{"id":2113,"date":"2016-09-21T09:40:06","date_gmt":"2016-09-21T07:40:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/?p=2113"},"modified":"2016-11-30T14:05:39","modified_gmt":"2016-11-30T13:05:39","slug":"advancing-together-wie-bayer-und-monsanto-die-zukunft-der-landwirtschaft-beeinflussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/advancing-together-wie-bayer-und-monsanto-die-zukunft-der-landwirtschaft-beeinflussen\/","title":{"rendered":"Advancing together? Wie Bayer und Monsanto die Zukunft der Landwirtschaft beeinflussen"},"content":{"rendered":"<p><em>Letzte Woche gaben die Vorstandsvorsitzenden von Bayer und Monsanto die Fusion ihrer Konzerne bekannt. Die seit Anfang des Jahres andauernden Verhandlungen sind damit zu einem vorl\u00e4ufigen Ende gekommen. Mit rund 59 Milliarden Euro markiert Bayer die teuerste Konzern\u00fcbernahme der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Meinungen hierzu gehen teils weit auseinander: W\u00e4hrend die einen das zuk\u00fcnftige Zusammenwirken der Konzerne als \u201eperfect match\u201c bezeichnen und den Aktion\u00e4ren satte Gewinne in Aussicht stellen, bef\u00fcrchten Kritiker die zunehmende Monopolisierung der Branche, mit weitreichenden Folgen f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t der Menschen sowie den Zustand der Natur. Der NABU kritisiert die Fusion aufs Sch\u00e4rfste. Welche Auswirkungen eine solche Monopolisierung f\u00fcr Mensch und Natur nach sich ziehen kann, wird im Folgenden dargestellt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Marktmacht mit Nebenwirkungen<\/strong><\/p>\n<p>Der gemeinsame Weltmarktanteil von Bayer und Monsanto w\u00fcrde in den Bereichen Saatgut und Agrochemikalien zusammen etwa 28 Prozent betragen. Damit zementieren die Unternehmen ihre globale F\u00fchrungsposition. Im Vergleich: Die Firmenzusammenschl\u00fcsse Syngenta &amp; ChemChina und Dow Chemical &amp; DuPont kontrollieren weltweit jeweils 15 Prozent der Branche. Auf EU-Ebene wird beispielsweise 95 Prozent des Saatguts f\u00fcr Gem\u00fcse von nur f\u00fcnf Unternehmen gesteuert, wobei allein Monsanto bereits jetzt rund 24 Prozent des EU-Marktes kontrolliert. Beim gentechnisch ver\u00e4nderten Saatgut\u00a0 beherrscht Monsanto weltweit gar 90 Prozent des Marktes. Vor dem Hintergrund dieser Dominanz sch\u00e4tzen Analysten die Wahrscheinlichkeit, dass die zust\u00e4ndigen Kartellbeh\u00f6rden den Deal ablehnen werden, auf 30-50 Prozent ein. Neben der EU-Generaldirektion Wettbewerb sind das noch viele weitere Kartellbeh\u00f6rden im au\u00dfereurop\u00e4ischen Ausland, wo Bayer und Monsanto t\u00e4tig sind. Das letzte Wort ist demnach gl\u00fccklicherweise noch nicht gesprochen.<\/p>\n<p>Es ist jedoch zu bef\u00fcrchten, dass diese Marktbeherrschung zu weiterem Machtmissbrauch, verst\u00e4rkter Preisdiktatur und zur Verdr\u00e4ngung kleinerer Wettbewerber f\u00fchrt. Bereits jetzt wissen beide Konzerne nur allzu gut, welchen Einfluss sie mit ihrer Machtposition aus\u00fcben k\u00f6nnen &#8211; sei es durch die F\u00f6rderung von unternehmenskonformen Weiterbildungsma\u00dfnahmen an Universit\u00e4ten, die Dementierung unpassender wissenschaftlicher Erkenntnisse (wie beispielsweise die ber\u00fchmte S\u00e9ralini-Aff\u00e4re zeigte) oder die Fehlinformation der Gesellschaft durch irref\u00fchrende \u00d6ffentlichkeitspolitik.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_2116\" style=\"width: 301px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2116\" data-attachment-id=\"2116\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/advancing-together-wie-bayer-und-monsanto-die-zukunft-der-landwirtschaft-beeinflussen\/karkow_kk_landwirtschaft\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Karkow_KK_Landwirtschaft.jpg\" data-orig-size=\"2048,1365\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Karkow_KK_Landwirtschaft\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Karkow_KK_Landwirtschaft-300x200.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Karkow_KK_Landwirtschaft-1024x683.jpg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2116\" src=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Karkow_KK_Landwirtschaft-300x200.jpg\" alt=\"Karkow_KK_Landwirtschaft\" width=\"291\" height=\"194\" \/><p id=\"caption-attachment-2116\" class=\"wp-caption-text\">Landwirte sehen die \u00dcbernahme von Monsanto durch Bayer kritisch (Foto: NABU\/Karkow).<\/p><\/div>\n<p><strong>Too big to fail?<\/strong><\/p>\n<p>Nehmen weltweit die gro\u00dfen Unternehmenszusammenschl\u00fcsse zu, wird die Marktkonzentration auf wenige einflussreiche Akteure beschleunigt. Wenn Bayer zuk\u00fcnftig die f\u00fchrende Kontrolle \u00fcber\u00a0 den Agrarmarkt einnimmt und sich die darauf eingespielten Produktionsmuster einer sich ausweitenden intensivierten Landwirtschaft von dessen Produkten weiter in Abh\u00e4ngigkeit begibt, stellt sich die Frage, wie man auf dergleichen Mega-Konzerne \u00fcberhaupt noch verzichten k\u00f6nnte. Auch Bauernverb\u00e4nde haben sich vor dem Hintergrund der drohenden Marktverdichtung kritisch zu Wort gemeldet &#8211; von einer \u201eKampfansage an die Zivilgesellschaft\u201c (Reiko W\u00f6llert, AbL) oder der Gef\u00e4hrdung des \u201egesunden Wettbewerbs zwischen den Anbietern\u201c (Joachim Rukwied, DBV) ist die Rede. Zwar streicht Bayer j\u00e4hrlich Gewinne in Millionenh\u00f6he ein. Doch es ist davon auszugehen, dass der Konzern durch die Fusion einer Nettofinanzverschuldung von \u00fcber 70 Milliarden Euro gegen\u00fcbersteht, zuz\u00fcglich der noch offenen Pensionslast von \u00fcber 13 Milliarden Euro. Bayer ist also im Begriff, sich zu einem hoch verschuldeten Riesen zu entwickeln, der einen Gro\u00dfteil des Marktes kontrollieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Durch die Fusion steigt Bayer zum weltweit wichtigsten Konzern f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von \u00fcber sieben Milliarden Menschen auf. F\u00fcr die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t ganzer Staaten stellt das ein bisher nicht ernst genug genommenes Problem dar. Der Monsanto-Chef Hugh Grant bringt es auf den Punkt, in dem er sagt, dass diejenigen die Ern\u00e4hrung bestimmen, die \u00fcber das Saatgut verf\u00fcgen. Unter dem Vorwand, \u201egute, gesunde und bezahlbare Nahrung zu produzieren\u201c (Bayer-Chef Baumann), wird das Portfolio an verf\u00fcgbarer Saatgutvielfalt und damit die Grundlage unserer Nahrungsmittelvielfalt langfristig abnehmen. Schon heute stammt jedes dritte Maiskorn aus den Laboren von Monsanto.<\/p>\n<p>Auch das Argument, dass nur durch eine Produktivit\u00e4tssteigerung auf dem Feld dem Nahrungsmittelbedarf einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung begegnet werden k\u00f6nne, ist zu kurz gegriffen. Monsanto, Bayer und Co. richten sich n\u00e4mlich prim\u00e4r nach den Bed\u00fcrfnissen der globalen Fleisch-Industrie unserer westlichen Gesellschaft: Etwa 80 Prozent der angebauten gentechnisch ver\u00e4nderten Feldfr\u00fcchte dienen als Tierfutter. Die Verteilungsfragen unserer Zeit m\u00fcssen mit anderen Mitteln begegnet werden, wie durch den Abbau der Subventionen von Lebensmitteln aus der EU, durch deren Export M\u00e4rkte im Ausland zugrunde gerichtet werden k\u00f6nnen. Oder durch die F\u00f6rderung des Anbaus von Lebensmitteln, die prim\u00e4r der Ern\u00e4hrung der lokalen Bev\u00f6lkerung dienen.<\/p>\n<p>Dabei wird nicht nur beeinflusst, was angebaut wird, sondern auch die Produktions-bedingungen diktiert. Durch die Patentierung gentechnisch ver\u00e4nderten Saatguts gelangen Bauern zunehmend in die Abh\u00e4ngigkeit der Konzerne, da sie das erworbene Saatgut weder kultivieren noch erneut auss\u00e4en d\u00fcrfen, so wie es fr\u00fcher \u00fcblich war. Doch ein Zuwachs der weltweiten Anbaufl\u00e4che gentechnisch ver\u00e4nderter Pflanzen zieht nicht nur eine steigende Abh\u00e4ngigkeit vom Saatgut nach sich, sondern auch die zwangsl\u00e4ufige Bindung an Pestizide wie Glyphosat &#8211; wie das Beispiel des Anbaus gentechnisch ver\u00e4nderter, glyphosatresistenter Roundup-Ready-Kulturen zeigt, durch die auch der Einsatz glyphosathaltiger Herbizide steigt. Laut Bayer-Chef Baumann ist diese Kombination aus Saatgut und Pflanzenschutz \u201edie Siegerformel in unserer Industrie\u201c.<\/p>\n<p><strong>Zum Leidwesen von Natur und Umwelt<\/strong><\/p>\n<p>Bayer-Chef Werner Baumann zufolge schafft die Transaktion \u201eeinen erheblichen Wert f\u00fcr Aktion\u00e4re, Kunden und Gesellschaft\u201c. Dem aus Unternehmersicht sicherlich mit gro\u00dfer Weitsicht in Angriff genommene Wurf, stehen jedoch aus Naturschutzsicht eine Reihe von Bedenken gegen\u00fcber, die gewiss nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert wurden. Schon heute sind die Folgen zu bemerken, die den Gesch\u00e4ftspraktiken von Saatgut- und Pestizidherstellern zugrunde liegen und die unserer Gesellschaft teuer zu stehen kommen. Beispiel Glyphosat, das mittlerweile vor allem in China hergestellt wird: Es gibt es kein anderes Breitbandherbizid, das h\u00e4ufiger eingesetzt wird. Tonnenweise wird es weltweit gespritzt. In Argentinien basiert nahezu 100 Prozent des gesamten Sojaanbaus auf gentechnisch ver\u00e4ndertem Saatgut, das auf die Anwendung von Glyphosat angewiesen ist. Auch in Deutschland wird das Pestizid auf bis zu 40 Prozent der \u00c4cker ausgebracht. Analysten erwarten bis 2017 gar einen Anstieg des weltweiten Glyphosat-Marktes.<\/p>\n<div id=\"attachment_2120\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2120\" data-attachment-id=\"2120\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/advancing-together-wie-bayer-und-monsanto-die-zukunft-der-landwirtschaft-beeinflussen\/feldrittersporn\/\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Feld-Rittersporn-Andre-Baumannn.jpg\" data-orig-size=\"2048,1536\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DiMAGE Xt&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;MINOLTA DIGITAL CAMERA&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1150088080&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Andre Baumann&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;12.2&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.011111111111111&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Feldrittersporn&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Feldrittersporn\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;MINOLTA DIGITAL CAMERA&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Feld-Rittersporn-Andre-Baumannn-300x225.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Feld-Rittersporn-Andre-Baumannn-1024x768.jpg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2120 size-medium\" src=\"http:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/09\/Feld-Rittersporn-Andre-Baumannn-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-2120\" class=\"wp-caption-text\">Wildkr\u00e4uter wie dieser gef\u00e4hrdete Feld-Rittersporn sind durch Herbizideins\u00e4tze im R\u00fcckgang (Foto: NABU\/Baumann).<\/p><\/div>\n<p>Dabei sind die Umweltauswirkungen betr\u00e4chtlich. Die biologische Vielfalt leidet am meisten darunter. Der mit der Reduktion der Pflanzenvielfalt einhergehende Verlust an Nahrungsquellen und Lebensraum f\u00fchrt zum R\u00fcckgang an Insekten wie Wildbienen und Schmetterlingen. Mehrere wissenschaftliche Studien belegen zudem deutlich negative Auswirkungen auf die Fortpflanzungsf\u00e4higkeit von Amphibien und Fischen. Ein weiteres Problem ist die von Landwirten oftmals beklagte Tatsache, dass durch den \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Einsatz von Glyphosat Resistenzen entstehen k\u00f6nnen. Hierdurch wird ein Teufelskreis in Gang gebracht, der einen immer h\u00f6heren Einsatz von Glyphosat erfordert. Der damit einhergehende R\u00fcckgang der biologischen Vielfalt wird letztlich durch Ma\u00dfnahmen aufgehalten werden m\u00fcssen, die sicherlich nicht von Bayer finanziert werden &#8211; letztlich m\u00fcssen hierf\u00fcr \u00f6ffentliche Gelder herangezogen werden, um die wahren Kosten der privaten Konzerngewinne auszugleichen.<\/p>\n<p><strong>Goodwill mit Kratzern<\/strong><\/p>\n<p>Bayer holt sich mit Monsanto ein Unternehmen ins Haus, dessen schlechtes Image weltweit seinesgleichen sucht. Die miserable Reputation kommt nicht von ungef\u00e4hr: Prozesse gegen Landwirte, skrupellose Lobbyarbeit, zahlreiche Klagen und das Mitte Oktober anstehende Monsanto-Tribunal tragen ihren Teil dazu bei. Auch zahlreiche Rechtsrisiken muss Bayer zuk\u00fcnftig sein Eigen nennen, da die Methoden von Monsanto vor allem mit GVO hochgradig umstritten sind. Auf den juristischen Schaupl\u00e4tzen hat Bayer eigentlich selbst alle H\u00e4nde voll zu tun: Auch die Leverkusener sehen sich mit Klagen rund um ihr Saatgutgesch\u00e4ft konfrontiert, gut 13 Prozent des Umsatzes der Bayer-Tochter CropScience werden mit Saatgut gemacht. Als die EU-Kommission 2013 ein einstweiliges Verbot f\u00fcr drei in der Saatgutbehandlung verwendete Neonikotinoide erlie\u00df, die im Verdacht stehen, bienensch\u00e4dlich zu sein, entschied sich Bayer neben anderen Konzerne f\u00fcr eine Klage vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof. Anfang 2017 steht einen Neubewertung durch die EFSA an.<\/p>\n<p><strong>Alternativen, politische Verantwortung <\/strong><\/p>\n<p>Die Landwirte stehen den natursch\u00e4dlichen Praktiken, die durch Konzerne wie Bayer weiter forciert werden, nicht alternativlos gegen\u00fcber. Der Teufelskreis des Pestizideinsatzes kann durchbrochen werden, indem wieder mehr Wert gelegt wird auf die Auswahl resistenter, standortangepasster Sorten, die Gestaltung vielf\u00e4ltiger Fruchtfolgen, die Diversifizierung von Anbausystemen, die Verbesserung der Bodenbearbeitungsmethoden und die Anwendung biologischer Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtigen Rahmenbedingungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) k\u00f6nnen diese Alternativen nicht fl\u00e4chendeckend gew\u00e4hrleisten. Das System kann als gescheitert angesehen werden. Die gro\u00dfen Geldmengen, die j\u00e4hrlich an die Landwirte ausgesch\u00fcttet werden, stehen in keinem Verh\u00e4ltnis zu deren Nutzen, weder f\u00fcr die Landwirte noch f\u00fcr die Natur. Der Reformbedarf ist notwendiger denn je. Die politischen Entscheidungstr\u00e4ger sind deshalb aufgerufen, die gegenw\u00e4rtige Agrarkrise als Chance und die \u00dcbernahme von Monsanto durch Bayer auch f\u00fcr die Landwirte in der EU als potentielle Gefahr zu begreifen. Das dringende Erreichen der EU-Biodiversit\u00e4tsziele, auf welche die Ausrichtung der GAP einen ma\u00dfgeblichen Einfluss hat, k\u00f6nnte durch den Firmenzusammenschluss jedoch in noch weitere Ferne r\u00fccken.<\/p>\n<!-- Begin Yuzo --><div class='yuzo_related_post style-1'  data-version='5.12.74'><!-- without result --><div class='yuzo_clearfixed yuzo__title yuzo__title'><h3>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren<\/h3><\/div>\n\t\t\t\t\t\t  <div class=\"relatedthumb \" style=\"width:125px;float:left;overflow:hidden;\">  \n\t\t\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t  <a  href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/efsa-reviews-neonicotinoide\/\"  >\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t  <div class=\"yuzo-img-wrap \" style=\"width: 125px;height:90px;\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"yuzo-img\" style=\"background:url('https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2018\/02\/wespe-340x226.jpg') 50% 50% no-repeat;width: 125px;height:90px;margin-bottom: 5px;background-size: cover; 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