• Buhnenwerder Exkursion
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„Die Insel soll blühen!“, so zitiert der verantwortliche Naturschützer Michael Weggen einen begeisterten Botaniker, der einmal die Insel Buhnenwerder besucht hatte. In der Tat – der Mann hatte Recht! Die Insel ist ein Idyll und gleicht einem Arboretum – der zum Teil exotische Baumbestand ist sehenswert und durchaus ungewöhnlich, fügt sich aber trotzdem hervorragend in das Landschaftsbild ein. So jedenfalls der Eindruck des Floß-Teams, als die Insel erstmals ins Visier rückt.

Begonnen hatte unser Besuch mit einer besorgten telefonisch vorgetragenen Befürchtung unsererseits, wegen des Wellengangs den zuvor vereinbarten Treffpunkt nicht mit dem Floß ansteuern zu können. Herr Weggen riet uns im Lee der Insel kurz vor dem Ufer zu ankern; er würde uns dann mit seinem Boot die letzten Meter holen kommen.

Gesagt – getan: Doch vor dem Treffen und Übersetzen am verabredeten Ort holten wir den anerkannten Naturfachmann zunächst an Bord der Großen Bärin. Schon hier sprudelten die Informationen rund um die wechselhafte Geschichte der heute unter Naturschutz stehenden Insel nur so aus ihm heraus. Seit mehr als hundert Jahren gibt es ein reges touristisches Interesse an diesen Juwelen inmitten des Plauer Sees – und hätten sich nicht in den Zeiten zwischen den Kriegen und in der ehemaligen DDR engagierte Naturschützer für den Erhalt eingesetzt, die Inseln wären heute sicher mit Prachtbauten reicher Berliner belegt und von der vielfältigen Natur nicht mehr viel übrig. Aus der Fülle der Details wird klar: Herr Weggen begleitet schon lange das Schicksal dieses markanten Teils unseres Naturerbes – und er sieht manche touristische Entwicklung durchaus mit Sorge. So machen übernachtende Touristen mit ihren ankernden Booten schon im zeitigen Frühjahr den im Schilf brütenden Vögeln den wichtigen Ruheraum streitig. Bislang gibt es bezüglich dringend notwendiger Einschränkungen zwischen den Verantwortlichen keine Einigung – zu Lasten von Schnatter- und Löffelenten, aber auch anderer Wasservögel, die auch im Herbst hier in großer Zahl rasten.

Auf der Insel dagegen macht man große Fortschritte beim Erhalt wertvoller Trockenrasen, die ursprünglich die ganze Insel prägten. Auch viele seltene Pflanzenarten wie Gottesgnadenkraut, Felsenfetthenne und Kuhschelle verdanken ihren Erhalt dem aufopferungsvollen Engagement der Naturfreunde, die die Insel nach der Wende wieder in die Betreuung genommen haben. Die NABU-Aktiven sind am Ende der rund dreistündigen Tour hellauf begeistert. Schade, dieses Naturidyll nach viel zu kurzer Zeit wieder verlassen zu müssen.