{"id":5474,"date":"2020-05-22T07:30:21","date_gmt":"2020-05-22T05:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/?p=5474"},"modified":"2020-05-22T11:55:18","modified_gmt":"2020-05-22T09:55:18","slug":"detailbewertung-bidi-f2f-strategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/detailbewertung-bidi-f2f-strategie\/","title":{"rendered":"EU-Strategien ambitionierte Blaupausen f\u00fcr Schutz der Biodiversit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_5388\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5388\" data-attachment-id=\"5388\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/greendeal-corona-i\/berlaymont_foto_europaeische-union_2016\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/04\/Berlaymont_Foto_Europ\u00e4ische-Union_2016.jpg\" data-orig-size=\"800,532\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D4S&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1469028169&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;14&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.004&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Berlaymont_Foto_Europ\u00e4ische-Union_2016\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Berlaymont-Geb\u00e4ude der EU-Kommission. 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Februar angek\u00fcndigten zwei Strategien vorgestellt (zur Verz\u00f6gerung siehe z.B. <a href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/renaturierung\/\">diesen Natursch\u00e4tze-Retten Blog<\/a>). Diese sind Teil des Gesamtpakets des European Green Deals und sollen nichts weniger als die Europ\u00e4ische Union weltweit f\u00fchrend machen beim Schutz der Biodiversit\u00e4t und das Ern\u00e4hrungs- und Landnutzungssystem nachhaltig \u201evom Acker bis zum Teller\u201c. In der ersten kurzen NABU-Pressereaktion waren wir uns mit vielen anderen Natursch\u00fctzern einig: alles in allem ist der EU-Kommission ein gro\u00dfer und ambitionierter Wurf gelungen. Hier im Natursch\u00e4tze.Retten-Blog analysiere ich f\u00fcr den NABU nun ausf\u00fchrlicher die St\u00e4rken und naturgem\u00e4\u00df vorhandenen Schw\u00e4chen der beiden Kommissionsmitteilungen und liefere eine Einzelanalyse der verschiedenen Ziele und Verpflichtungen. Au\u00dferdem zeige ich auf, wie es nun weitergeht. Der Text f\u00e4llt deswegen etwas l\u00e4nger aus. Viel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong> A. Massive Widerst\u00e4nde auf letzten Metern<\/strong><\/h3>\n<div id=\"attachment_5475\" style=\"width: 309px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5475\" data-attachment-id=\"5475\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/detailbewertung-bidi-f2f-strategie\/2020-04-20_college-bidi\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/2020-04-20_College-Bidi.png\" data-orig-size=\"800,449\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"2020-04-20_College-Bidi\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Pressekonferenz der EU-Kommission am 20.05.2020, Standbild&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/2020-04-20_College-Bidi-300x168.png\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/2020-04-20_College-Bidi.png\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5475\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/2020-04-20_College-Bidi-300x168.png\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"168\" \/><p id=\"caption-attachment-5475\" class=\"wp-caption-text\">Pressekonferenz der EU-Kommission am 20.05.2020, Standbild. Die Strategien werden wie \u00fcblich von den Kommissar*innen der federf\u00fchrenden Ressorts vorgestellt.<\/p><\/div>\n<p>Bevor ich in die Inhalte einsteige, ein paar Einblicke hinter die Kulissen: in den letzten Tagen vor der Ver\u00f6ffentlichung gab es hier in Br\u00fcssel massive Widerst\u00e4nde gegen die beiden Strategien. Vor allem die Agrarlobby und die Forstlobby hatten sich gegen die im Vorfeld durch Leaks bekannt gewordenen Biodiversit\u00e4tsziele ausgesprochen. Unter Beschuss standen zum Beispiel die geplanten biodiversit\u00e4tsreichen Landschaftselemente in der Agrarlandschaft oder strenge Gebietsschutzvorgaben. Lobbygruppen hatten Minister*innen ihrer Mitgliedstaaten und hier\u00fcber auch verschiedene EU-Kommissar*innen auf ihre Seite gezogen (siehe z.B. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Fern_NGO\/status\/1262377469698588677\">diesen Tweet<\/a> der Organisation FERN). Am Montagnachmittag gab es ein spezielles Kompromissfindungs-Treffen von Kommissarsmitarbeiter*innen. Dort wurden mutma\u00dflich auch Punkte wie die behauptete Gef\u00e4hrdung der Lebensmittelsicherheit diskutiert. Im Hinterkopf zu halten ist hierf\u00fcr, dass die dort besprochenen Textentw\u00fcrfe in den letzten Wochen bereits mehrfache abgeschw\u00e4cht worden waren. Insgesamt blieb das Team rund um den Kommissionsvizepr\u00e4sidenten Frans Timmermans und den Umweltkommissar Virginius Sinkevicius bei vielen wichtigen Punkten sodann aber standhaft. Ich selbst habe in den Tagen vor der Ver\u00f6ffentlichung durchaus gespannt auf das Ergebnis dieser Kompromissfindung gewartet. Die dort finalisierten Texte wurden von den EU-Kommissar*innen bei der Kollegiumssitzung am Mittwoch fr\u00fch angenommen, so dass die federf\u00fchrenden Ressorts die Strategien mit einem Paukenschlag am 20. Mai mittags ver\u00f6ffentlichen konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>B. Einordnung der beiden Strategien<\/strong><\/h3>\n<p>Die beiden Dokumente stellen Mitteilungen der EU-Kommission an die anderen Europ\u00e4ischen Institutionen, insbesondere Rat und Europ\u00e4isches Parlament, dar. Der Text der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie umfasst mit Anhang (auf Englisch) 27 Seiten, die EU-Farm-to-Fork-Strategie mit beigef\u00fcgten Aktionsplan 23 Seiten (Link zu den Dokumenten am Ende des Blogbeitrags). Gerade die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie liest sich dabei auch sprachlich gut. Die wesentlichen Ziele und Verpflichtungen sind in Textk\u00e4sten nach jedem Kapitel zusammengefasst, im Text selbst finden sich weitere Erl\u00e4uterungen.<\/p>\n<p>Was ist f\u00fcr die Bewertung nun zu bedenken:<\/p>\n<ul>\n<li>Zun\u00e4chst gilt es, beide Strategien gemeinsam als Gesamtpaket zu sehen. Verschieden Biodiversit\u00e4tsziele mit Bezug zur Landwirtschaft werden beispielsweise in der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie festgelegt und in der EU-Farm-to-Fork-Strategie aufgegriffen sowie weiter operationalisiert (z.B. das Pestizidreduktionsziel). Eine solche Koh\u00e4renz ist zu begr\u00fc\u00dfen.<\/li>\n<li>Insgesamt ist festzustellen, dass die Ziele der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie vielfach konkreter wirken und auch mit besserer Umsetzungskontrolle verbunden scheinen, als dies bei verschiedenen Zielen der Landnutzungs- und Lebensmittelstrategie der Fall ist (zum Beispiel bei den recht vage bleibenden Zielen zur Verringerung der Lebensmittelabf\u00e4lle und eines nachhaltigeren Konsums von tierischen Produkten).<\/li>\n<li>Der NABU hatte von Beginn an auf die gro\u00dfe Schw\u00e4che des European Green Deals hingewiesen, die auch hier zum Tragen kommen: nat\u00fcrlich gelingt es \u00fcber diese beiden Strategien nicht unmittelbar, andere wichtige Politiken der EU abzu\u00e4ndern. Die Verhandlungen der Verordnungsvorschl\u00e4ge zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) oder auch zum Europ\u00e4ischen Fischereifonds laufen an anderer Stelle weiter. Auch die Verhandlungen \u00fcber den EU-Haushaltsrahmen (MFR) m\u00f6gen durch ein Finanzierungsziel in den Strategien nicht direkt, aber hoffentlich indirekt beeinflusst werden. Gleiches gilt auch f\u00fcr die europ\u00e4ische Handelspolitik, die ebenfalls nicht direkt Teil des European Green Deals ist, obwohl sie enorme Auswirkungen auf die globale Biodiversit\u00e4t hat. Gleichwohl wei\u00dft die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie am Ende ein Unterkapitel zum Handel auf und k\u00fcndigt in diesem Zusammenhang Gesetzesinitiativen an. Bez\u00fcglich der GAP ist das Bem\u00fchen der EU-Kommission einer Mindest-Angleichung anzuerkennen: zeitgleich mit den beiden Strategien ver\u00f6ffentlichte sie ein Kommissionsarbeitsdokument, welches Mindestvorstellungen f\u00fcr die weitere Verhandlung der GAP formuliert, um ein Erreichen der Ziele des European Green Deals und der beiden Strategien sicherzustellen.<\/li>\n<li>Insgesamt enthalten die beiden vorgestellten Strategien eine lange Liste an Einzelma\u00dfnahmen und Verpflichtungen. Einige hiervon k\u00f6nnen echte \u201eGamechanger\u201c sein. Pestizidreduktion, Landschaftselement- und Biolandbau-Vorgaben beispielsweise haben das Potential, das bisherige Agrarsystem umzukrempeln. Erweiterung der Schutzgebietskulisse und Vorgaben f\u00fcr strengen Schutz haben gemeinsam mit konsequenteren Vertragsverletzungsverfahren das Potenzial, dem bisher oft nur schlecht gemanagten Gebietsschutz einen neuen Schub zu verleihen. Und eine Renaturierungs-Agenda, die sich auf einen neuen EU-Gesetzesrahmen st\u00fctzt, macht die n\u00f6tige Trendumkehr zumindest wahrscheinlicher.<\/li>\n<li>Gerade weil es diese ambitionierten \u201eGamechanger\u201c trotz des massiven Widerstands verschiedener Akteure (unterst\u00fctzt vor allem auch durch Politiker der konservativen Europ\u00e4ischen Volksparteien) in die beiden Strategien geschafft haben, ist ein gro\u00dfer Applaus in Richtung EU-Kommission angezeigt, bei allen m\u00f6glichen Schw\u00e4chen im Detail.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir Natursch\u00fctzer tun nun sicher gut daran, uns auf solche \u201eGamechanger\u201c der Strategien zu konzentrieren, um unsere Energie nicht unn\u00f6tig verpuffen zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>C. Die Einzelanalyse wichtiger Ziele und Verpflichtungen<\/strong><\/h3>\n<p>Im Folgenden werden die Vorgaben beider Strategien gemeinsam betrachtet, untergliedert in 7 einzelne Unterthemen. Dabei wird ansatzweise die Gliederung der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie aufgegriffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>1. Natur- und Gebietsschutz<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_215\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-215\" data-attachment-id=\"215\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/natura-2000-tag\/natura2000jpg-2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/natura2000jpg1.jpg\" data-orig-size=\"433,374\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"natura2000jpg\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/natura2000jpg1-300x259.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/natura2000jpg1.jpg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-215 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/05\/natura2000jpg1-300x259.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"259\" \/><p id=\"caption-attachment-215\" class=\"wp-caption-text\">Logo des Schutzgebietsnetzes Natura 2000.<\/p><\/div>\n<p>In Kapitel 2.1 der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie finden sich zum Gebietsschutz folgende Verpflichtungen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>30% <\/strong>der EU- Land- und Seefl\u00e4che soll rechtlich<strong> gesch\u00fctzt <\/strong>werden bis 2030.<\/li>\n<li>1\/3 hiervon, also <strong>10% <\/strong>der EU-Land- und Seefl\u00e4che, soll<strong> streng gesch\u00fctzt w<\/strong>erden.<strong><br \/>\n<\/strong><\/li>\n<li>Diese Ziele beziehen sich zwar auf die EU insgesamt, aber jeder Mitgliedstaat soll faire Anstrengungen unternehmen. Ein besonderer Fokus soll auf Urw\u00e4lder und naturnahe W\u00e4lder gelegt werden. N\u00e4here Kriterien sollen in 2021 erarbeitet werden. Ist bis Ende 2023 absehbar, dass diese Ziele verfehlt werden, kann die EU-Kommission hierzu auch ein Gesetz erlassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>NABU-Bewertung:<\/p>\n<ul>\n<li>Aus NABU-Sicht ist es gut, die auf globaler Ebene bestehenden Verpflichtung des 30%-Gebietsschutz-Ziels aufzugreifen. Diese findet sich auch in der Position von BirdLife Europe. Die gesamte Fl\u00e4che von 30% muss dabei wirksamen Schutz f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t bieten, \u201ePaperparks\u201c sind zu verhindern. Gerade im marinen Bereich h\u00e4lt der NABU dieses Fl\u00e4chenziel f\u00fcr wichtig.<\/li>\n<li>Eine explizite Forderung nach 10% streng gesch\u00fctzter Fl\u00e4che ist in der Position von BirdLife Europe nicht enthalten. Allerdings fordert BirdLife Europe im Rahmen des Renaturierungsziels eine Nutzungseinschr\u00e4nkung und strengen Schutz auf 15% der Fl\u00e4che jedes Mitgliedstaats. Gehen mit diesem Ziel tats\u00e4chlich Nutzungs\u00e4nderungen einher, liegt hierin ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr die Natur.<\/li>\n<li>Aus NABU-Sicht w\u00e4re ein pauschales Abstellen auf jeden Mitgliedstaat einfacher und schneller gewesen. Die Formulierung erlaubt aber, im Folgeprozess auf ungef\u00e4hre Gleichverteilung der Schutzgebietsfl\u00e4che zu dr\u00e4ngen. Insgesamt scheint die gew\u00e4hlte \u201eGovernance-Struktur\u201c mit dem Vorbehalt sp\u00e4terer gesetzlicher Regelung sinnvoll.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem sind diese Verpflichtungen positiv zu bewerten. In den n\u00e4chsten Jahren steht hier viel Arbeit an, die Kriterien weiter auszuformulieren, am Prozess der Auswahl der Mitgliedstaaten mitzuwirken, und auf Umsetzung zu pochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>2. Renaturierungs-Initiative<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_1855\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1855\" data-attachment-id=\"1855\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/naturschaetze-lektuere-zum-wochenende-7\/nsg-tarbeker-moor\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/07\/Tarbeker-Moor-NABU_Jens-Kube.jpg\" data-orig-size=\"5902,3320\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Jens G. Kube&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D7100&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1465030124&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;NABU\\\/Jens Kube&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;22&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;140&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.00625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;NSG Tarbeker Moor&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"NSG Tarbeker Moor\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Tarbeker Moor Foto: NABU\/Jens Kube&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/07\/Tarbeker-Moor-NABU_Jens-Kube-300x169.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/07\/Tarbeker-Moor-NABU_Jens-Kube-1024x576.jpg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1855 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/07\/Tarbeker-Moor-NABU_Jens-Kube-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><p id=\"caption-attachment-1855\" class=\"wp-caption-text\">Tarbeker Moor Foto: NABU\/Jens Kube.<\/p><\/div>\n<p>Im Kapitel 2.2 findet sich unter dem Stichwort \u201eRenaturierungs-Plan\u201c eine 14 Punkte umfassende Liste an Verpflichtungen und Zielen. Wichtige hiervon werde ich hier bewerten, die dort auch genannten Ziele mit Landwirtschafts- (und Fischerei-) Bezug gesondert.<\/p>\n<ul>\n<li>In 2021 schl\u00e4gt die EU-Kommission ein rechtlich <strong>verbindliches Renaturierungsziel<\/strong> Dieses stellt sicher, dass bis 2030 eine signifikante Anzahl der zerst\u00f6rten und Kohlenstoffrelevanten Lebensr\u00e4ume wiederhergestellt sind.<\/li>\n<li>Mindestens <strong>25.000 Kilometer freiflie\u00dfender Fl\u00fcsse<\/strong> sind bis 2030 renaturiert. Verschmutze B\u00f6den werden dekontaminiert.<\/li>\n<li>Bis 2030 werden <strong>3 Milliarden B\u00e4ume<\/strong> gepflanzt, unter voller Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer Kriterien. St\u00e4dte mit mehr als 20.000 Einwohnern haben einen ambitionierten Gr\u00fcnplan. Daneben finden sich in dem Katalog Vorgaben f\u00fcr Invasive Arten, Best\u00e4uber, etc.<\/li>\n<\/ul>\n<p>NABU-Bewertung:<\/p>\n<ul>\n<li>Mit Birdlife Europe hat der NABU auf ein verbindliches Renaturierungsziel gedr\u00e4ngt. Die Ank\u00fcndigung einer Gesetzesinitiative ist insofern ein gro\u00dfer Erfolg. Eine konkrete Zahl soll erst 2021 festgelegt werden. Der NABU hatte 15% der Land-\/Seefl\u00e4che jedes Mitgliedstaats vorgeschlagen.<\/li>\n<li>Das Herunterbrechen des Renaturierungsziels auf verschiedene Lebensraumtypen scheint sinnvoll. Auch wenn die EU-Kommission insgesamt noch keine Zahl festlegen konnte, hat sie zumindest f\u00fcr Fl\u00fcsse eine sehr messbare Kenngr\u00f6\u00dfte vorgestellt.<\/li>\n<li>Das reine Baumpflanz-Ziel findet sich nicht in der Position von BirdLife Europe. Der NABU weist darauf hin, dass es f\u00fcr die Natur sehr wichtig ist, passende Standorte und Baumarten zu w\u00e4hlen. Der Hinweis auf \u00f6kologische Standards ist eine erste Sicherheitsschwelle. Aus NABU-Sicht sind vor allem urbane und peri-urbane Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Baumpflanzungen geeignet. Hier kann ggf. der separat genannte Gr\u00fcnplan ins Spiel kommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem ist die Ank\u00fcndigung einer Renaturierungsgesetzgebung positiv zu bewerten. Die Diskussion um die eigentliche H\u00f6he des Ziels wurde auf 2021 verschoben, aber immerhin \u00fcberhaupt er\u00f6ffnet durch die Nennung in der Strategie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>3. Adressierung des Treibers Landwirtschaft<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_5406\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5406\" data-attachment-id=\"5406\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/greendeal-corona-ii\/gullefa-1302596_1280\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/04\/gullefa-1302596_1280.jpg\" data-orig-size=\"800,533\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"gullefa-1302596_1280\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;G\u00fclle-Ausbringung. Foto: Zilles\/Pixabay.&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/04\/gullefa-1302596_1280-300x200.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/04\/gullefa-1302596_1280.jpg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-5406\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/04\/gullefa-1302596_1280-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><p id=\"caption-attachment-5406\" class=\"wp-caption-text\">G\u00fclle-Ausbringung. Foto: Zilles\/Pixabay.<\/p><\/div>\n<p>In vorgenannten Renaturierungs-Plan der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie sowie aufgegriffen auch in der EU-Farm-to-Fork-Strategie finden sich verschiedene Vorgaben, die einen der wichtigsten Treiber des Biodiversit\u00e4tsverlustes adressieren und entsprechend Auswirkungen auf die Landwirtschaftspolitik haben:<\/p>\n<ul>\n<li>Die EU-Kommission wird Ma\u00dfnahmen treffen, um bis 2030 die insgesamte Anwendung und die Gefahr von <strong>Pestiziden um 50% zu reduzieren<\/strong> und die besonders gef\u00e4hrlichen Pestizide um 50%. In sensiblen Bereichen wie urbanen Gegenden soll auf Pestizide<strong> g\u00e4nzlich verzichtet<\/strong><\/li>\n<li>Es ist dringend n\u00f6tig, auf mindestens <strong>10%<\/strong> der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che <strong>artenreiche Landschaftselemente<\/strong> zur\u00fcckzubringen, wie z.B. Bl\u00fchstreifen, Hecken, etc. Die Mitgliedstaaten brechen die 10% auf regionale Ebene herunter, um Konnektivit\u00e4t der Lebensr\u00e4ume sicherzustellen.<\/li>\n<li>Die EU-Kommission wird <strong>N\u00e4hrstoffverluste<\/strong> bis 2030 um 50% reduzieren. Hierdurch soll die Menge an <strong>D\u00fcngemitteln<\/strong> bis 2030 um mindestens 20% reduziert werden.<\/li>\n<li>Bis 2030 findet auf <strong>25% der EU-Fl\u00e4che Biolandbau<\/strong><\/li>\n<li>Die EU-Kommission bem\u00fcht sich, die Menge der <strong>Lebensmittelabf\u00e4lle<\/strong> auf Ebene der Verteilung und des Verbrauchs bis 2030 zu <strong>halbieren<\/strong>.<\/li>\n<li>Die EU-Kommission wird konkrete Empfehlungen an jeden Mitgliedstaat bez\u00fcglich der 9 spezifischen GAP-Ziele abgeben, bevor diese ihre <strong>Strategiepl\u00e4ne<\/strong> Hierdurch sollen die Ziele der EU-Biodiversit\u00e4ts-\/EU-Farm-to-Fork-Strategie und des European Green Deals sichergestellt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>NABU-Bewertung:<\/p>\n<ul>\n<li>Auch wenn teilweise von Experten eine Reduktion um bis zu 80% gefordert wird: die EU-Kommission hat ein ambitioniertes Pestizidreduktionsziel vorgelegt und hierf\u00fcr angek\u00fcndigt, die bestehende SUP-Richtlinie \u00fcber die nachhaltige Nutzung von Pestiziden anzupassen, allerdings erst nach 2023.<\/li>\n<li>Mit den biodiversit\u00e4tsreichen Landschaftselementen findet sich eine der wesentlichen Forderungen vom NABU (Space for Nature) ansatzweise in der Strategie wieder. Leider hat die EU-Kommission den Vorschlag, als Bezugspunkt den landwirtschaftlichen Betrieb zu w\u00e4hlen, nicht aufgegriffen. Dieser w\u00e4re leicht messbar gewesen und h\u00e4tte insofern leichter umgesetzt werden k\u00f6nnen. Nun kommt es darauf an, das Ziel m\u00f6glichst regional bzw. lokal herunterzubrechen, damit am Ende ein fl\u00e4chendeckender Biodiversit\u00e4tsschutz erfolgt, und sich keine Verz\u00f6gerungen aus langwierigen Saldierungs- und Kartier-\u00dcbungen ergeben.<\/li>\n<li>Das N\u00e4hrstoff\u00fcberschuss-Reduktionsziel ist wichtig und stimmt mit der Forderung in der Position von BirdLife Europe \u00fcberein. Hier kommt es vor allem auf eine gute Operationalisierung an, damit das Ziel nicht leerl\u00e4uft.<\/li>\n<li>Gleiches gilt f\u00fcr das Ziel, den Biolandbau zu f\u00f6rdern (dieses f\u00e4llt bei BirdLife Europe gr\u00f6\u00dfer aus): auch hier muss die EU-Kommission schauen, dass sie es m\u00f6glichst auf Mitgliedstaaten-Ebene herunterbricht und lineare Zwischenkontrollen durchf\u00fchrt, um ein Leerlaufen zu verhindern.<\/li>\n<li>Das Ziel, Lebensmittelabf\u00e4lle zu reduzieren, ist wichtig, denn dies ber\u00fchrt auch die Sicherheit der Lebensmittelerzeugung. Hier wird leider wenig konkret, wie dieses Ziel erreicht werden soll, gesetzliche Ma\u00dfnahmen sind nicht angek\u00fcndigt.<\/li>\n<li>Auch wenn die Verkn\u00fcpfung zur GAP die Schw\u00e4chen der Struktur der GAP selbst nicht ausb\u00fcgeln kann: immerhin zeigt die EU-Kommission, dass sie diejenigen Ziele, die \u00fcber die GAP-Strategiepl\u00e4ne erfolgen sollen, auch gegen\u00fcber den Mitgliedstaaten einfordern wird. Ob sie hierzu dann die Zeit, Ressourcen und den politischen Willen aufbringt, bleibt abzuwarten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem finden sich zahlreiche Ankn\u00fcpfungspunkte, um den Biodiversit\u00e4tsverlust-Treiber Landwirtschaft anzugehen. Bez\u00fcglich einer Pestizidreduktion sind diese ambitioniert, h\u00e4ngen aber von der Zustimmung der anderen Institutionen zu einer Gesetzes\u00e4nderung ab. Angesichts der NABU-Forderung nach Space for Nature ergab sich leider \u2013 auch im Vergleich zu Vorentw\u00fcrfen der Strategie \u2013 eine Abschw\u00e4chung, indem nicht auf den einzelnen Betrieb abgestellt wird. Hier ist nun in der Folgezeit darauf zu achten, dass ein m\u00f6glichst lokaler Ma\u00dfstab gew\u00e4hlt wird.<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><strong>4. Marine \u00d6kosysteme und Adressierung der Fischereiwirtschaft<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_5476\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5476\" data-attachment-id=\"5476\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/detailbewertung-bidi-f2f-strategie\/140805-nabu-dosch-rolf-juergens\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/140805-nabu-dosch-rolf-juergens.jpeg\" data-orig-size=\"680,453\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"140805-nabu-dosch-rolf-juergens\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Bestand z.B. des Dorsch erholt sich nur langsam. Foto: Rolf J\u00fcrgens.&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/140805-nabu-dosch-rolf-juergens-300x200.jpeg\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/140805-nabu-dosch-rolf-juergens.jpeg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5476 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/05\/140805-nabu-dosch-rolf-juergens-300x200.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><p id=\"caption-attachment-5476\" class=\"wp-caption-text\">Bestand z.B. des Dorsch erholt sich nur langsam. Foto: Rolf J\u00fcrgens.<\/p><\/div>\n<p>Die Fischereiwirtschaft als Treiber des marinen Biodiversit\u00e4tsverlustes selbst ist insgesamt weniger konkret adressiert in den beiden Strategien. Gleichwohl finden sich auch hier Vorgaben, die bei richtiger Umsetzung f\u00fcr spezifische Verbesserungen sorgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Die EU-Kommission wird in 2021 einen neuen <strong>Aktionsplan Meeresschutz<\/strong> vorlegen, mit Schwerpunkt Fischereipraxis. Wo n\u00f6tig soll eine Beschr\u00e4nkung f\u00fcr <strong>Grundschleppnetze<\/strong> und anderer Fangger\u00e4te erfolgen.<\/li>\n<li>Der <strong>Beifang<\/strong> von vom Aussterben bedrohter Arten soll beendet oder auf ein die Wiederherstellung erm\u00f6glichendes Ma\u00df reduziert werden. Dies gilt auch f\u00fcr Arten, die in schlechtem Erhaltungszustand sind. Hierf\u00fcr soll die Datenerhebung gef\u00f6rdert werden.<\/li>\n<li>Die EU-Kommission plant, neue Leitlinien f\u00fcr <strong>nachhaltige Meeresfr\u00fcchte-Gewinnung<\/strong> zu verabschieden, und hier\u00fcber auch auf den Europ\u00e4ischen Fischereifonds (EMFF) einzuwirken. Au\u00dferdem finden sich Vorgaben zur marinen Raumordnung, spezielle Hinweise auf Seesgras-Renaturierung, etc.<\/li>\n<\/ul>\n<p>NABU-Bewertung:<\/p>\n<ul>\n<li>BirdLife Europe hatte den g\u00e4nzlichen Verzicht auf destruktive Fangtechniken gefordert. Wenn die EU-Kommission ernst machen mit der Beschr\u00e4nkung, w\u00e4re dies trotzdem ein erster gro\u00dfer Schritt.<\/li>\n<li>Auch wenn die Beifang-Forderung nur eine Wiederholung bestehender Gesetzeslage ist, zeigt die EU-Kommission, dass die Mitgliedstaaten in der Praxis bisher nicht gen\u00fcgend unternehmen.<\/li>\n<li>Die bisherige EMFF-Mittelverwendung ist nicht nachhaltig, sondern erlaubt auch destruktive Praktiken. Leitlinien werden daher begr\u00fc\u00dft, fraglich ist aber ob dies tats\u00e4chlich ausreicht, bei der EMFF-Mittelvergabe umzusteuern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem findet sich im Bereich der Fischereiwirtschaft aus NABU-Sicht kein spezieller \u201eGamechanger\u201c. Allerdings gilt, dass verschiedene allgemeine Ziele der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie gerade im Bereich mariner \u00d6kosysteme eine \u00e4u\u00dferst positive Wirkung entfalten k\u00f6nnen. Dies gilt beispielsweise f\u00fcr das 30%-Gebietsschutzziel und insbesondere f\u00fcr den strengen Gebietsschutz, der bei naheliegender Interpretation auf Fangverbotszonen hinausl\u00e4uft. Auch die Renaturierung von Seegrasfl\u00e4chen und der bessere Vollzug von EU-Umweltgesetzen ist f\u00fcr diese Lebensr\u00e4ume hilfreich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>5. Naturschutzfinanzierung<\/strong><\/h4>\n<p>Die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie geht in Kapitel 3.3.2 auch auf das Thema Finanzierung ein:<\/p>\n<ul>\n<li>Um den Erfordernissen dieser Strategie unter anderem in Bezug auf die Investitionspriorit\u00e4ten f\u00fcr Natura 2000 und die gr\u00fcne Infrastruktur zu entsprechen, sollten j\u00e4hrlich mindestens <strong>20 Mrd. Euro<\/strong> f\u00fcr Ausgaben zugunsten der Natur bereitgestellt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>NABU-Bewertung:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zahl von 20 Mrd. Euro pro Jahr haben NABU\/BirdLife Europe erstmals in die Debatte eingebracht, allerdings ausschlie\u00dflich f\u00fcr das Management von Natura 2000. Klar ist, dass die neue Renaturierungs-Agenda hiervon nicht abgedeckt werden kann, denn bei entsprechenden Fl\u00e4chenzahlen kommen hier ganz andere Betr\u00e4ge zusammen. Was die Quellen angeht, bleibt die Strategie leider vage und spricht sich nicht klar f\u00fcr einen Fonds aus EU-Haushaltstiteln aus. Verst\u00e4ndlich ist, dass die Strategie selbst nicht direkt Geld aus dem Mehrj\u00e4hrigen Finanzrahmens der EU bereitstellen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus NABU-Sicht ist schade, dass die EU-Kommission nicht den Mut hatte, f\u00fcr das Thema Renaturierung Kosten und Nutzen weiter aufzuschl\u00fcsseln. Trotzdem ist es gut, dass die Strategie die Zahl von 20 Mrd. Euro pro Jahr aufgreift, denn immerhin l\u00e4sst sich nun mit dieser Zahl bei der weiteren Diskussion um EU-Haushalt und Recovery Fonds sowie der Programmierung der verschiedenen EU-Fonds argumentieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>6. Neues Monitoring-\/Governance-Modell und Durchsetzung von EU-Recht<\/strong><\/h4>\n<p>Im 3. Kapitel der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie wird unter anderem auch auf Steuerungsfragen eingegangen:<\/p>\n<div id=\"attachment_4704\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4704\" data-attachment-id=\"4704\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/aarhus-konsultation\/eugh\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/02\/EuGH.jpg\" data-orig-size=\"800,533\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"EuGH\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Foto: Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/02\/EuGH-300x200.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/02\/EuGH.jpg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-4704\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/02\/EuGH-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><p id=\"caption-attachment-4704\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Die EU wird einen neuen <strong>Governance-Rahmen<\/strong> einrichten, um das Erreichen von Biodiversit\u00e4tszielen zu \u00fcberwachen. Hierzu wird auch ein klares B\u00fcndel an Indikatoren verabschiedet. Diese Daten sollen die Verwaltungen unterst\u00fctzen. Falls n\u00f6tig soll hierf\u00fcr nach 2023 auch ein gesetzlicher Rahmen verabschiedet werden.<\/li>\n<li>Die EU wird auf die volle Um- und <strong>Durchsetzung<\/strong> insbesondere des Gebiets- und Artenschutzes der FFH- und Vogelschutzrichtlinie dr\u00e4ngen. Hierzu wird sie eng mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, und auch die Funktion von Umweltverb\u00e4nden als \u201eWatchdogs\u201c w\u00fcrdigen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>NABU-Bewertung.<\/p>\n<ul>\n<li>Das neue Governance-Modell scheint ein guter Ansatz, um eine regelm\u00e4\u00dfigere Kontrolle der Zielerreichung sicherzustellen. Auch wenn dies erst 2024 Gesetz werden k\u00f6nnte, scheint dies effektiver als eine blo\u00dfe Halbzeitbewertung.<\/li>\n<li>BirdLife Europe und der NABU dr\u00e4ngen seit langem drauf, die schon bestehenden guten gesetzlichen EU-Vorgaben durchzusetzen. Die Nennung dieser Problematik durch die EU-Kommission ist zu begr\u00fc\u00dfen. Allerdings ist unklar, inwieweit die EU-Kommission selbst ihren relevanten Dienststellen das f\u00fcr Vertragsverletzungsverfahren n\u00f6tig Personal zur Verf\u00fcgung stellt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem geht die neue EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie auch bez\u00fcglich dieser Punkte neue Wege. Fraglich ist aber, ob die Kommissionsspitze den relevanten Dienststellen tats\u00e4chlich mehr Personal zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>7. Beitrag zum Globalen Biodiversit\u00e4tsschutz<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_4390\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4390\" data-attachment-id=\"4390\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/cop14-corner-1\/egypt_cop14_logo_final_horizontal_text_beside\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/11\/Egypt_COP14_Logo_Final_Horizontal_Text_Beside.png\" data-orig-size=\"800,278\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Egypt_COP14_Logo_Final_Horizontal_Text_Beside\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/11\/Egypt_COP14_Logo_Final_Horizontal_Text_Beside-300x104.png\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/11\/Egypt_COP14_Logo_Final_Horizontal_Text_Beside.png\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4390 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/11\/Egypt_COP14_Logo_Final_Horizontal_Text_Beside-300x104.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"104\" \/><p id=\"caption-attachment-4390\" class=\"wp-caption-text\">Logo der Biodiversit\u00e4tskonferenz CBD COP14.<\/p><\/div>\n<p>Insgesamt kann die EU schon dadurch, dass sie mit den vorgenannten Zielen den Naturschutz auf ihrem Territorium voranbringt, wichtige Signale f\u00fcr ein Globales Biodiversit\u00e4tsschutz-Abkommen post-2020 senden. Daneben hat die EU aber auch selbst Einfluss auf den globalen Biodiversit\u00e4tsschutz, etwa durch ihren Import und Export von Produkten. Die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie widmet diesem Bereich das Kapitel 4:<\/p>\n<ul>\n<li>Die EU-Kommission verweist darauf, dass die Punkte dieser Strategie auch als Beitrag der EU f\u00fcr die globalen Verhandlungen bei der <strong>CBD COP 15<\/strong> verstanden werden sollen. Wichtig ist ihr dabei, dass dort auch die Treiber adressiert werden, und es ein Umsetzungs-, Monitoring- und \u00dcberpr\u00fcfungssystem gibt.<\/li>\n<li>Im Bereich der Handelspolitik f\u00e4llt vor allem die kurze Ank\u00fcndigung von k\u00fcnftiger Gesetzgebung zu <strong>abholzungsfreien Lieferketten<\/strong> f\u00fcr 2021 auf.<\/li>\n<li>Au\u00dferdem werden weitere internationale Abkommen angesprochen, etwa im Seev\u00f6lkerrechtsbereich. Zu begr\u00fc\u00dfen ist auch die Forderung an die EU nach einem <strong>Moratorium im Tiefseebergbau<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>NABU-Bewertung:<\/p>\n<ul>\n<li>Zwar ist zu ber\u00fccksichtigen, dass viele der ambitionierten Verpflichtungen noch von weiterer Ma\u00dfnahmen und auch der Zustimmung der Mitgliedstaaten sowie der Umsetzung abh\u00e4ngen. Mit dieser Strategie muss sich die EU dennoch nicht bei den Verhandlungen der CBD COP 15 verstecken. Sie hat wichtige \u201eGamechanegr\u201c vorgeschlagen und teilweise auch angek\u00fcndigt, diese sp\u00e4ter in Gesetzesform zu gie\u00dfen. Au\u00dferdem zeigt die Betonung einzelner Aspekte f\u00fcr die globalen Verhandlungen, dass die EU einen wichtigen Schwerpunkt setzen m\u00f6chte. Als erstes grobes Verhandlungsmandat sollte dies ausreichen.<\/li>\n<li>Neue EU-Gesetzgebung, die sich der Abholzung von Produkten f\u00fcr Importe in die EU widmet, ist \u00e4u\u00dferst begr\u00fc\u00dfenswert.<\/li>\n<li>Auch der NABU und die Position von BirdLife Europe spricht sich f\u00fcr ein Moratorium im Tiefseebergbau aus. Fraglich ist, ob einzelne Mitgliedstaaten sich von der eher appellhaften Formulierung tats\u00e4chlich beeinflussen lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem weist auch das Kapitel zur globalen Dimension einen guten Konkretisierungsgrad und ein Ambitionsniveau auf, was \u00fcber die bisherigen EU-Biodiversit\u00e4tsstrategien hinausgeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>D. Wie geht es nun weiter<\/h3>\n<p>Wie eingangs beschrieben: bei den beiden Strategien handelt es sich um sogenannte Kommissionsmitteilungen. Dies bedeutet, dass die Papiere selbst nicht vom Europ\u00e4ischen Parlament und Europ\u00e4ischen Rat angenommen werden m\u00fcssen. Beide Institutionen haben nat\u00fcrlich trotzdem das Recht, hierauf unverbindlich zu reagieren, und werden dies auch tun. Der Zeitplan f\u00fcr einen Bericht des Europ\u00e4ischen Parlaments ist noch nicht bekannt. Federf\u00fchrend dort d\u00fcrfte vor allem der Umwelt- und Gesundheitsausschuss sein. Wahrscheinlich wird dieser auch mit zwei verschiedenen Berichten reagieren, weitere Aussch\u00fcsse \u2013 vor allem der Agrarausschuss \u2013 werden hierzu entweder ihre Meinung abgeben oder selbst einen Bericht verfassen wollen. Der Umweltrat wird unter Deutscher Ratspr\u00e4sidentschaft vermutlich im Oktober Ratsschlussfolgerungen erlassen. Diese stellen einen guten Stimmungstest dar, sind selbst aber auch nicht verbindlich.<\/p>\n<p>Wichtig ist, den positiven Impuls der Strategien aufzugreifen. Auch die anderen EU-Institutionen sollten den dringenden Handlungsbedarf zur L\u00f6sung der Biodiversit\u00e4tskrise anerkennen. Die bisher vor allem vom Bauernverband ge\u00e4u\u00dferte Kritik ist nicht gerechtfertigt. Die Strategien stellen keinen \u201eGeneralangriff\u201c auf die Landwirtschaft dar, sondern bieten der Landwirtschaft die Chance zur n\u00f6tigen und gesteuerten Transformation. Wer grunds\u00e4tzlich gegen Umweltziele ist, verschlie\u00dft die Augen vor den beiden gro\u00dfen (Klima- und Biodiversit\u00e4ts-) Zwillingskrisen. Wer nur auf freiwillige Ma\u00dfnahmen setzt, ignoriert, dass diese die letzten Jahrzehnte ganz offensichtlich gescheitert sind. Auch verkennt der Bauernverband, dass es sich noch nicht einmal um direkte Umweltgesetze handelt, sondern eben \u201enur\u201c um Strategien (und nat\u00fcrlich hat die EU-Kommission angek\u00fcndigt, &#8222;Impact Assesments&#8220; durchzuf\u00fchren f\u00fcr legislative Folgema\u00dfnahmen). Die Ziele der Strategien brauchen wir als Leitplanken f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Handeln. Die Corona-Krise lehrt uns gerade nicht, dass wir weiter abwarten k\u00f6nne. Vielmehr, dass wir z\u00fcgig handeln m\u00fcssen, auch um klimabedingte D\u00fcrren und biodiversit\u00e4tskrisenbedingte Auswirkungen auf die Landwirtschaft abzumildern. Diesen Weg des wichtigen Wandels hin zum zukunftstauglichen Wirtschaften sollten wir gemeinsam gehen. Bleibt zu hoffen, dass die EU-Kommission und Mitgliedstaaten andere wichtige Politiken wie die bald folgenden neuen Vorschl\u00e4ge zum Mehrj\u00e4hrigen Finanzrahmen und zum &#8222;Recovery Funds&#8220; koh\u00e4rent mit den hier vorgestellten Zielen ausgestalten, um diese zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Klar ist aber auch, dass die Arbeit im Grunde jetzt erst anf\u00e4ngt: dies gilt schon f\u00fcr die reine Vorschlags-Ebene seitens der EU-Kommission, schaut man sich die umfangreichen Ma\u00dfnahmenkataloge in beiden Strategien an. Dies gilt aber vor allem auch politisch im Kr\u00e4ftedreieck aus EU-Kommission, Europ\u00e4ischem Rat und Parlament: nicht nur die Strategien selbst brauchen den n\u00f6tigen Applaus, sondern vor allem die konkreten Folgema\u00dfnahmen die Unterst\u00fctzung von den Mitgliedstaaten. Hiernach folgt dann die Mammutaufgabe, die Einzelma\u00dfnahmen in nationale Rechtsakte zu \u00fcbersetzen und dann an die Umsetzung \u201eon the ground\u201c zu gehen, also ans Ausweisen von neuen Schutzgebieten, Durchf\u00fchren von Erhaltungs- und Renaturierungsma\u00dfnahmen, etc. In Deutschland bekommen sicher auch schon bestehende Initiativen wie das geplante Insektenschutzgesetz durch die EU-Vorgaben neue Unterst\u00fctzung. Der Zeitplan insgesamt ist jedenfalls anspruchsvoll. Wir sollten nicht zu viel Zeit zu Beginn dieses Jahrzehnts mit Konkretisierungsdebatten verschwenden, sondern klar die Umsetzungsphase im Blick haben. Die Biodiversit\u00e4tskrise warten schlie\u00dflich nicht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zum Weiterlesen<\/h3>\n<ul>\n<li>Link zur EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie: <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/communication-annex-eu-biodiversity-strategy-2030_de.pdf\">Deutsch<\/a> und <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/communication-annex-eu-biodiversity-strategy-2030_en.pdf\">Englisch<\/a><\/li>\n<li>Link EU-Farm-to-Fork-Strategie: <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/communication-annex-farm-fork-green-deal_de.pdf\">Deutsch<\/a> und <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/communication-annex-farm-fork-green-deal_en.pdf\">Englisch<\/a><\/li>\n<li>Arbeitsdokument der EU-Kommission zur GAP und dem European Green Deal: <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/food-farming-fisheries\/sustainability_and_natural_resources\/documents\/analysis-of-links-between-cap-and-green-deal_en.pdf\">Englisch<\/a><\/li>\n<li>NABU <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2020\/05\/28170.html\">Pressemitteilung vom 20.05.2020<\/a><\/li>\n<li>BirdLife Europe <a href=\"https:\/\/www.birdlife.org\/sites\/default\/files\/initial_analysis_eu_biodiversity_farm_to_fork_strategies_birdlife_europe_20may2020.pdf\">Erstanalyse der beiden Strategien vom 20.05.2020<\/a><\/li>\n<li>BirdLife Europe <a href=\"https:\/\/www.birdlife.org\/europe-and-central-asia\/policy\/our-house-fire-our-position-eu-biodiversity-strategy-2030\">Positionspapier zur EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie aus November 2019 <\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Begin Yuzo --><div class='yuzo_related_post style-1'  data-version='5.12.74'><!-- without result --><div class='yuzo_clearfixed yuzo__title yuzo__title'><h3>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren<\/h3><\/div>\n\t\t\t\t\t\t  <div class=\"relatedthumb \" style=\"width:125px;float:left;overflow:hidden;\">  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <a  href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/studie-im-auftrag-des-agrarausschusses\/\"  >\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <div class=\"yuzo-img-wrap \" style=\"width: 125px;height:90px;\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"yuzo-img\" style=\"background:url('https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/05\/gap_ticker-340x226.jpg') 50% 50% no-repeat;width: 125px;height:90px;margin-bottom: 5px;background-size: cover; 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Lesen Sie hier die Bewertung des NABU.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":5388,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[65,1,64],"tags":[20,136,133,35,43,19,47,44,15,50,117,56],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/04\/Berlaymont_Foto_Europ\u00e4ische-Union_2016.jpg","jetpack-related-posts":[{"id":5456,"url":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/biodiversitaetswoche\/","url_meta":{"origin":5474,"position":0},"title":"Biodiversit\u00e4t diese Woche mehrfach Thema","date":"18. Mai 2020","format":false,"excerpt":"Diese Woche stehen 3 Ereignisse zur Biodiversit\u00e4t an. Am 20. Mai soll die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie ver\u00f6ffentlicht werden, am 21. Mai ist Natura 2000-Tag, und am 22. 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