauz-Ästlinge, aber nicht unsere! Foto: NABU/Diana Gevers

Vielfältiger Speisepan: Nachlese zur Futtersituation der Käuze

Die Nest-Saison 2017 ist für das Berliner Waldkauzpaar vorüber. Außerhalb des Nestes geht die harte Arbeit des Jungenfütterns zwar noch weiter, aber wir werden vermutlich kaum mehr Fütterungen mit der Webcam aufzeichnen können. Zeit, das Nahrungsspektrum unserer Käuze genauer zu analysieren.

Dank der modernen Technik können wir jede einzelne Fütterung nachvollziehen und die Beutetiere meist gut bestimmen. Wir arbeiten gerade an dieser Auswertung und werden hier demnächst einen „Endstand“ des Speiseplans einstellen.

Kauzi, Charlie und Paule fliegen aus

Am Ende ging es schnell: Am Sonntag, den 7. Mai, sind alle drei verbliebenen Waldkauzjungen in Berlin innerhalb eines Tages ausgeflogen. Dabei hat sicherlich geholfen, dass dies der erste wirklich warme und verlässlich trockene Tag seit langem war – auch der Samstag war schon nicht schlecht.

Das erste Junge, Kauzi oder Charlie, hat schon am frühen Morgen um 2:32 Uhr den Sprung in die Tiefe gewagt. Es war 34 Tage alt.

Das zweite folgte erst in der folgenden Nacht, allerdings schon bald nach Sonnenuntergang um 21:07 Uhr, ebenfalls 34 Tage alt.

Drama in Berlin – R.I.P. Bilbo

Was viele Kommentatoren unserer Waldkauz-Webcam in den letzten Tagen befürchtet hatten, ist jetzt doch eingetreten: Das jüngste der vier Waldkauz-Küken (Bilbo) ist tot. Zwar ist es nicht ungewöhnlich, dass nicht alle geschlüpften Jungen bis zum Ausfliegen überleben, aber der sehr späte Zeitpunkt des Todes (Bilbo wurde 28 Tage alt) hat auch Fachleute überrascht.

Bis 11:31 Uhr scheint Bilbo noch völlig normal und keineswegs geschwächt. Er ist 4 Tage jünger als die beiden ältesten Jungen und zieht bei vielen Fütterungen den Kürzeren. Er wächst daher langsamer, was aber kein Problem sein muss, da er ansonsten gesund erscheint.

Aus Küken werden Ästlinge

In der kommenden Woche werden die Berliner Jungkäuze den Nistkasten verlassen, obwohl sie dann immer noch nicht richtig fliegen können. Als sogenannte Ästlinge werden sie dann auf den Ästen in der Umgebung des Nistkastens noch mehrere Wochen lang auf Futter warten. Mit etwas Glück können wir sie dabei mit der Außenkamera weiter beobachten.

Kauzi, Charlie, Paule und Bilbo - alle vier Berliner Jungkäuze sind wohlauf.

Kauzi (links oben), Charlie (rechts Mitte), Paule (unten Mitte) und Bilbo (rechts oben) – alle vier Berliner Jungkäuze sind wohlauf.

Eine Maus für Kauzi, Charlie, Paule und Bilbo

Noch einmal vielen Dank für die vielen Namensvorschläge! Kauzi, Charlie, Paule und Bilbo haben sich bei den Berliner Käuzen durchgesetzt. Kauzi, Leo, Sina, Wuschel und Mattes sollen die bayrischen Käuzchen heißen. Ob in Berlin drei der jungen Käuze tatsächlich Männchen sind und Kauzi eine Dame, lässt sich noch nicht feststellen. Der Spaß-Charakter sollte bei der kleinen Namensaktion im Vordergrund stehen. Deshalb wird der Nachwuchs auch nicht beringt. Es handelt sich bei diesen Käuzen nicht um ein Forschungsprojekt und wir möchten gerne den Stress durch die Beringung für die jungen Vögel vermeiden.

Nun sind wir gespannt, wann die Kleinen zum ersten Mal ihr kuscheliges Heim verlassen!

PS: Auf dem Video sieht man, wie die Waldkauz-Jungen aufgeregt ihrer Mutter entgegenflattern, als diese ihnen eine Maus in den Kasten bringt.