(B)logbuch

Etappen - Erlebnisse - Extreme

  • Pritzerbe
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Wir sinken!

Am gestrigen Nachmittag blieb noch Zeit, von der ursprünglich vorgegebenen Route auf der Havel abzuzweichen und einen größeren Abstecher in den Pritzerber See zu unternehmen. Belohnt wurde das Team dafür mit der schönen Beobachtung eines alten Fischadlers, der sich in einer ruhigen Bucht beim Fang von Fischen in die nassen Fluten stürzte und danach für längere Zeit die Stangen einer Reuse zur Rast aufsuchte. Auch ein Seeadler kreiste über der Wasserfläche. Entdeckt wurden von den neu und bereits seit längerer Zeit ornithologisch infizierten Teilnehmern der Floßfahrt auch mehrere offensichtlich aber nicht mehr genutzte Brutröhren des Eisvogels, ohne jedoch die Urheber in der Nähe des umgestürzten Wurzeltellers zu entdecken.

Besonders freundlich fiel nach der Rundtour in Pritzerbe der Empfang durch Hafenmeister Mirko aus, der uns wie alte Bekannte begrüßte und unser „Einparken“ mit dem Floß in zweiter Reihe mit lockeren Sprüchen begleitete. Wider erwarten (unser Sonnensegel haben wir nach den  Erfahrungen der Vornächte lieber gleich abends eingefahren) verlief die Nacht ruhig. Die einzige „Ruhestörung“ ging vom „Karrekiet“ aus, lautmalerische niederländische Bezeichnung für den hier noch erstaunlich häufig auftretenden Drosselrohrsänger. Zusammen mit dem Rohrschwirl, den wir ebenfalls bereits entdeckt haben und dessen schnarrendes, minutenlang anhaltendes „trrrrrrr…“ von manchem eher einem Insekt zugeordnet wird, bevorzugen beide große, alte Schilfbestände.
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  • Plaue
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Der bekommt ein Küsschen …

Die zweite aufregende Nacht liegt hinter dem Team. Schon in der ersten Schlafenszeit hatte es heftig zu donnern begonnen, gefolgt von Sturzbächen von Regen. In der zweiten Nacht ab 2 Uhr dasselbe: Wieder starker Wind und Donnerschläge. Sollte sich alles wiederholen? Zwang das Wetter das Team doch zum stundenlangen wachen Ausharren. In Erwartung der neuen Flut kämpfen sich alle schlaftrunken aus den Betten, und beginnen mehr torkelnd die ersten Schrauben des Sonnensegels zu lösen. Auch die offenen Fenster mit ihren transparenten Folien bedürfen der Sicherung. Schließlich nach getaner Arbeit noch die vorderen Türflügel mit samt Reissverschluss schließen. Doch irgendwie gelingt das nicht. Zu benommen oder schlicht zu dumm? Nein: Unser Vorgängerteam hat uns mitten in der Nacht ein ungewolltes Überraschungspaket geschnürt – und die Seiten der Segeltüren vertauscht. Sturm und Donner nehmen zu – doch nach einigem Hin und Her ist schließlich die Lösung gefunden. Ein Glück, dass das Unwetter noch nicht da ist, und zum großen Bedauern aller sich dann auch noch entschließt, abzudrehen und uns heute Nacht doch in Ruhe zu lassen. Ob wir noch eine Nacht durchschlafen dürfen?
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The Anchor is gone…

Nach unserer begeisternden Inseltour war schnell das nächste Ziel, der Camping- und Ferienpark am Plauer See im Visier: Alles vorbereiten, Motor an, Anker heben! Anker? Welcher Anker? Das blaue Tau kommt verblüffend schnell und leicht nach oben, am Ende nur noch der traurige Schekel, kein eiserner Anker mehr da! Offensichtlich hat sich die Schraube geöffnet – oder war es Sabotage unserer Vorgänger? – und die schwere Fracht hat am schlammigen Grund vorläufig ihr endgültiges Grab gefunden. Was nun? Das Wasser ist fast drei Meter tief, Sicht nahe Null, wo suchen? Zwar wird das Boot durch den zweiten Anker gehalten, doch hat trotzdem bereits eine leichte Drift eingesetzt, die die große Bärin Richtung Ufer treibt.
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  • Buhnenwerder Exkursion
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„Die Insel soll blühen!“

„Die Insel soll blühen!“, so zitiert der verantwortliche Naturschützer Michael Weggen einen begeisterten Botaniker, der einmal die Insel Buhnenwerder besucht hatte. In der Tat – der Mann hatte Recht! Die Insel ist ein Idyll und gleicht einem Arboretum – der zum Teil exotische Baumbestand ist sehenswert und durchaus ungewöhnlich, fügt sich aber trotzdem hervorragend in das Landschaftsbild ein. So jedenfalls der Eindruck des Floß-Teams, als die Insel erstmals ins Visier rückt.

Begonnen hatte unser Besuch mit einer besorgten telefonisch vorgetragenen Befürchtung unsererseits, wegen des Wellengangs den zuvor vereinbarten Treffpunkt nicht mit dem Floß ansteuern zu können. Herr Weggen riet uns im Lee der Insel kurz vor dem Ufer zu ankern; er würde uns dann mit seinem Boot die letzten Meter holen kommen.
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  • Gewitter
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Feuchte Träume in der ersten Floßnacht

Die Pfingstnacht hatte es in sich. Gegen zwei Uhr machte sich erstes Nieseln unter dem Vordach bemerkbar. Es wurde enger im Innenraum. Die ersten Blitze waren über der Insel zu sehen bzw. blendeten uns. Nach gut einer Stunde öffnete Petrus alle Schleusentore. Wasserfallartig prasselte der Regen zum Teil gepaart mit Hagel auf unser Sonnendach ein. Ständig bemüht, die sich bildenden Wasserreservoire vom Dach abzuleiten – zuletzt unter Zuhilfenahme von Bootshaken und Paddeln – wurden wir etwas um den Schlaf gebracht. Mit dem Nachlassen des Gewitters versuchten wir uns in der Wetterfotografie.
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  • Tag 1 - Team 7
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Kiehnwerder Kiez

Nach Einführung und Proberunde ging es für uns dann los auf „große“ Fahrt und zwar auf den Breitlingsee/Plauer See. Wir lernten auf der Überfahrt gegen die schwere See anzukämpfen. Uns flog das Inventar kurzfristig um die Ohren. Bis auf den Schiffsführer Hans war die Crew damit beschäftigt Porzellan und Lebensmittel zu retten. Nach diesem ersten bravourös gemeisterten Unterfangen ging es gemächlich weiter zur besagten Nordspitze am Südende der Insel, welche wir später Kiehnwerder Kiez tauften. Auf der Seeüberquerung begannen wir mit der Herausforderung Team 6 vom Orni-Thron (am Ende 91 gezählte Vogelarten) zu stoßen. Es begann mit einem Kormoran-Rastplatz gefolgt von diversen Bootsschwalben, die Robert zahlreich erspähte und Ingo freudig vermerkte.
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Brandenburg – 6. Mannschaftswechsel

Mannschaftswechsel_6und7

Erschlagen von der brandenburgischen Pfingstsonne (die Luft war zum Schneiden) haben wir die „Große Bärin“ am Anleger des Buhnenhauses erspäht. Ralf, Kerstin, Hartmut und Margot haben uns mit einem zauberhaften Pilzrisotto mit Chorizo empfangen und in die ersten Geheimnisse des Floßlebens eingeweiht.
Später stieß dann auch der Floßbauer Martin Richter zu uns, um uns in die Details, Schifffahrtsregeln und technische Handhabung unserer neuen schwimmenden Heimat einzuweisen.
Gegen 17.30 Uhr wurden wir uns selbst überlassen und peilten die, wie im Floßhandbuch beschriebene Südspitze im Norden der Insel Kiehnwerder an. Unsere Überfahrt lest ihr nach unserem ersten Abendessen…erste ornithologische Berichte und Witze folgen.

P.S. Wer entdeckt den Fehler auf dem Gruppenbild?

  • Abschied Team 6
  • Abschied Team 6

„Berlin Control – Team 6, ready to come off“

Leider geht nun unsere Floßzeit zu Ende. Gerade brüten wir noch bei 30° an Bord und warten auf unser nachfolgendes Team. Es ist Pfingstsonntag. Hinter dem NABU-Floß liegt eine ereignisreiche Zeit. Auch wir haben viel auf der Havel erlebt. Als „Begeisterungs-Indikator“ kristallisierte sich im Laufe der Reisetage Hartmuts Birding-List heraus. 91 Vogelarten notierte er während der Zeit auf dem Floß mit dem Bleistift in sein kleines schwarzes Büchlein. Oben in der Grafik könnt ihr sehen, was wir alles gesehen haben.
Wir bedanken uns bei den Kolleginnen von „Berlin Control“ für die intensive kommunikative Begleitung und verabschieden uns von unseren (B)logbuch-Lesern mit einem herzlichen „Frohe Pfingsten!“ und einem kräftigen „Ahoi!“.

Die Auflösung der Quizfrage

Unsere Rätselfrage und die zahlreichen Antworten, die wir darauf „von euch da draußen“ erhielten, gaben uns das gute Gefühl, nicht ins Leere zu bloggen. Ein herzliches „Dankeschön!“ dafür – auch für die Mühe, die ihr euch bei der Beantwortung der Quizfrage gemacht habt.
Besonders ausführlich und absolut perfekt ist die Antwort von Heike Groß-Gerenkamp aus Lüdinghausen. Sie schreibt uns:

„Das ganze Gebäude ist mit seinen schweren Maschinen drehbar auf einem Bock gebaut, der den Hausbaum (dieser ragt bis in die Mitte des Gebäudes) und den Mehlbalken (Hammer), der am oberen Ende drehbar aufgesetzt ist, stützt. Die Last läuft über den Zapfen und den Sattel. Der Mühlenkasten ist an dieser Konstruktion aufgehängt.
Ein Steuerbalken ist unter dem Gebäude an der Rückseite angebracht, der die Drehbewegung als Hebel bewirkt. Das Drehlager befindet sich unter dem Mühlengebäude, deshalb musste es immer in der Gesamtheit (also das komplette Gebäude samt Maschinen) zum Wind hingedreht werden. Zu dieser Unterstützung wurden die Pflöcke/Hölzer um die Mühle herum in den Boden gesteckt und die Mühle mit Hilfe eines Flaschenzugs herumgezogen. Der Flaschenzug wurde zwischen den Pfählen und dem Steuerbalken eingespannt und dann konnte das komplette Mühlengebäude entsprechend herumgezogen werden.“

Das Kochbuch geht daher aus dem Brandenburger ins Münster Land.

  • Bibertour
  • Bibertour
  • Bibertour

Mit Brian Ferry auf Biber-Tour

Brian  Ferrys „Let’s stick together“ schallt ohrenbetäubend laut durch den Abendhimmel als wir gestern unter Margots Leitung auf der Brandenburger Niederhavel nach Biberspuren suchen. Die laute Rockmusik trübt zwar den Naturgenuss, erleichtert uns und den sieben zusätzlichen Exkursionsteilnehmern aber das Paddeln im Takt. Erst bei sehr genauem Hinsehen erschließen sich uns die wenig auffälligen, doch sehr zahlreich am Ufer zu findenden Biberspuren. Hier eine nur wenige Quadratmeter große Uferfläche, deren Staudenbewuchs nahezu vollständig von den Bibern kurz gehalten worden ist, dort ein unter Uferpflanzen verborgener Ausstieg, über den die Biber vom Wasser an Land wechseln.
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