Das Havel-Projekt des NABU

Die Untere Havel

Foto: Sebastian Hennigs Foto: Sebastian Hennigs

70 Kilometer westlich von Berlin liegt das ökologisch bedeutsamste und größte zusammenhängende Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mittel- europas. Mehr als 1.100 geschützte und bedrohte Arten finden hier einen Rückzugsraum. Vor vielen Jahren war die Havel ein natürlicher Fluss mit einem Gewirr an Flussarmen, artenreichen Uferwäldern, Mooren und weitläufigen Wiesen. Doch Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie zur Wasserstraße ausgebaut, Deiche und Staustufen wurden errichtet, Kanäle und Ent- wässerungsgräben angelegt. So verlor die Havel viele ihrer natürlichen Elemente.

Der NABU vor Ort

Um die Lebensbedingungen für die hier lebenden Tier- und Pflanzenarten zu verbessern, hat der NABU 2005 das Renaturierungsprojekt ins Leben gerufen, das von seiner Größe her etwa 19.000 Hektar, darunter auch den Naturpark Westhavelland und das Biosphärenreservat Mittelelbe in Teilen, einschließt. Derzeit ist es damit das größte Fluss-Renaturierungsvorhaben in Europa.

In den kommenden Jahren wird die Untere Havel so ein Stück ihrer alten Struktur zurückerhalten. Nach gründlicher Planung werden die Maßnahmen jetzt in den nächsten Jahren umgesetzt: Der NABU befreit Sandufer von ihren Steinpackungen, verbindet Altarme und Flutrinnen wieder mit dem Fluss, pflanzt neuen Auenwald und baut Deiche zurück, um Überflutungsflächen für das Hochwasser zu gewinnen. Viele Arten wie Fischotter, Eisvogel, Sumpfdotterblume und Silberweide finden so wieder einen besseren Lebensraum.

Bereits 2015, wenn die Havelregion Ausrichter der Bundesgartenschau sein wird, soll die Untere Havel an einigen Stellen wieder wesentlich naturnäher aussehen.

Unterstützen Sie uns dabei und werden Sie heute noch Havel-Pate!