Posts in Woche 6

  • Abschied Team 6
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„Berlin Control – Team 6, ready to come off“

Leider geht nun unsere Floßzeit zu Ende. Gerade brüten wir noch bei 30° an Bord und warten auf unser nachfolgendes Team. Es ist Pfingstsonntag. Hinter dem NABU-Floß liegt eine ereignisreiche Zeit. Auch wir haben viel auf der Havel erlebt. Als „Begeisterungs-Indikator“ kristallisierte sich im Laufe der Reisetage Hartmuts Birding-List heraus. 91 Vogelarten notierte er während der Zeit auf dem Floß mit dem Bleistift in sein kleines schwarzes Büchlein. Oben in der Grafik könnt ihr sehen, was wir alles gesehen haben.
Wir bedanken uns bei den Kolleginnen von „Berlin Control“ für die intensive kommunikative Begleitung und verabschieden uns von unseren (B)logbuch-Lesern mit einem herzlichen „Frohe Pfingsten!“ und einem kräftigen „Ahoi!“.

Die Auflösung der Quizfrage

Unsere Rätselfrage und die zahlreichen Antworten, die wir darauf „von euch da draußen“ erhielten, gaben uns das gute Gefühl, nicht ins Leere zu bloggen. Ein herzliches „Dankeschön!“ dafür – auch für die Mühe, die ihr euch bei der Beantwortung der Quizfrage gemacht habt.
Besonders ausführlich und absolut perfekt ist die Antwort von Heike Groß-Gerenkamp aus Lüdinghausen. Sie schreibt uns:

„Das ganze Gebäude ist mit seinen schweren Maschinen drehbar auf einem Bock gebaut, der den Hausbaum (dieser ragt bis in die Mitte des Gebäudes) und den Mehlbalken (Hammer), der am oberen Ende drehbar aufgesetzt ist, stützt. Die Last läuft über den Zapfen und den Sattel. Der Mühlenkasten ist an dieser Konstruktion aufgehängt.
Ein Steuerbalken ist unter dem Gebäude an der Rückseite angebracht, der die Drehbewegung als Hebel bewirkt. Das Drehlager befindet sich unter dem Mühlengebäude, deshalb musste es immer in der Gesamtheit (also das komplette Gebäude samt Maschinen) zum Wind hingedreht werden. Zu dieser Unterstützung wurden die Pflöcke/Hölzer um die Mühle herum in den Boden gesteckt und die Mühle mit Hilfe eines Flaschenzugs herumgezogen. Der Flaschenzug wurde zwischen den Pfählen und dem Steuerbalken eingespannt und dann konnte das komplette Mühlengebäude entsprechend herumgezogen werden.“

Das Kochbuch geht daher aus dem Brandenburger ins Münster Land.

  • Bibertour
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Mit Brian Ferry auf Biber-Tour

Brian  Ferrys „Let’s stick together“ schallt ohrenbetäubend laut durch den Abendhimmel als wir gestern unter Margots Leitung auf der Brandenburger Niederhavel nach Biberspuren suchen. Die laute Rockmusik trübt zwar den Naturgenuss, erleichtert uns und den sieben zusätzlichen Exkursionsteilnehmern aber das Paddeln im Takt. Erst bei sehr genauem Hinsehen erschließen sich uns die wenig auffälligen, doch sehr zahlreich am Ufer zu findenden Biberspuren. Hier eine nur wenige Quadratmeter große Uferfläche, deren Staudenbewuchs nahezu vollständig von den Bibern kurz gehalten worden ist, dort ein unter Uferpflanzen verborgener Ausstieg, über den die Biber vom Wasser an Land wechseln.
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Birding Alarm!

Das Thermometer nähert sich der 30-Grad-Marke. Die Sonne prallt erbarmungslos auf die See-Enge zwischen Wusterau und Buhnenwerder. In der Ferne sind durch das Fernglas über dem Wasser rüttelnde fast schwarze Vögel erkennbar. Hartmut, unser Chef-Ornithologe, erkennt sofort, dass es sich um Trauerseeschwalben handelt, und schlägt „birding alarm“. Schließlich fehlt die Art noch auf unserer Beobachtungsliste.
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Liebesakt vor Rewe

Nachdem uns die brandenburgische Wasserschutzpolizei mit einem Knöllchen wegen Falsch-Vertäuens erfreut hat, fahren wir weiter, um am Steg unserer NABU-Kooperationspartner dm (Helfer-Herzen)  und Rewe (Pro Planet) anzulegen und unsere Bio-Lebensmittelvorräte zu ergänzen. Derweil der weibliche Teil des Teams die Einkaufsliste abarbeitet (und heimlich „eine“ raucht), betätigen sich die Männer – ausgerüstet mit Kameras und Teleobjektiven – als Spanner. Denn in der Havel vor den Supermärkten ereignen sich einzigartige Liebesakte. Schließlich ist die Gebänderte Prachtlibelle für ihr ausgeprägtes Balzverhalten bekannt.
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  • Duenen_Buhnenwerder
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Eine Sache von wenigen Zentimetern

Man glaubt es kaum, aber in den ursprünglichen Flusslandschaften konnte der Wechsel zwischen Wasser und extremer Trockenheit oft nur wenige Zentimeter betragen. Auf „Buhnenwerder“ entdecken wir die Reste eines solchen Relikts aus naturnahen Zeiten: Eine Fluss- oder Binnendüne.

Sie verdankt ihre Entstehung der Kraft des Windes. Luftströme erfassen feinkörnige Bodenpartikel und transportieren sie unter Umständen kilometerweit, bevor sie das Material getrennt nach Sand und Schluff ablagern. Der Sand bildet die Dünen. Aus dem Schluff werden Lößböden. Gelingt es der Vegetation nicht, die Dünen durch einen dichten Bewuchs zu stabilisieren, so können starke Winde weiterhin wirken und die Düne „wandern“ lassen.
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  • Schilf_Schmidt

Früher war mehr Schilf…

Auf der Naturschutzinsel Buhnenwerder treffen wir Herrn Schmidt. Er gehört zum Verein „Naturschutz Brandenburg e.V.“ und betreut mit seinen Vereinskameraden das Naturschutzgebiet „Buhnenwerder-Wusterau“. Herr Schmidt erzählt uns vom Rückgang des Schilfs. „Früher war hier mehr Schilf. Der Schilfstreifen war viel breiter. Er reichte viel weiter in den See hinein“, erfahren wir von ihm und sind zugleich etwas verwundert. Schilfröhrichte haben uns schließlich auf der gesamten Fahrt am Ufer begleitet. Von Schilfsterben war doch eigentlich keine Spur. Oder entging uns etwas?
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  • BUGA Brandenburg
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Torffrei Gärtnern auf der BUGA 2015

Es ist kurz nach 13 Uhr als die Oberbürgermeisterin Frau Dr. Tiemann am Salzhofufer von Brandenburg auf uns zukommt. Das Floß macht was her: Zwei Plakate leuchten in Grün und Fuchsia „Werden Sie Moor- und Klimaschützer“, um über herkömmliche Torfblumenerde aufzuklären. Alle Anwesenden wissen, worum es geht: Der Torf in unserer Blumenerde entsteht im Moor und entwickelt sich nur sehr langsam. Für einen Meter Torf vergehen bis zu 1.000 Jahre. Mit dem Torfabbau für den Gartenbau werden zudem große Mengen von Treibhausgasen in der Atmosphäre freigesetzt.
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  • GoPro und Drohne
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Technik, die begeistert! Aufnahmen aus der Vogelperspektive

Es ist soweit! Wir testen heute unsere NABU-Drohne für spektakuläre Luftaufnahmen. Tatsächlich ist dies schon der zweite Versuch. Vor zwei Tagen scheiterten wir an Akku, Speicherkarte, Aufnahmemodus und Anbringung der Kamera. Aber nun ist alles ausgefeilt und es kann los gehen. Die neue Technik ist Ralf richtig ans Herz gewachsen. Ausgestattet mit unserer GoPro-Kamera ist die kleine Drohne ein technisches Highlight auf unserer Flosstour.

Die GoPro ist eine kleine, wasserdicht-verpackte und vor allem stoßsichere Video- und Fotokamera, die einiges aushält. Per Fernbedienung kann sie unterhalb der Drohne montiert federleicht in die Höhe geschickt werden. Ralf findet sofort Gefallen an diesem Experiment und wir sind gespannt auf die Fotos. Alle 10 Sekunden löst die Kamera ein Bild aus.

Alles läuft super: Eine NABU-Flagge liegt auch auf dem Flossdach und wartet auf Veröffentlichung. Wenn da bloß nicht die vielen Bäume links und rechts von der Brücke wären…

Ralf haben wir schon längst mit dem Floss hinter uns gelassen, als wir ein „Blätterratschen“ in der Luft rechts vom Ufer vernehmen. Hm. Die Drohne sehen wir nicht mehr schweben. Wir drehen um. Fünf Minuten später sehen wir unseren Kollegen mit der Technik in der Hand. Wir sind erleichtert!

Drohne und Kamera geht’s gut. Die Technik hält, was sie verspricht und die Aufnahmen sprechen für sich. Der Aufwand hat sich gelohnt!

 

  • Auf Grund gelaufen
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Großes Schlamm-Massel in Klein-Kreutz

Aus der Krummen Havel kommend biegen wir am frühen Abend in den Altarm Klein Kreutz ein. Unser Ziel ist ein idyllischer Liegeplatz mit Standstrand am Rande der Ortschaft. In langsamer Fahrt umfahren wir ein vor uns liegendes Teichrosen-Feld. Urplötzlich verstummt der Motor. Unsere erste Ursachen-Vermutung ist Spritmangel. Nach über zwanzig Tageskilometern, die hinter uns liegen und einer Fahrt bei starken Gegenwind erscheint uns der Gedanke naheliegend. Schnell wird nachgetankt. Für Sekunden läuft der Motor wieder. Beim Einlegen des Vorwärtsgangs schaltet er sich wieder ab. Das Rätselraten um die Ursache hat schnell ein Ende. Die Schiffsschraube hat über mehrere Meter eine Furche in die Sandbank gefräst und steckt jetzt bis über alle Rotorblätter im Sediment fest. Betretenes Schweigen erfüllt das Deck. Der Tag scheint gelaufen. Die ganze Floßtour vielleicht auch?
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