Das Thermometer nähert sich der 30-Grad-Marke. Die Sonne prallt erbarmungslos auf die See-Enge zwischen Wusterau und Buhnenwerder. In der Ferne sind durch das Fernglas über dem Wasser rüttelnde fast schwarze Vögel erkennbar. Hartmut, unser Chef-Ornithologe, erkennt sofort, dass es sich um Trauerseeschwalben handelt, und schlägt „birding alarm“. Schließlich fehlt die Art noch auf unserer Beobachtungsliste.

Da die „Große Bärin“ auf Grund ihres Tiefgangs eine Annäherung an die Tiere nicht möglich macht, starten Hartmut und Ralf einen Beobachtungsabstecher mit dem Kanadier. Aus sicherem Abstand erkennen sie, dass die vom regionalen NABU installierten schwimmenden Bruthilfen von den Trauerseeschwalben angenommen wurden. Drei weitere Beobachtungs-Highlights ergeben sich auf dem Rückweg zum Floß. Zum Einen turnt neben ihnen im nahen Schilf ein Bartmeisen-Männchen herum. Zum Anderen stürzt sich knapp hundert Meter vor dem NABU-Kanadier ein vollausgefärbter Seeadler in die Fluten, um nach Sekunden mit einem Fisch in den Fängen wieder abzuheben und das Weite zu suchen. Schließlich kreuzt noch ein Zehner-Trupp nichtbrütender Schwarzhalstaucher den Kurs der beiden Exkursionsteilnehmer.