Nesträuber enttarnt: Es war der Waschbär

Am frühen Morgen des 9. Mai griff ein Waschbär in den Nistkasten. Nun haben wir ein Archiv-Foto, das die Frage nach dem Nesträuber klärt.

Waschbärhand

Waschbär am Kasten

Klaus Döge, in dessen Garten der Nistkasten hängt, hat den Waschbär entdeckt und gehandelt…

Folie

Eine Folie verhindert nun, dass sich der Waschbär festhalten kann.

Damit das Tier nicht noch einmal den Baum hochklettern kann, hat er nun eine Verglasungsfolie am Stamm befestigt, die ca. 80 Zentimeter hoch ist. Und tatsächlich! Um 2 Uhr nachts konnte Klaus Döge beobachten, wie der Waschbär zwar kam, aber den Baum nicht mehr heraufklettern konnte. Nun sollte es gut weiter laufen, es ist aber ein herber Schlag. Auch in der Nähe des Kastens wurde nun alles entfernt, wo sich ein Waschbär festhalten oder drauf stellen kann. Vielen Dank, Klaus!

waschbaerbesuch

Um 2 Uhr in der folgenden Nacht hatte der Waschbär keine Chance mehr hochzukommen.

7 Kommentare

Ulla M. P.

17.05.2018, 11:48

Hallo Eric Neuling, das stimmt, der Waschbär hat einen anderen Status bei uns. Und er wird hier bleiben. Ich habe seit vielen Jahren Nistkästen im Garten. Auf Grund meiner Erfahrungen damit bringe ich zunehmend – wenn möglich – die Kästen an Wänden von Haus und Nebengelass an. Die sind schwerer zugänglich, dadurch sicherer und der Bruterfolg ist höher. Gegen evtl. mehr Sonneneinstrahlung und um die Kästen für Vögel attraktiver zu machen, begrüne ich die Wände mit Kletterpflanzen. Bis diese bei Neupflanzung hochgewachsen sind, befestige ich in der Zwischenzeit auf dem Dach und an den Seiten grüne Zweige. Sehr gut eignen sich Koniferenzweige, die behalten lange die Nadeln. Nach dem Ausfliegen der Jungvögel entferne ich die Zweige wieder.

Antworten

Ulla M. P.

12.05.2018, 11:23

Hallo Ulrike Stolle, Elstern, Krähen und Eichelhäher zählen auch zu den Freßfeinden der Singvögel. Aber auch sie wollen ja fressen und ihre Jungen groß ziehen. Doch du hast recht, wir können da etwas tun: die beste Variante sind Elster-, Marder- und Katzensichere Kästen. Die Vorderwand dieser Kästen hat oben einen Vorbau, in welchem sich das Einflugloch befindet. So können Feinde nicht hinein greifen oder picken, sie kommen nicht "um die Ecke" nach unten. Alte Kästen kann man nachrüsten oder man kauft sie im Fachhandel, z.B. von der Firma Hasselfeldt (schicken die Kästen zu; werden vom NABU empfohlen). Schnelle Hilfe: Ein Stück Kaninchendraht so auf dem Dach befestigen, dass es oben ca. 10 cm übersteht und möglichst auch etwas an den Seiten hinabreicht. Jedoch so, dass die Elternvögel noch hineinkommen. Den Draht kann man auch mit Dornenranken durchflechten.

Antworten
Eric Neuling

Eric Neuling

16.05.2018, 18:20

Hallo Ulla, vielen Dank für diesen nützlichen Tipp. So kann man einen Kasten an einem gefährdeten Standort gut nachrüsten. Waschbären gehören im übrigen, anders als Eichhörnchen, Marder oder Elster, zu den Neozoen im Sinne invasiver Arten und stehen auf der entsprechenden Liste der EU-Kommission. Leider ist die Art bei uns inzwischen so etabliert, dass wirksame Maßnahmen großräumig schwer umzusetzen wären.

Antworten

Marion Winkler

12.05.2018, 03:21

Ich habe vor jedes Anflugloch unserer Nistkästen einen kleinen Kasten gebaut mit einem Anflugloch in der gleichen Größe. Nachdem ein Marder letztes Jahr 9 ! Kohlmeisenbabys auf dem Gewissen hatte, griff ich zu dieser Maßnahme. Dieses Jahr nistet ein Meisenpärchen in diesen modifizierten Nistkästen und es scheint gut zu gehen. Sicherlich gehören Nesträuber zur Natur, aber als ich die vielen verlassenen toten Küken aus dem Kasten holen musste, kamen mir wirklich die Tränen. Der Marder hatte das gesamte Nistmaterial rausgeholt und die Vogeleltern kümmerten sich danach nicht mehr um ihre Babys.

Antworten

Sven

11.05.2018, 18:50

Das Waschbärproblem habe ich hier auch.Sie pfoteln die Kästen einfach aus,wenn man den Baum nicht schützt.Ich habe Wellplastik,1m breit, um den Stamm gelegt.Hängt dort locker wie eine Hose.Man kann auch dornige Strünke von Brombeeren,Rosen etc. um den Stamm binden.Für Igel habe ich ein spezielles Futterhaus gebaut,mit 2 Ein/Ausgängen. Elstern,Krähen,Raben,Greife gehören zu unserer Natur,Waschbären nicht.

Antworten

Ulrike Stolle

11.05.2018, 17:39

Bei Sanierungen der Häuser wurden unterhalb der Dachrinne an der Hauswand Nesthilfen angebracht.Diese nutzen zur Zeit Stare,um ihre Jungen großzuziehen.Leider habe ich schon mehrmals gesehen,dass sich Elstern an in diesen Nesthilfen festhalten und mit dem Kopf die Jungstare herausziehen.. Es gibt immer viel Geschrei von den Elternvögeln, aber leider sind sie den Elstern unterlegen. Wie kann man Abhilfe schaffen?? Es tut weh, das zu sehen!!

Antworten

Gabriele Roth

10.05.2018, 19:05

Das ist so traurig 😭 und dazu kommt dann noch das heutige Gewitter mit Hagel 😭 Man darf sich gar nicht vorstellen, wie viele Nester dadurch zerstört wurden 😭

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte bleibe höflich.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und Pflichtfelder sind markiert.


%d Bloggern gefällt das: