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Nachdem uns die brandenburgische Wasserschutzpolizei mit einem Knöllchen wegen Falsch-Vertäuens erfreut hat, fahren wir weiter, um am Steg unserer NABU-Kooperationspartner dm (Helfer-Herzen)  und Rewe (Pro Planet) anzulegen und unsere Bio-Lebensmittelvorräte zu ergänzen. Derweil der weibliche Teil des Teams die Einkaufsliste abarbeitet (und heimlich „eine“ raucht), betätigen sich die Männer – ausgerüstet mit Kameras und Teleobjektiven – als Spanner. Denn in der Havel vor den Supermärkten ereignen sich einzigartige Liebesakte. Schließlich ist die Gebänderte Prachtlibelle für ihr ausgeprägtes Balzverhalten bekannt.

Ausgelöst wird es durch den Einflug eines Weibchens in das Männchen-Revier. Das männliche Tier streckt sein mit einem „weißen Schlusslicht“ endendes Hinterteil in die Höhe. Auf diese Weise führt das Männchen das Weibchen zu einem Eiablageplatz. Dort umkreist es die Umworbene wieder mit seinem pendelnden Schwirrflug. Sofern sie sich nicht eines Besseren entscheidet und am Ort verbleibt, setzt sich das Männchen auf die Flügel des Weibchens und koppelt sich mit seinen Hinterleibanhängen in Libellenmanier bei ihr an. Nach der Kopulation löst sich das Paarungsrad auf und nach einer kurzen Erholungspause beginnt das Weibchen damit, die Eier nahe der Wasseroberfläche in Wasserpflanzen einzustechen.

Spannerstress kommt auf, als wenige Meter weiter auch noch ein Pärchen der Gemeinen Federlibelle seinen Liebesakt vollzieht. Wären da nicht der dicht getaktete Zeitplan und weitere Kunden, die den Steg ungestört passieren wollen, dann lägen Hartmut und Ralf vermutlich noch immer mit der Kamera im Anschluss vor dem Supermarkt.