Posts in Woche 1

Team 1 geht von Bord

Die erste Woche der Havelberry-Finn-Tour geht zu Ende… Wir sind stolz und glücklich, eine Woche auf der Großen Bärin verbracht zu haben. Gerade durch die Clean-Up-Aktion haben wir das Gefühl, der Natur auch ein bisschen was von dem zurückgegeben zu haben, was sie uns geschenkt hat. Dankbar, erfüllt und wieder bei uns angekommen, möchten wir am liebsten weiterreisen. Wir wünschen allen weiteren Teams ebenso unvergessliche Eindrücke!
Almuth, Anna, Axel & Wolf

  • Amphibien-Exkursion
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Amphibien-Exkursion

…heute um 13 und um 15 Uhr in der Marina Fürstenberg mit NABU-Referent Tom Kirschey.

Wir haben die bedrohte Knoblauchskröte gefunden. Auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten rückt diese Kröte immer weiter nach oben. Doch an der Havel ist ihr Vorkommen noch relativ stabil. Der Name rührt laut Tom Kirschey daher, dass angeblich ein knoblauchähnlicher Duft entströmt, wenn man das Tier streichelt. Wir haben tatsächlich etwas gerochen. Doch glauben wir, dass es eher an der Knoblauchsrauke lag, die rings um unsere Füße stand.

Außerdem haben wir die Larve der seltenen und daher besonderen Zweifleck-Libelle (Epitheca bimaculata) entdeckt. Sie wird sich demnächst in ein flugfähiges Insekt verwandeln und lebt an großen sauberen Seen (Daumen hoch also für den Schwedtsee). Die Zweifleck-Libelle gilt als stark bedroht und ist am ehesten noch in Ostdeutschland zu finden.

  • Vogtmann
  • Vogtmann
  • Vogtmann

Asyl bei Prof. Dr. Hartmut Vogtmann

Wer nicht alles am Wegesrand wohnt… Hartmut Vogtmann, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) hat uns samt NABU-Geschäftsführer Leif Miller gestern Nachmittag zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Vogtmann hatte damals beim BfN mit dazu beigetragen, dass aus dem Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel Realität wurde. Mit Stolz und Erleichterung erinnert er sich gerne an den Moment zurück, als er seine Unterschrift unter die Projektförderung setzte. Zuvor war auch von seiner Seite aus viel Überzeugungsarbeit gefragt. Vogtmann begreift das Projekt als Riesenchance für die Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt und die Untere Havel.
Seit einem Jahr nennt er nun selbst ein Haus an der Havel sein Eigen. Unser Glück, denn die Temperaturen fielen gestern Abend weiter ab, Nachtfrost war angekündigt. Kurzerhand wurden wir von Herrn Vogtmann eingeladen, die Nacht bei ihm im Warmen zu verbringen. Die Doppelkopf-Runde fiel aus, stattdessen gab es ein üppiges Abendessen und intensive Gespräche über Naturschutz in Nah und Fern.

Heute früh: Raureif und 3°C auf dem Thermometer! Die Sonne verspricht einen wärmeren Tag und wir steuern zur letzten Station unserer Woche, Fürstenberg.

Havelberry-Finn-Tour im Fernsehen

Für alle, die die heutige Sendung im NDR verpasst haben: Hier könnt ihr euch noch mal den ganzen Beitrag über unsere schwimmende Insel und unsere Mission anschauen!

  • Kanadier-Tour Ellbogensee
  • Kanadier-Tour Ellbogensee
  • Kanadier-Tour Ellbogensee
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Leise im Kanadier

Wir hatten bisher großes Glück mit dem Wetter. Tagelang schien die Sonne und kitzelte dem Einen oder Anderen von uns sogar einen Sonnenbrand auf die Nase. Gestern Abend zog dann kühler Wind auf und Wolken versperrten die Sicht auf den sonst immer so klaren Sternenhimmel. Heute haben wir 7°C und alles an Klamotten an, was wir so mit haben. Trotzdem geht es natürlich raus in die Natur. Mit dem Kanadier, dem noch leiseren Gefährt auf dem Wasser, das uns hoffentlich weitere spektakuläre Naturbeobachtungen ermöglicht. Deswegen ist auch Thomas, unserer Kameramann, mit an Bord. Und siehe da: Gleich zu Anfang ziehen Kraniche über uns hinweg. Nachher werden wir uns dann wieder in unserer Kajüte aufwärmen, gegenseitig von den weiteren Beobachtungen erzählen und den Abend gemütlich bei einer Runde Doppelkopf ausklingen lassen. Das Leben kann so schön sein!

Seeadler über’m Ellbogensee

Seit wir hier ankern, ist der Seeadler unser täglicher Begleiter. Heute früh hörten wir seine Rufe und vermuten daher, dass sein Nest nicht weit ist. Er segelt hoch über uns und dreht seine Kreise. Den größten Adler-Höhepunkt dieser Tour erlebten wir auf dem Weg hierher: An einer scharfen Flussbiegung rief unser Käpt`n plötzlich: „Da kommt was Großes!“. Es war kein Boot, sondern ein Seeadler, der auf Augenhöhe direkt auf uns zusteuerte. Welch Sensation! Niemand von uns hat ihn so nah je gesehen, noch dazu mit dicker Beute in seinen Fängen! Verfolgt wurde der König der Lüfte nicht nur von unseren Blicken, sondern auch von beutegierigen Nebelkrähen. Wir waren so baff, dass wir unsere Kameras nicht schnell genug zücken konnten. Daher an dieser Stelle ein Foto von unserem Kollegen Klemens Karkow. Tierfotografie ist eben doch was für Profis!

Achtung, einschalten!

Im NDR Nordmagazin läuft heute Abend um 19:30 Uhr ein Beitrag über unsere Havelberry-Finn-Tour. Wir hatten einen tollen Drehtag mit NDR-Reporterin Sina Weber und ihrem Team und wünschen euch viel Spaß beim Zuschauen!

Hier kommt ihr zur Sendungsseite.

  • Naturcamping Ellbogensee
  • Naturcamping Ellbogensee
  • Naturcamping Ellbogensee

Naturcampen am Ellbogensee

Genau vor sieben Jahren kamen die Niederländer Niek und Marianna an den Ellnogensee und haben sich in die hiesige Natur verliebt: „Wir haben großes Glück, dieses Fleckchen Erde gefunden zu haben“, sagt Marianna und Niek fügt hinzu. „Es ist ein zufriedenes Leben hier.“ Mit viel Liebe, offener Gastfreundschaft und großem Herz führen sie den Naturcampingplatz am Ellbogensee und bieten damit die Möglichkeit einen Urlaub zu verbringen, der die Seele wieder ins Gleichgewicht bringt. Ob ein Sonnenaufgang vom Steg, das stetig wellenschlagene Wasser von der Caféterrasse aus oder die sich im Winde wiegenden Baumstände am Ufer – das Auge sieht Natur, die im Herzen berührt. Neben einer Feuerstelle am See, einer Kräuterwiese, einem Kanuverleih und Riesentrampolin gibt es auch noch die besten Bio-Brötchen weit und breit zum Frühstück und einen sehr gut ausgestatteten Bio-Hofladen. Alle Gerichte im Café sind vegan und der Café von Niek eilt seinem Ruf vorraus. Ob mit Reis-, Hafer-, Soja-, Mandel- oder normaler Kuhmilch – auch für Wasserwanderer sollte ein Halt Pflicht sein.

Wir bedanken uns für eine tolle intensive Zeit und werden die Abende am gemeinschaftlichen Lagerfeuer vermissen!

Die Donauten zur Havel

Die Brüder Lars und Niels Hoffmann haben uns auf dem NABU-Floß besucht, um mit uns über das Paddeln auf der Havel und die Artenvielfalt an dieser Lebensader des Nordosten Deutschlands zu philosophieren. Als Kinder haben sie fast jede Ferien an der Havel verbracht. Der Fluss und die Mecklenburgische Seenplatte ließ sie nicht mehr los und wurde zu ihrer Wahlheimat.
Die Kanuten haben schon viele spannende Reisen unternommen – ob in Schweden, Grönland oder Alaska. Bekannt wurden sie durch die 3sat-Dokumentation „Die Donauten„, in der sie zusammen mit ihrem Hund die komplette Donau – vom Schwarzwald bis zum schwarzen Meer – in einem Kanu befuhren. Neben der Doku entstand auch noch ein Bildband mit Lars Fotos und Niels Texten. Im Interview erzählten sie uns, was es bedeutet, auf dem Wasser unterwegs zu sein und welches Tier man an der Havel dabei auf jeden Fall sehen sollte.