Politische Bildung im Tiefschnee

Auch in diesem Jahr ging es für uns und weitere BFD’ler*innen nach Spiegelau ins Bildungszentrum, um das Semiar zur politischen Bildung zu absolvieren. Insgesamt 62 BFD’ler*innen trafen sich dort und wurden in 3 Seminargruppen aufgeteilt. Es gab die Themen: Aktuelle Umweltthemen in Politik und Gesellschaft, Was bestimmt unsere Wahrnehmung der Welt? und Akt. Umweltpolitik am Beispiel des Bay. Waldes. Es wurden Rollenspiele gemacht, Diskussionen geführt und in Kleingruppen recherchiert und präsentiert.

Nach Seminarende standen verschiedene Freizeitangebote zur Wahl: Fotolaborkurs, Schneeschuh Wandern, Spieleabende und Hallensport. Im Haus gab es Tischtenis, Billard und Tischkicker, welche fleißig und viel genutzt wurden.

Schneeschuh Wandern in die Dämmerung hinein

Mit den Schneeschuhen durch den verzauberten Winderwald

Allen gemeinsam war der Ausflug in den Nationalpark Bayerischer Wald. Ziel war das „Haus zur Wildnis“ in Ludwigsthal und die damit verbundenen Tierfreigehege.

Tierfreigehege

Time to say goodbye

Eine Ereignisreiche Woche geht zu Ende, wir hatten Schnee, Kälte und viele verschiedene Themen bearbeitet. Es galt nun die gesammelten Eindrücke festzuhalten und in witzige und informative Blogeinträge zu verwandeln. Nebenbei konnte man noch die Werkergebnisse vom Vortag begutachten.

Fotos schauen und Einträge verfassen

Futterhäusschen

Mini Biotope – was daraus wohl geworden ist?

Mit Spannung erwaten wir die  Berichte derjenigen, die sich ein Minibiotop mit nach Hause genommen haben.

Es galt noch ein wenig für das kommende Seminar in Spiegelau zu klären und dann war es Zeit sich zu verabschieden. Diesmal klappte die Abreise mit Bus und Bahn auch reibungslos, so dass alle ihre Anschlüsse erreichen konnten.

 

To-Donnerstag

In einer hitzigen Diskussion mit steilen Thesen vertieften wir uns in die Themen Umweltschutz Arktis/Antarktis, Neobiota, Biodiversität, Domino-Effekt, Verhältnis Mensch-Natur und Naturethik. Wir stellten uns die Fragen: Welche Natur wird geschützt? Wie und durch wen? Welche Natur ist schützenswert? Wenn der Mensch Teil der Natur ist, ist dann nicht jedes menschliche Verhalten natürlich und somit das Aussterben der Menschen durch den Klimawandel der Lauf der Dinge? Was ist schneller: das Aussterben der Menschheit oder die Systemrevolution? Und macht es einen Unterschied, ob wir die Welt und die Natur aus egoistischen oder aus holistischen Gründen schützen wollen? Und macht es Sinn, die Welt für nachfolgende Generationen zu schützen?

Nach diesen hochphilosophischen Themen, einem stärkenden Lunchpaket und dem ein oder anderen Mittagsschläfchen ging es körperlich und handwerklich weiter. Es wurden Vogelhäuschen, Futterhäuschen, Vogelfutterkugeln mit Rindertalg/Kokosfett und Insektenhotels für das Wohl der Tiere gezimmert und gewerkelt, Gelee aus dem im vorherigen Seminar selbst gepressten Apfelsaft für das gustatorische Wohl der Seminarteilnehmer hergestellt, Kränze aus Haselzweigen und Mini-Biotope im Glas zur Beobachtung eines geschlossenen Ökosystems gebastelt.

Futterhäuschen und Wildbienen Nisthilfen werken

Utensilien des werkens

Futterknödel kneten

Blick in die Backstube wo fleißig Gelee aus unserem selbstgepressten Apfelsaft aus dem letzten Seminar

Ein paar kältefeste Teilis grillten, es war für jeden Geschmack etwas dabei, sei es vegetarisch, vegan oder karnivore. Wer noch kältefester war begab sich zum Lagerfeuer, das durch viel Luft zu fächern eine wohlige Wärme spendete. Ein kleiner Teil der Gruppe verzockte sich danach noch bei Tabu und Black Stories bis spät in die Nacht.

Max´ Überwinterungsverhalten

Bei allen Rotmilanen, die wir 2016 und 2017 im mittelhessischen Vogelsberg besendern konnten, gelang es uns, Überwinterungstraditionen nachzuweisen.

Noah überwintert im dritten Winter in Folge im Grenzbereich Spanien – Portugal in der Extremadura; Isolde gefällt es seit dem Winter 2016/17 besonders gut im Norden Spaniens bei León.

Max entschied sich 2017 bereits für den Raum Salamanca in der Region Kastilien und León im Nordwesten Spaniens und lieferte uns zahlreiche Informationen dank seines kleinen, 20 Gramm schweren „Datenrucksacks“.

Die Region ist eher karg und durch Viehzucht geprägt und fast 1.600 Kilometer vom Brutplatz bei Stockhausen (Gemeinde Herbstein) im Vogelsberg entfernt.

Im Oktober 2018 erreichte das Männchen abermals den Raum Salamanca und nutzt die Landschaft seitdem ganz ähnlich wie im Vorwinter. Anders als die anderen Sendermilane ist seine Raumnutzung dabei allerdings recht groß und hat eine Ausdehnung von Nord nach Süd von über 60 Kilometern.

 

Das Überwinterungsgebiet des Rotmilan-Männchens Max in den Winterhalbjahren 2017/18 und 2018/19 im Raum Salamanca (Spanien).

Der Mysteriöse Mittwoch

Der Mysteriöse Mittwoch begann mit dem fantastischen Fallschirmspiel. Nach dieser atemberaubenden Aufwärmung, wurde uns ein wundervoller Wolfsvortrag von einer wahrhaftigen Wolfsbotschafterin vorgetragen. Nach bestaunen und erfühlen der wunderbaren Wolfslosung haben wir ein heftigen Herdenschutzzaun hergerichtet.

Fallschrim und Schnee

Herdenschutzzaun Aufbau

In der Küche duftete es köstlich. Alle sammelten sich in der Burgschenke und genossen das meisterhafte Mittagessen. Durch ein Zusammenspiel aus raffiniertem Reis und genüsslichem Gemüse entstand ein magisches Mahl.

Nun begann der Aufbruch zur schneebedeckten Streuobstwiese. Mit scharfen Sägen und abgefahrenen Astscheren bewaffnet, haben wir die boßhaften Bäume abgeholzt und auf den tiptop Totholzhaufen verbannt.

Trotz Schnee wurde fleißig gepflegt

Mit funkelnden Fackeln ausgerüstet, marschierten wir zurück zu unserer bürgerlichen Burg. Hindernisse wie umgefallene Bäume, düstere Dunkelheit und schlimmer Schlamm erschwerten uns den Heimweg.

Der aufregende Abend endete mit spaßigen Spieleinheiten und appetitlichem Apfelpunsch.

Spielen und Stricken