• Duenen_Buhnenwerder
  • Duenen_Buhnenwerder
  • Duenen_Buhnenwerder

Man glaubt es kaum, aber in den ursprünglichen Flusslandschaften konnte der Wechsel zwischen Wasser und extremer Trockenheit oft nur wenige Zentimeter betragen. Auf „Buhnenwerder“ entdecken wir die Reste eines solchen Relikts aus naturnahen Zeiten: Eine Fluss- oder Binnendüne.

Sie verdankt ihre Entstehung der Kraft des Windes. Luftströme erfassen feinkörnige Bodenpartikel und transportieren sie unter Umständen kilometerweit, bevor sie das Material getrennt nach Sand und Schluff ablagern. Der Sand bildet die Dünen. Aus dem Schluff werden Lößböden. Gelingt es der Vegetation nicht, die Dünen durch einen dichten Bewuchs zu stabilisieren, so können starke Winde weiterhin wirken und die Düne „wandern“ lassen.

Die letzte „Wanderung“ der Buhnenwerder-Düne dürfte bereits vor vielen Jahrzehnten stattgefunden haben. Dennoch ist dieses extrem trockene und nur spärlich u. a. mit Silbergras bewachsene Trockenrasengebiet sicherlich einer der wertvollsten Lebensräume der Insel. Es wird von vielen geschützten Insektenarten bewohnt. Dazu gehören die Sandlaufkäfer und der Ameisenlöwe, dessen Fangtrichter wir im Sand entdecken.