• Zu Gast bei Fischer Schröder
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Gestern Abend saßen wir noch lange mit Havel-Fischer Schröder auf dem Floß beisammen. Um uns senkte sich der helle Juniabend, Schwarzstorch und Eisvogel zogen vorbei, und auf dem Grill dufteten die vom Fischer mitgebrachten Fischburger. Diese lockten auch den lokalen Weißstorch vom Nest nebenan heran. Das Brutpaar hat vier Junge groß zu ziehen und weiß ganz genau, dass es auf dem Grundstück von Wolfgang immer einen Leckerbissen geben kann.

Wolfgang Schröder ist an der Havel groß geworden. Bereits mit fünf Jahren fuhr er das erste Mal mit seinem Vater zum Fischen raus. Da wusste er sofort: Er wird in die Schuhe seines Vaters treten. Heute ist Wolfgang 47 und führt den regional bekannten Fischereibetrieb in Strodehne in der vierten Generation fort. Da er die Havel wie kaum ein andererer kennt, war ihm schnell bewusst, dass die durch den Flussausbau versteinerte Havel auf Dauer wieder zum Leben erweckt werden muss. Darum kämpft er seit Anfang der 1990er zusammen mit Rocco Buchta, dem NABU-Experten für die Havel, und anderen Umwelt-Aktivisten für die Renaturierung des Flusses.

Als Nachtlektüre bekommen wir zwei dicke Aktenordner, die bis oben gefüllt sind mit Zeitungsberichten und Fotostrecken zu den vielen Aktionen, die ein so langwieriges Projekt wie die Havelrenaturierung mit sich bringt.

Heute um 14 Uhr steigt im Rahmen der achtwöchigen NABU-Floßtour die Abschluss-Veranstaltung. Wir freuen uns schon auf die versprochene Vielfalt der leckeren heimischen Fischspezialitäten!