{"id":7314,"date":"2023-09-08T08:36:52","date_gmt":"2023-09-08T06:36:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/?p=7314"},"modified":"2023-09-08T08:36:52","modified_gmt":"2023-09-08T06:36:52","slug":"europa-tritt-beim-flaechenschutz-auf-der-stelle-wie-weit-sind-wir-auf-dem-weg-zum-30-prozent-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/europa-tritt-beim-flaechenschutz-auf-der-stelle-wie-weit-sind-wir-auf-dem-weg-zum-30-prozent-ziel\/","title":{"rendered":"Europa tritt beim Fl\u00e4chenschutz auf der Stelle \u2013 wie weit sind wir auf dem Weg zum 30-Prozent-Ziel?"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland tut sich schwer, die selbstgesteckten Ziele im Gebietsschutz und beim Arten- und Biotopschutz zu erreichen. Dennoch war die Stimmung beim Treffen mit der EU-Kommission erstaunlich gut. Es besteht die Gefahr, dass wir das Scheitern im Naturschutz als neues Normal akzeptieren.<!--more--><\/p>\n<h3>R\u00fcckblick &#8211; Deutschland mit vollmundigen Ansagen beim Gebietsschutz<\/h3>\n<p>Wie wir im M\u00e4rz in unserem Blogeintrag <a href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/eu-biodiversitaetsstrategie2030\/\">\u201eWie wird der Schutz von 30 Prozent der Fl\u00e4che in Deutschland umgesetzt?\u201c<\/a> berichteten, hat sich Deutschland in den letzten Jahren mehrfach international dazu bekannt, 30 Prozent seiner Land- und Meeresfl\u00e4che unter Schutz zu stellen. Die deutsche Bundesregierung hat dem sogenannten \u201c30&#215;30\u201d-Ziel 2019 im Europ\u00e4ischen Rat als Bestandteil der \u201eEU-Biodiversit\u00e4tsstrategie bis 2030\u201c zugestimmt, hat sich 2021 als Mitglied der \u201e<a href=\"https:\/\/www.hacfornatureandpeople.org\/home\">High Ambition Coalition for Nature and People\u201c<\/a> explizit diesem Ziel verschrieben und es im Dezember 2022 als \u201eTarget 3\u201c des neuen Weltnaturabkommens gefeiert. Anlass genug zu fragen, wie es heute um die Umsetzung des Gebietsschutz-Ziels in Deutschland bestellt ist.<\/p>\n<p>Mit Spannung wurde daher das \u201e4. Atlantische Biogeografische Seminar\u201c erwartet, dass vom 4. bis 6. September in Hannover stattfand. Die biogeografischen Seminare werden von der EU-Kommission organisiert. Sie bringen jeweils die Mitgliedsstaaten zusammen, die sich in der EU eine biogeografische Region teilen. (Im Falle der atlantischen Region sind dies Irland, D\u00e4nemark, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien und Portugal.) Die Seminare dienen dazu, den Umsetzungsstand von EU-Naturschutzrecht und \u2013politik, insbesondere in Bezug auf den Gebietsschutz und die Erhaltungszust\u00e4nde gesch\u00fctzter Arten und Lebensr\u00e4umen zu besprechen. Sie bieten EU-Kommission, Mitgliedstaaten und Nichtregierungsorganisationen die Gelegenheit, sich \u00fcber Probleme auszutauschen, L\u00f6sungen zu diskutieren und n\u00e4chste Schritte zu planen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ein kurzer R\u00fcckblick darauf, was die Ziele und Herausforderungen der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie in Bezug zum Gebietsschutz in Deutschland sind. Obwohl das EU-Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 in Deutschland \u2013 zumindest an Land \u2013 als weitgehend vollst\u00e4ndig erachtet wird, zeigt der letzte <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX:52020DC0635\">EU-Bericht \u00fcber den Zustand der Natur<\/a> von 2020, dass viele gesch\u00fctzte Lebensr\u00e4ume und Arten, insbesondere im Gr\u00fcnland, in D\u00fcnen, Mooren und anderen Offenlandtypen, weiterhin schlechte bzw. sich verschlechternde Erhaltungszust\u00e4nde zeigen. Was also stimmt nicht im Gebietsschutz in Deutschland?<\/p>\n<p>Der st\u00e4rkste Treiber der Verschlechterung der biologischen Vielfalt im Offenland ist bekanntlich die fortschreitende Landnutzungsintensivierung, insbesondere in der Landwirtschaft. Und da viele Schutzgebiete hierzulande sehr klein sind (Deutschland hat von allen EU-Mitgliedstaaten im Durchschnitt die kleinsten Natura-2000-Gebiete), aus mehreren Teilfl\u00e4chen bestehen oder die darin gesch\u00fctzten Lebensraumtypen nur geringe Fl\u00e4chenanteile einnehmen, sind die Gebiete in ihrem derzeitigen Zuschnitt, Management und ihrer Ausdehnung schlicht unzureichend, um sensible Lebensr\u00e4ume und Arten vor Beeintr\u00e4chtigungen zu bewahren. Deshalb muss im deutschen Gebietsschutz noch viel passieren, soll der Verlust der biologischen Vielfalt aufgehalten und eine Trendumkehr erreicht werden.<\/p>\n<p>Neben dem \u201e30&#215;30\u201c-Ziel enth\u00e4lt die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie n\u00e4mlich zwei weitere wichtige Ziele: Zum einen die Vorgabe, 10 Prozent der Fl\u00e4che (also ein Drittel der Schutzgebiete) unter strikten Schutz zu stellen. Zum Zweiten sollen die Mitgliedstaaten f\u00fcr mindestens 30 Prozent der gem\u00e4\u00df der EU-Naturschutzrichtlinien meldepflichtigen Lebensraumtypen und Arten, die sich derzeit nicht in einem guten Erhaltungszustand befinden oder deren Zustand sich verschlechtert, angeben, wie die Verschlechterung gestoppt oder ein positiver Trend erreicht bzw. ein guter Erhaltungszustand erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat f\u00fcr diese Ziele detaillierte Anleitungen publiziert. Demnach sollten die EU-Mitgliedsstaaten bis Ende 2022 Selbstverpflichtungen \u2013 sogenannte \u201epledges\u201c &#8211; einreichen, die der EU-Kommission eine \u00dcberpr\u00fcfung der Zielerreichung \u2013 den sogenannten \u201ereview\u201c &#8211; auf biogeografischer Ebene erm\u00f6glichen. Daher spricht man bei den Zielen im Rahmen der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie von den \u201epledge and review\u201c-Prozessen. (Fl\u00e4chen, die im \u201epledge and review\u201c-Prozess gemeldet werden, z\u00e4hlen auch f\u00fcr die Gebietsschutz-Ziele des Weltnaturabkommens.)<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollen die 30&#215;30- und 10&#215;30-Fl\u00e4chenziele nicht auf Ebene der Mitgliedsstaaten, sondern auf Ebene der biogeographischen Regionen erreicht werden. Ein Mitgliedland k\u00f6nnte also innerhalb einer biogeographischen Region weniger als 30 Prozent der Fl\u00e4che unter Schutz stellen, wenn ein anderer mehr als 30 Prozent unter Schutz stellt und damit diese numerische L\u00fccke schlie\u00dft. Das gleiche gilt f\u00fcr streng gesch\u00fctzte Gebiete. Allerdings geht es in diesem Prozess auch darum, ein echtes transeurop\u00e4isches Naturnetz zu schaffen. In diesem sollen wichtige Lebensr\u00e4ume und Arten nicht nur verinselt gesch\u00fctzt, sondern auch eine funktionelle Konnektivit\u00e4t zwischen den Gebieten, Populationen und Habitaten hergestellt werden. Somit kann Deutschland, wie auch die anderen EU-Mitgliedsstaaten, sich nicht darauf verlassen, dass andere die eigenen Vers\u00e4umnisse kompensieren, sondern muss 30 Prozent des eigenen Territoriums unter effektiven Schutz stellen. Interessanterweise nehmen Schutzgebiete in den verschiedenen biogeographischen Regionen der EU sehr unterschiedliche Fl\u00e4chenanteile ein. So besteht derzeit insbesondere in der atlantischen Region weiterer Meldebedarf \u2013 ein Grund mehr f\u00fcr Deutschland seine Hausaufgaben zu machen. Auch die 10 Prozent strikter Schutz sollten sich nicht nur in wenig besiedelten Randgebieten von Europa wiederfinden, sondern Lebensr\u00e4ume und Arten, die von Prozessschutz abh\u00e4ngig sind, in ihrem gesamten aktuellen oder potentiellen Verbreitungsgebiet sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Wo stehen wir also im September 2023?<\/strong><\/p>\n<h3>Fl\u00e4chenziele &#8211; seit M\u00e4rz kaum Fortschritte<\/h3>\n<p>Deutschland hat Mitte M\u00e4rz erste Meldungen f\u00fcr das Fl\u00e4chenziel abgegeben, als einer von nur drei Mitgliedstaaten der atlantischen Region bislang. F\u00fcr das 30&#215;30-Ziel hat Deutschland allerdings keine Einzelgebiete, sondern gesamte Schutzgebietskategorien gemeldet, die nach Auffassung der Bundesregierung schon heute den qualitativen Vorgaben der EU-Kommission entsprechen. Dazu geh\u00f6ren alle Natura-2000-Gebiete (also FFH- und Vogelschutzgebiete), Nationalparke, Nationale Naturmonumente, Naturschutzgebiete sowie die Kernzonen von Biosph\u00e4renreservaten. Zusammen umfassen diese Gebiete rund 17 Prozent der Landesfl\u00e4che. Die Kernzonen der Nationalparke wurden bereits f\u00fcr das 10-Prozent-Ziel angemeldet, diese machen jedoch weniger als 1 Prozent der Landesfl\u00e4che aus.<\/p>\n<p>Die eingereichten \u201epledges\u201c werden von der Europ\u00e4ischen Umweltagentur sukzessive publiziert und sind dann <a href=\"https:\/\/reportnet.europa.eu\/public\/dataflow\/703\">hier<\/a> zu finden.<\/p>\n<p>Deutschland ist demnach noch weit von der Erf\u00fcllung seiner selbstgesteckten Gebietsschutzziele entfernt. Doch selbst bei den gemeldeten Gebieten gibt es noch einiges zu tun, denn Voraussetzung f\u00fcr ihre Anerkennung als Teil der 30&#215;30-Kulisse ist, dass f\u00fcr jedes Gebiet Erhaltungs- und Entwicklungsziele festgelegt sowie Managementpl\u00e4ne erstellt werden. Das dies nicht einmal f\u00fcr alle deutschen Natura-2000-Gebiete der Fall ist, r\u00fcgt die EU-Kommission derzeit in einem \u00a0gegen Deutschland. Auch f\u00fcr viele Naturschutzgebiete gibt es keine Managementplanung.<\/p>\n<p>Es besteht also sowohl quantitativ als auch qualitativ noch viel Nachholbedarf.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Meldung strikt gesch\u00fctzter Gebiete plant Deutschland zus\u00e4tzlich, Kernzonen von Biosph\u00e4renreservaten, Wildnisgebiete, W\u00e4lder mit nat\u00fcrlicher Waldentwicklung, nach Forstrecht gesch\u00fctzte und ungenutzte W\u00e4lder, besonders gesch\u00fctzte Biotope sowie manche Natura-2000-Gebiete zu melden. Um welche Gebiete es sich genau handeln soll, steht allerdings noch nicht fest. F\u00fcr die Meldung weiterer Gebiete zum 30&#215;30-Ziel sieht Deutschland vor, zun\u00e4chst einen Pr\u00fcfauftrag an die L\u00e4nder zu geben, welche Landschaftsschutzgebiete wie aufgewertet werden k\u00f6nnten, dass sie die Vorgabe der EU-Kommission zum Gebietsschutz erf\u00fcllen. Im Wesentlichen gilt zu kl\u00e4ren, ob einzelne Landschaftsschutzgebiete schon heute in ihrer Verordnung den Schutz biotischer Schutzg\u00fcter vorsehen bzw. ob die Verordnungen in ihren Zielen sowie Ver- und Geboten dahingehend erg\u00e4nzt werden k\u00f6nnten. Daf\u00fcr hat das BMUV eine \u201cRichtschnur\u201d entwickelt, die mit den L\u00e4ndern auf der n\u00e4chsten Sitzung der L\u00e4nderarbeitsgemeinschaft Naturschutz (LANA) abgestimmt werden soll. Ob nach der Meldung einzelner Landschaftsschutzgebiete tats\u00e4chlich die angestrebten 30-Prozent-Schutzgebiete erreicht sein sollten ist ebenso unklar wie die Frage, wie die dann noch vorhandene L\u00fccke durch die Neuausweisung und Meldung weiterer Gebiete geschlossen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Deutschland braucht also noch Zeit, um die Fl\u00e4chenkulisse fertig zu stellen. Wichtig ist, dass hierbei nicht nur daran gearbeitet wird wo, sondern auch wie der Schutz auf diesen Fl\u00e4chen umgesetzt werden soll. Denn es geht nicht nur darum, der EU 30 Prozent der Fl\u00e4che Deutschlands zu melden, auf der sich dann nichts zum Guten ver\u00e4ndert, sondern bis 2030 ein effektives Netz an Naturschutzfl\u00e4chen in der ganzen EU zu kn\u00fcpfen, welches auf allen Ebenen funktionst\u00fcchtig ist, f\u00fcr das Ressourcen gezielt eingesetzt werden und das somit einen messbaren Mehrwert f\u00fcr die Natur Europas bringt.<\/p>\n<h3>Schlechte Erhaltungszust\u00e4nde von Lebensraumtypen und Arten \u2013 noch kein Plan f\u00fcr Verbesserungen<\/h3>\n<p>Beim zweiten \u201epledge and review\u201c-Ziel geht es darum bis 2030 sicherzustellen, dass sich die Erhaltungszust\u00e4nde der in der EU gesch\u00fctzten Arten und Lebensraumtypen nicht mehr verschlechtern und mindestens 30 Prozent der gemeldeten Arten und Lebensraumtypen, die sich aktuell in einem schlechten Erhaltungszustand befinden, in einem g\u00fcnstigen Erhaltungszustand \u00fcbergehen oder zumindest einen positiven Trend aufweisen. Im Gegensatz zu den Fl\u00e4chenzielen gelten die Ziele zu den Erhaltungszust\u00e4nden f\u00fcr jeden Mitgliedsstaat einzeln.<\/p>\n<p>Die atlantische und die kontinentale Region haben EU-weit den gr\u00f6\u00dften Anteil an Arten und Lebensraumtypen in unzureichenden und schlechten Erhaltungszust\u00e4nden. Deutschland liegt neben der alpinen in diesen beiden Regionen, der gr\u00f6\u00dfte Teil Deutschlands liegt in der kontinentalen Region.<\/p>\n<p>Deutschland hat Ende Mai eine <a href=\"https:\/\/reportnet.europa.eu\/public\/dataflow\/705\">Liste von Lebensraumtypen und Arten<\/a> \u00fcbermittelt, f\u00fcr die Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Erhaltungszust\u00e4nde geplant sind. Allerdings wurden in der Meldung noch keine Ma\u00dfnahmen angegeben und auch kein weiterer Ablaufplan dazu aufgezeigt, wie die Verbesserung der Erhaltungszust\u00e4nde in Deutschland erreicht werden soll. Hier muss Deutschland dringend einen Plan vorstellen und auch bald schon beginnen diesen umzusetzen, wenn er bis 2030 sichtbare Fortschritte erzielen will.<\/p>\n<h3>Fazit: Besser als nichts, aber nicht genug<\/h3>\n<p>Dass sich Deutschland wegen seiner unzureichenden Bem\u00fchungen, den Verlust an biologischer Vielfalt aufzuhalten und seine international eingegangenen Verpflichtungen im Naturschutz einzuhalten, nicht vollst\u00e4ndig blamiert, liegt allein daran, dass es die meisten anderen EU-Mitgliedstaaten bislang nicht besser machen. Neben Deutschland haben bisher nur Spanien, Schweden, Luxembourg, Zypern und D\u00e4nemark (unvollst\u00e4ndige) \u201epledges\u201c eingereicht. So hinken die \u201epledge and reivew\u201c-Prozesse mittlerweile heillos ihrem Zeitplan hinterher. Dennoch sind von der EU-Kommission bislang keine kritischen T\u00f6ne zu vernehmen. Im Gegenteil: Unliebsame Themen wie die Erf\u00fcllung des 10-Prozent-Ziels sowie die Frage der Managementeffektivit\u00e4t in Schutzgebieten wurden beim 4. atlantischen biogeographischen Seminar von vornherein weitgehend ausgeklammert.<\/p>\n<p>Zufriedenstellen kann einen diese Erkenntnis nicht. Insofern ist die konfliktscheue Duldsamkeit, mit der die EU-Kommission dem allgemeinen Schlendrian der Mitgliedstaaten im Naturschutz zusieht, nur dadurch zu erkl\u00e4ren, dass auch auf EU-Ebene die mit der Umsetzung, Koordination und \u00dcberwachung der vereinbarten Ziele betraute Verwaltung von der politischen Leitung ausgebremst wird. Dabei l\u00e4uft den handelnden Personen die Zeit davon.<\/p>\n<p>2024 will die EU-Kommission zwar den bisherigen Fortschritt der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie \u00fcberpr\u00fcfen und, falls der Fortschritt nicht ausreicht, gesetzliche Vorgaben erlassen. Umweltkommissar Sinkevi\u010dius ist wie der Rest der Kommission jedoch nicht mehr lange im Amt, denn Mitte n\u00e4chsten Jahres wird ein neues EU-Parlament gew\u00e4hlt. Ob die neue Kommission endlich ehrgeizigeren Naturschutz und ein h\u00f6heres Tempo bei der Umsetzung der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie zur Priorit\u00e4t machen wird, ist angesichts derzeitiger Wahlprognosen zu bezweifeln. Es ist zu w\u00fcnschen, dass Umweltkommissar Sinkevi\u010dius bald den n\u00f6tigen Mut findet, von den EU-Mitgliedstaaten nachdr\u00fccklicher als bislang die Erf\u00fcllung ihrer eigenen Versprechung zu einzufordern.<\/p>\n<p><em>Autoren: Jennifer Kr\u00e4mer und Dr. Tillmann Disselhoff<\/em><\/p>\n<!-- Begin Yuzo --><div class='yuzo_related_post style-1'  data-version='5.12.74'><!-- without result --><div class='yuzo_clearfixed yuzo__title yuzo__title'><h3>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren<\/h3><\/div>\n\t\t\t\t\t\t  <div class=\"relatedthumb \" style=\"width:125px;float:left;overflow:hidden;\">  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <a  href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/planungsbeschleunigung\/\"  >\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <div class=\"yuzo-img-wrap \" style=\"width: 125px;height:90px;\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"yuzo-img\" style=\"background:url('https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/11\/deutschlandtempo1200x800-340x226.png') 50% 50% no-repeat;width: 125px;height:90px;margin-bottom: 5px;background-size: cover; \"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t   <span class=\"yuzo__text--title\" style=\"font-size:13px;\">\u00dcberholspur oder Sackgasse? Der neue Pakt f\u00fcr Plan...<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <\/a>\n\n\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n\t\t\t\t\t\t  <div class=\"relatedthumb \" style=\"width:125px;float:left;overflow:hidden;\">  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <a  href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/nabu-gap-ticker-trilog-der-superlative\/\"  >\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <div class=\"yuzo-img-wrap \" style=\"width: 125px;height:90px;\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"yuzo-img\" style=\"background:url('https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/06\/nabu-agrar-ticker-340x226.jpg') 50% 50% no-repeat;width: 125px;height:90px;margin-bottom: 5px;background-size: cover; \"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t   <span class=\"yuzo__text--title\" style=\"font-size:13px;\">NABU-GAP-Ticker: Trilog der Superlative<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <\/a>\n\n\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n\t\t\t\t\t\t  <div class=\"relatedthumb \" style=\"width:125px;float:left;overflow:hidden;\">  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <a  href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/cop-corner-zwischenbilanz\/\"  >\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <div class=\"yuzo-img-wrap \" style=\"width: 125px;height:90px;\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"yuzo-img\" style=\"background:url('https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/11\/Egypt_COP14_Logo_Final_Horizontal_Text_Beside-340x226.png') 50% 50% no-repeat;width: 125px;height:90px;margin-bottom: 5px;background-size: cover; \"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t   <span class=\"yuzo__text--title\" style=\"font-size:13px;\">COP-Corner: Wochenende in Sharm el Sheich<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <\/a>\n\n\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n\t\t\t\t\t\t  <div class=\"relatedthumb \" style=\"width:125px;float:left;overflow:hidden;\">  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <a  href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/nabu-gap-ticker-alles-super-beim-trilog\/\"  >\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <div class=\"yuzo-img-wrap \" style=\"width: 125px;height:90px;\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"yuzo-img\" style=\"background:url('https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/06\/nabu-agrar-ticker-340x226.jpg') 50% 50% no-repeat;width: 125px;height:90px;margin-bottom: 5px;background-size: cover; \"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t   <span class=\"yuzo__text--title\" style=\"font-size:13px;\">NABU-GAP-Ticker: Alles super beim Trilog?<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <\/a>\n\n\t\t\t\t\t\t  <\/div>\n<\/div> <style>\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post img{width:120px !important; height:110px !important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .relatedthumb{line-height:15px;background: !important;color:!important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .relatedthumb:hover{background:#fcfcf4 !important; -webkit-transition: background 0.2s linear; -moz-transition: background 0.2s linear; -o-transition: background 0.2s linear; transition: background 0.2s linear;;color:!important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .relatedthumb a{color:!important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .relatedthumb a:hover{ color:}!important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .relatedthumb:hover a{ color:!important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .yuzo_text {color:!important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .relatedthumb:hover .yuzo_text {color:!important;}\n\t\t\t\t\t\t\t\t.yuzo_related_post .relatedthumb{  margin: 0px  0px  0px  0px;   padding: 5px  5px  5px  5px;  }\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/style> <script>\n\t\t\t\t\t\t  jQuery(document).ready(function( $ ){\n\t\t\t\t\t\t\t\/\/jQuery('.yuzo_related_post').equalizer({ overflow : 'relatedthumb' });\n\t\t\t\t\t\t\tjQuery('.yuzo_related_post .yuzo_wraps').equalizer({ columns : '> div' });\n\t\t\t\t\t\t   })\n\t\t\t\t\t\t  <\/script> <!-- End Yuzo :) -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland tut sich schwer, die selbstgesteckten Ziele im Gebietsschutz und beim Arten- und Biotopschutz zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"author":166,"featured_media":7317,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[15,117,312],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/09\/klemens-karkow.png","jetpack-related-posts":[{"id":7987,"url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/30-prozent-schutzgebiete-keine-fortschritte-erkennbar\/","url_meta":{"origin":7314,"position":0},"title":"30 Prozent Schutzgebiete: Kaum Fortschritte erkennbar","date":"5. Juli 2024","format":"image","excerpt":"Was ist in den letzten zehn Monaten passiert beim effektiven Fl\u00e4chenschutz in Deutschland? \u2013 nicht viel, kann man zusammenfassend sagen.\u00a0 Zuletzt berichteten wir Anfang September 2023 \u00fcber den Stand des Pledge & Review Prozesses.\u00a0 In unserem letzten Blogbeitrag Europa tritt beim Fl\u00e4chenschutz auf der Stelle \u2013 wie weit sind wir\u2026","rel":"","context":"In &quot;Natursch\u00e4tze.Retten&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/07\/x_1600x900_Peenetal-bei-Demmin_Klemens-Karkow_.jpg?resize=350%2C200&ssl=1","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":7407,"url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/planungsbeschleunigung\/","url_meta":{"origin":7314,"position":1},"title":"\u00dcberholspur oder Sackgasse? Der neue Pakt f\u00fcr Planungsbeschleunigung","date":"8. November 2023","format":"image","excerpt":"Der Beitrag bildet den Auftakt des neuen NABU-Tickers \"Planung und Naturschutz\" in dem in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcber Chancen und Risiken der Planungsbeschleunigung berichtet wird.","rel":"","context":"In &quot;Natursch\u00e4tze.Retten&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/11\/deutschlandtempo1200x800.png?resize=350%2C200&ssl=1","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":5474,"url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/detailbewertung-bidi-f2f-strategie\/","url_meta":{"origin":7314,"position":2},"title":"EU-Strategien ambitionierte Blaupausen f\u00fcr Schutz der Biodiversit\u00e4t","date":"22. Mai 2020","format":false,"excerpt":"Am 20.05.2020 hat die EU-Kommission mit der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie und der EU-Farm-to-Fork-Strategie zwei ambitionierte Blaupausen verabschiedet. Lesen Sie hier die Bewertung des NABU.","rel":"","context":"In &quot;Lekt\u00fcre&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/04\/Berlaymont_Foto_Europ\u00e4ische-Union_2016.jpg?resize=350%2C200&ssl=1","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":7331,"url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/nfg\/","url_meta":{"origin":7314,"position":3},"title":"Beschleunigung f\u00fcr den Naturschutz? Stand des Natur-Fl\u00e4chen-Gesetzes","date":"11. Oktober 2023","format":false,"excerpt":"Die Koalitionspartner haben im Fr\u00fchjahr ein Natur-Fl\u00e4chen-Gesetz angek\u00fcndigt. Bisher sind weder erste Eckpunkte ver\u00f6ffentlicht, noch ist der angedachte Beratungsprozess gestartet.","rel":"","context":"In &quot;Natursch\u00e4tze.Retten&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":3600,"url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/schweigen\/","url_meta":{"origin":7314,"position":4},"title":"Das stille Sterben der Insekten, das Schweigen der Politik","date":"23. Februar 2018","format":"image","excerpt":"Neue Zahlen belegen gro\u00dfes Finanzdefizit im Naturschutz. Anl\u00e4sslich des heutigen Auftakts der Verhandlungen zum EU-Haushalt fordern >130 Organisationen aus ganz Europa mehr Geld f\u00fcr die Natur!","rel":"","context":"In &quot;Landwirtschaft &amp; Ern\u00e4hrung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/02\/leaders-square.jpg?resize=350%2C200&ssl=1","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":6179,"url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/mehr-lobby-fuer-das-meer\/","url_meta":{"origin":7314,"position":5},"title":"Mehr Lobby f\u00fcr das Meer \u2013 die Wahlprogramme der Parteien im Vergleich","date":"28. Juli 2021","format":"image","excerpt":"Was bringt die Bundestagswahl f\u00fcr die Meere? Ist der Politik der dramatisch schlechte Zustand von Nord- und Ostsee bewusst?","rel":"","context":"In &quot;Bundestagswahl 2021&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/07\/IMG_0914.jpg?resize=350%2C200&ssl=1","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p67kDA-1TY","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7314"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/users\/166"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7314"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7314\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7320,"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7314\/revisions\/7320"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}