Klimaschutz! Für Euch, Eure Kinder und deren Enkel

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Die Erde ändert sich. Tut sie immer schon. Aber noch nie in so dramatischer Geschwindigkeit wie heute. Und noch nie hatte der Mensch einen so großen Einfluss darauf. Der menschengemachte Klimawandel ist Fakt. Und die Auswirkungen sind heute schon dramatisch: wir erleben immer mehr und immer heftigere Wetterextreme. Beispiele gefällig? In diesem Frühsommer gab es in Deutschland dramatische Überschwemmungen, ganze Dörfer standen unter Wasser, Autos schwammen in Schlammmassen und sogar Verletzte und Tote waren zu vermelden. Dramatisch, aber noch gar nichts gegen die Bilder, die der Hurrikan Harvey im Süden der USA produzierte. Und der nächste Mega-Hurrikan Irma folgte sogleich. Es ist dem medialen System inhärent, dass manche Themen verstärkt werden, andere nicht stattfinden. Die USA sind zwar räumlich fern, aber was den Lebensstil angeht vergleichsweise nah. So ist es kein Wunder, dass die Nachrichten voll sind von Unwettern in den USA. Kaum Beachtung fanden hingegen die zeitgleichen massiven Überschwemmungen in Indien, Nepal und Bangladesh. Die Monsunregen forderten ein Vielfaches an Opfern, verglichen mit den Unwettern in den USA, und erst recht verglichen mit denen in Deutschland.

Klimawandel ist nicht gerecht

Die Folgen des Klimawandels, die wir derzeit hierzulande erleben sind im Einzelfall immer tragisch, im Vergleich aber ein Witz. Wir haben die Mittel und die Maßnahmen mit den Veränderungen umzugehen. Aber was, wenn diese Ressourcen nicht zur Verfügung stehen? Was wenn das Land in dem man lebt, kaum höher als der derzeitige Meeresspiegel ist? Was wenn die elementaren Grundlagen durch den Klimawandel gefährdet sind? Gerecht wäre es, wenn die Verursacher des Klimawandels sich an der Bewältigung der Folgen beteiligen. Darüber wird seit Jahrzehnten bei den Weltklimakonferenzen verhandelt, das muss weiter gehen! Und ja, in einer gerechten Welt, müsste unser Beitrag zur Reparatur und Kompensation der Schäden durch den Klimawandel in Ländern des globalen Südens deutlich größer ausfallen.

Zeit und Raum

Mit dem Klimawandel einher geht noch eine ganz andere Ungerechtigkeit, die nichts mit der räumlichen Verteilung von Schäden und Auswirkungen zu tun hat: Der Klimawandel dauert lange. Folgen unseres heutigen Handelns spüren unsere Kinder und deren Kindeskinder und so weiter. Denn das Klima reagiert träge auf die sich durch die Treibhausgasemissionen ändernde Strahlungsbilanz. Es gibt also auch eine zeitliche Verteilung der Schäden. Der vermeintliche Wohlstand durch die Ausbeutung der fossilen Energieträger wie Kohle, Öl und Gas wird so zur Schuldenlast, die wir den nachfolgenden Generationen weitervererben. Wir müssen deshalb umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Nachhaltiger Klimaschutz

Genau dieser Wortlaut ist im Übrigen auch in den Zielen für nachhaltige Entwicklung (englische Abkürzung: SDGs – Sustainable Development Goals) festgehalten, die im September 2015 von der Staatengemeinschaft verabschiedet wurden. Inkraft getreten sind die Ziele Anfang 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren, um die nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene bis zum Jahr 2030 weltweit zu sichern. Nachhaltigkeit? Ja genau, der Begriff, der ursprünglich aus der Forstwirtschaft kommt und dem Förster nahelegt, nicht zu kurzfristig zu planen – Bäume überdauern schließlich häufig mehrere Menschengenerationen. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist inzwischen Mainstream und gebräuchlich in den verschiedensten Zusammenhängen. Aber egal welche Nachhaltigkeitsdefinition man nutzt, es muss immer darum gehen, für künftige Generationen Handlungsspielräume zu erweitern, mindestens aber zu erhalten!

Visualisierung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung.

193 Länder der UN haben sich dazu verpflichtet, die Nachhaltigkeitsziele bis zum Jahr 2030 umzusetzen

Gerecht wäre es so zu handeln. Und wer will sich schon von seinen Kindern und Enkelkindern irgendwann sagen lassen müssen: „Ihr wusstet doch auch damals schon von der zerstörerischen Gewalt des Klimawandels! Warum habt Ihr nicht alles dagegen getan?“

CO2-Rechner
Klimaschutz geht uns alle an. Aber wissen wir, wo wir stehen und welche Maßnahmen zukünftig unseren CO2-Fußabdruck entscheidend verbessern können? Das lässt sich rausfinden mit dem NABU-CO2-Rechner. In dieser persönlichen CO2-Bilanz werden verschiedene Bereiche des Lebens von der Heizung über den Konsum bis zu den Fortbewegungsmitteln betrachtet. Auch das Thema Ernährung spielt in dem Rechner eine Rolle und damit indirekt auch die Landwirtschaft, die man durch sein persönliches Verhalten unterstützt. Berechnet wird nicht nur der individuelle CO2-Ausstoß, sondern auch das CO2, das durch einen klimafreundlichen Lebensstil nicht mehr in die Atmosphäre entweicht. Zum Vergleich wird auch der deutsche Durchschnitt angezeigt.

Weitere Infos

Foto Header: NABU / Sebastian Hennigs

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NABU-Teamleiter für Energie & Klima
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