Auf Wiedersehen, Apfelfalken!

Auf Wiedersehen, Apfelfalken!

Liebe Apfelfalken-Zuschauerinnen und -Zuschauer,

leider brach die Videoübertragung unserer Turmfalken Ende Juni ab, wahrscheinlich aufgrund der enormen Hitze, die sich unter dem Blechdach entwickelte. Doch was die Technik nicht verkraftete, fügte zumindest dem Falken-Nachwuchs keinen Schaden zu, ganz im Gegenteil!

Ende Juni konnte man die Jungvögel oft auf dem Außenbrett beobachten und so zeigte sich, dass alle der fünf geschlüpften Falken schließlich auch flügge geworden sind. Im Laufe der Zeit konnten wir so  mitverfolgen, wie sich das weiße Daunenkleid in ein Gefieder verwandelte und nach nicht mal einem Monat voll ausgebildet war, wie sie nach der zweiten Woche zu stehen begannen oder wie sie nach der dritten Woche bei Erregung die bekannten „kikiki“-Rufreihen ausstießen.

Da sämtliche Falken durch das lokal ansässige Komitee gegen Vogelmord e.V. (CABS) beringt wurden, werden wir in den nächsten Jahren spannende Daten zu den Vögeln erhalten. Nun hoffen wir zunächst einmal, dass alle das erste Lebensjahr überstehen, denn sehr wahrscheinlich ist das nicht: durchschnittlich werden gerade 50 Prozent der Jungvögel über ein Jahr alt. Jetzt müssen die Jungvögel erst einmal erlernen, selbst Beute zu ergreifen, da nun die Fütterungen immer seltener werden. Auch wenn die Familie oftmals noch wochenlang zusammen bleibt, verlassen die Jungvögel meistens noch vor den Altvögeln das Brutgebiet.

Den Falken wünschen wir viel Beute in den Jagdgründen der Apfelplantage und hoffen, dass sie ausreichend gestärkt den Winter überstehen!

Till-David Schade

Till-David Schade

Referent für Biologische Vielfalt
Till-David Schade

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