{"id":2138,"date":"2019-08-21T12:32:09","date_gmt":"2019-08-21T10:32:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nabu.de\/stoerche-auf-reisen\/?p=2138"},"modified":"2019-08-21T12:34:41","modified_gmt":"2019-08-21T10:34:41","slug":"das-storchenjahr-2019-geht-zu-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nabu.de\/stoerche-auf-reisen\/das-storchenjahr-2019-geht-zu-ende\/","title":{"rendered":"Das Storchenjahr 2019 geht zu Ende"},"content":{"rendered":"<p>So langsam geht das Storchenjahr 2019 zu Ende. Es sind zwar immer noch einige Jungst\u00f6rche in den Nestern zu beobachten, aber die sie sind fl\u00fcgge und \u00fcber flei\u00dfig f\u00fcr ihren ersten Herbstzug. Die ersten St\u00f6rche haben sich auf den Weg in ihre Winterquartiere gemacht.<\/p>\n<p>In diesem Sommer wuchsen ungew\u00f6hnlich viele Jungst\u00f6rche in den Nestern in Schleswig-Holstein heran. Das Sommerwetter war f\u00fcr den Nachwuchs nicht zu nass, so dass keine Jungen an Unterk\u00fchlung umgekommen sind. Es war aber auch nicht zu trocken, so dass genug Futter vorhanden war. Vor allem waren die Best\u00e4nde der Feldmaus in diesem Jahr geradezu explodiert. Feldm\u00e4use sind eine beliebte und energiereiche Beute f\u00fcr St\u00f6rche. Auf den Wiesen und Weiden konnte man immer wieder Wei\u00dfst\u00f6rche dabei beobachten, wie sie in Reihermanier an Mausel\u00f6chern lauerten, um dann blitzschell zuzusto\u00dfen und eine Maus zu packen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2154\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/stoerche-auf-reisen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2019\/08\/Storch_Mausfang.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2154\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2154\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/stoerche-auf-reisen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2019\/08\/Storch_Mausfang.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"532\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2154\" class=\"wp-caption-text\">Ein Wei\u00dfstorch erbeutet eine Feldmaus. Im Sommer 2019 eine h\u00e4ufige Beobachtung (Foto: Kai-M. Thomsen).<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left\">Auch unsere Senderst\u00f6rche haben viele Junge aufziehen k\u00f6nnen. Bei Michael in Bargen wurden zwei Jungst\u00f6rche fl\u00fcgge. Wir hatten die Hoffnung, dass wir seine Partnerin mit Futter anlocken und fangen zu k\u00f6nnen , um sie auch mit einem Sender auszur\u00fcsten. Sie lie\u00df sich allerdings nicht fangen. Da war wohl auch das tolle Nahrungsangebot in freier Natur viel attraktiver als unser Angebot. Gustav hat in Tielen drei Junge erfolgreich aufziehen k\u00f6nnen. Bei Hans Albert in Vaale sind zwei Junge ausgeflogen.<\/p>\n<p>In Looft hat Arthur mit seiner Partnerin 4 Junge aufziehen k\u00f6nnen. Anfang Juli hatten wir Gl\u00fcck und konnten seine Partnerin ebenfalls mit einem Sender ausr\u00fcsten. Sie hat den Namen Elfi bekommen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2148\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/stoerche-auf-reisen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2019\/08\/Arthur_Junge2019.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2148\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2148\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/stoerche-auf-reisen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2019\/08\/Arthur_Junge2019.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"529\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2148\" class=\"wp-caption-text\">Die vier Jungen von Elfi und Arthur auf ihrem ersten Ausflug (Foto: Marion Pech).<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch bei Lilly und Robert in Gribbohm flogen in diesem Sommer 4 Jungst\u00f6rche aus. Leider scheint der Sender von Robert deffekt zu sein. Offenbar reicht die Batteriespannung nicht mehr aus, um viele Ortungen zu speichern und zu verschicken. So bekommen wir nur alle paar Tage mal eine Standortkoordinate zugeschickt und wissen zumindest wo Robert sich aufh\u00e4lt. Mal schauen, ob der Sender in s\u00fcdlicher Sonne sich wieder ausreichend aufladen kann.<\/p>\n<p>Wir konnten in diesem Jahr noch einen zweiten Wei\u00dfstorch mit einem Sender ausr\u00fcsten. Er hat den Namen Leo erhalten. Seine Geschichte ist eher ungew\u00f6hnlich: Im April wurde er in Tangerh\u00fctte (Sachsen-Anhalt) benommen aufgegriffen und zum Storchenhof Loburg gebracht. Er war offenbar bei einem Storchenkampf abgest\u00fcrzt &#8211; hatte aber keine Verletzungen. Nachdem er sich wieder erholt hatte, konnte er am 5. August wieder freigelassen werden. Zuvor hatte er von Michael Kaatz, vom Storchenhof Loburg, einen Sender erhalten.<\/p>\n<p>Leo siedelte sich daraufhin in Bindfelde bei Stendal an. Er hatte eine Partnerin, aber es kam zu keiner Brut. Leo machte sich deshalb bereits am 8. August auf dem Weg in den S\u00fcden. Gestern (20. August) befand er sich bereits in Anatolien. Leo ist also ein Ostzieher.<\/p>\n<p>Einige langj\u00e4hrige Leserinnen und Leser unseres Storchentagebuches k\u00f6nnen sich sicherlich noch an die St\u00f6rchin Adele erinnern. Sie br\u00fctete allj\u00e4hrlich auf einem Dach gege\u00fcber meines B\u00fcros in Bergenhusen. Ihr Sender war im Juli 2016 ausgefallen. Immer wieder hofften wir Adele wieder einfangen zu k\u00f6nnen, um den Sender zu ersetzen. Leider wurde daraus nichts. Nun wurde sie vor einigen Wochen tot in einem Graben in der Umgebung von Bergenhusen aufgefunden. Offenbar wurde sie von einem Beutegreifer get\u00f6tet. Darauf deuten die Verletzungen hin. Ihre drei Jungen konnten von ihrem Partner nicht mehr ausreichend versorgt und besch\u00fctzt werden. Sie wurden in eine Pflegestation aufgenommen. Sie sind wohlauf und machen sich wie die vielen anderen Jungst\u00f6rche dieses Jahrganges auf den Weg in den S\u00fcden. Adele wurde 10 Jahre alt &#8211; ein \u00fcberdurchschnittliches Alter f\u00fcr wilde St\u00f6rche.<\/p>\n<p>In wenigen Tagen starten wir wieder mit den regelm\u00e4\u00dfigen Berichten vom Storchenzug und einer neu \u00fcberarbeiteten Karte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So langsam geht das Storchenjahr 2019 zu Ende. 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